Lyrik und Sound

Kategorie: Dunkel (Seite 4 von 7)

Tote Asche

Wisst ihr, die Sonne singt
und die Erde lacht,
und alles, was daneben klingt,
das hat der Mensch gemacht.

Der hat die Welt zerschlagen
mit Kapital und Kohle,
schlug sich immer voller den Magen
und schrie immer – zum Wohle!

Der hat die Vielfalt geplättet
durch industrielle Monokultur.
Wenn der sich seinen Arsch noch rettet,
dann wär das ein Wunder pur.

Das hat es nie gegeben,
das wird auch nie so sein.
Weil wir am Alten kleben,
rasen wir ins Verhängnis hinein.

Wir rasen, wir beschleunigen,
Bremsen will nicht gelingen.
Wir werden uns erledigen,
die Welt knallend zerspringen.

Am Ende ruft man: Geld! Mehr Geld!
Noch schneller ist der Tod der Rasche.
Denn Geld, das ignoriert die Welt

die Hitze bleibt, der Zeiger fällt -,
die Sonne brennt auf tote Asche.

Verdampft

Immer wieder wieder Regen
der Dauerregen reibt mich auf
Er bringt zwar Pflanzen Segen,
doch auf mich schlägt er nur drauf!

Er macht mich kirre und zerlegt
Gedanken in kurze kantige Töne
ein Sturm der mich schlicht wegfegt
vor dem ich nieder falle und stöhne.

Kann nicht die Sonne wieder scheinen
mir öffnen mein dunkles, kaltes Grab?
Dann sitz ich auf – steh auf den Beinen,
rappel mich hoch, renne im Trab.

Umarme, küsse die Lust, die Triebe,
bade im Sonnensaft der Strahlen.
Ihre feinen, erbarmungslosen Hiebe
verbrennen mich in heißen Qualen.

Jetzt leuchtet, strahlt die ganze Welt!
Wie hell und blendend zucken Blitze!
Wenn dann der Regen wieder fällt
verdampft der einfach in der Hitze!

Ausgelöscht

Alles läuft mir gerade so quer
so ohne einen Sinn –
läuft rasant und leer
und rennt ohne Gewinn.

Jeder strengt sich nochmal an,
reibt, erhitzt die Welt,
reibt so lange er reiben kann,
als ob das Reiben was aufhält.

Doch noch leben wir ja bequem,
ballt es sich erst langsam zusammen.
Man kann zwar schon was brennen sehen,
doch sind es noch keine richtigen Flammen.

Doch wenn es richtige Flammen sind,
bleibt nur noch das Entsetzen,
die Funken – eilig verteilt sie der Wind
und Donner rasen und blitzen

und alle Unternehmenswerte –
helfen nichts – für das laute Geschrei
um Rettung als man Panik spürte,
ist die Zeit dann längst vorbei.

Die Wirtschaft war nie ineffizient,
sie holte viel zu viel aus dem Boden,
verteilts überall, dass es überall brennt,
ist sehr effektiv, beim Sägen und Roden.

Und niemals schrien wir: Genug!
Ein rasanter Höhenflug!
ein fataler Selbstbetrug,
ein letzter, allerletzter Zug

aus der qualmenden Kippe des Wahns,
im Engen, Begrenzten stets weiter zu wachsen,
die Hybris dieses unsinnigen Plans,

plötzlich wird der Luftballon platzen,

zerfetzt – und niemand hält dagegen,
gegen die ganze Welt voll Physik.
Die Hitze, die Strahlung, zerlegen
unsere Pläne, das schnelle Stück,

das ganze Theater um Aktien und Boni.
Was gar nicht zählt! – Nur pure Energie!
Planks Strahlungsformel, Geld doch nie,
Geld zählte nie – ist leere Magie.

Rasant war es! – In dreihundert Jahren

eine ganze Welt gekräscht!
Blitzschnell gegen die Wand gefahren,
immer rasanter – ausgelöscht!

Warteschleifen

Warteschleifen sind der Wahnsinn!
Sie lassen die Tickets weit offen.
Wo wende ich mich hin?
Die Hoffnung auf Antwort – ersoffen!

Warteschleifen, wiederholen
Schritt für Schritt, nach und nach,
langsam wird die Zeit gestohlen,
der schnelle Weg zerbrach.

Warteschleifen – Bandmusik,
stets dieselbe Melodie
wann hört sie auf? Zum Glück,
war es keine Symphonie.

Warteschleifen – Autoreifen,
drehen sich gerne im Kreis,
wieder und wieder zum Hörer greifen,
sagen: Ich will…, ich heiß…

Hör oft monotones Tuten
oder werde flirtend heiß.
Doch die süßen Träume verbluten,
da sie am Ende auch nichts weiß.

Sie gibt mich eine Nummer weiter,
wo ich wieder etwas träume,
lache und gebe mich heiter,
während ich die Zeit versäume.

Warteschleifen – schnelle Antwort,
klingt nur einmal verheißungsvoll,
meldet aber oft: Bin fort!
Der Strand, der Pool ist toll.

Der Vertreter alles lösend,
soll das Blatt dann immer wenden,
und ist immer selbst abwesend,
niemand kann ihn finden.

Endlos ist das Warten, die Zeit
scheint sich auszustreichen
um aufzulegen, immer bereit,
dem Tod die Hand zu reichen.

Warteschleifen kalte Öfen!
Muss weiter Reime gebären.
Warteschleifen weitere Strophen
Wiederholung beschwören.

Warteschleifen – Unendlichkeit
Knoten, magnetische Zeichen,
die garantierte Sicherheit,
Ziele nie zu erreichen.

Warteschleifen – kosmische Wirbel,
Schleifenurgrund unserer Welt.
Was dreht die innerste Kurbel?
was formt sich und zerfällt?

Warteschleifen, Träume reifen.
nach Abbruch, Ende! Nur wie?
Wir lassen uns zu Tode schleifen,
auf dem ewigen Weg ins Nie.

moderne Softwareentwicklung

Ich weiß, ich bin ein elender Wicht,
nur ganz dumm – das bin ich nicht!
Etwas Besseres – das ist schneller,
modernere Lampen brennen heller,

oder sind sparsamer im Verbrauch.
Das gilt für die Softwareentwicklung auch.
Vor tausenden Jahren, da wurde gerupft,
mit bloßen Händen das Korn gezupft.

Da kam einer und nahm sein Messer,
und siehe da, es ging schon weit besser!
Dessen Form nun noch verbessert geschmiedet,
damit man nicht so schnell ermüdet!

Dann Sensen und Rechen und Säcke erfunden,
und schneller drehen die Schnitter die Runden.
Der Pflug, der Korb, der Mahlstein, der Flegel,
die Bauern hissen ihre Segel!

Und segeln geschwind in alle Welt.
Fortschritt, Effizienz, voran! Man hält
nun Rinder, um den Pflug zu ziehen.
Immer mehr Leute, weniger Mühen,

für immer mehr, mehr als man braucht zum Leben,
um’s zu verkaufen, Nahrung weiterzugeben,
an die, die nicht mehr schuften, sondern denken,
der Menschheit die Schrift, die Zahlen schenken.

Immer weiter ging der Weg nach oben,
immer weniger haben mehr hochgehoben.
Weniger Menschen brachten mehr Korn,
man war stolz darauf und dachte nach vorn.

Viel später kam dann die Industrie,
die Traktoren, Mähdrescher erfanden sie.
Das Rind, die Pferde wurden ersetzt,
doch niemals das alte Gesetz verletzt!

Modern bedeutet: Man braucht nicht mehr,
braucht weniger, leichter wird’s – nicht schwer.
Moderne Methoden laufen nicht leer!
Doch heute liegen die Stangen quer.

Die moderne Entwicklung, die braucht doch heute
nicht weniger, sondern viel mehr Leute!
Sie braucht Betreuer um die Entwickler herum,
sonst fallen sie uns noch im Sitzen um.

Um jedes Programm schart sich ein Team,
die alle dran gemeinsam ziehn,
Entwickler die einen, die andren Betreuer,
die Chefs darüber schüren das Feuer!

Und Entwickler braucht man mindestens zwei,
besser noch sind es mindestens drei,
noch besser sind dann mindestens vier,
ach nein, man braucht viel mehr hier!

Man braucht gleich ein ganzes Heer!
Doch wo, nur wo, kommen sie her?
Vor allem dann, wenn die Alten
abserviert, sie nicht mehr mitgestalten?

Die besseren Tools, die brauchen halt viel,
so viel mehr, für das ganz große Spiel.
Wie moderne Traktoren, die brauchen nicht einen,
sondern mehrere Fahrer – sonst nützen sie keinem!

Das stimmt doch nicht! Die fährt doch Einer allein!
Einer bestellt schon viele Felder! Du träumst doch! Nein! Nein!
Doch! Auf dem Feld braucht man noch einen – der zuguckt!
Und einen, der froh – aus dem Fenster luckt!

Und einen, der dann immer aufschreibt,
was dieser Traktor auf dem Feld so treibt!
Man muss erst den Weg übers Feld besprechen,
und wer ihn nun führt, den modernen Rechen.

Da kann man sicher der Software verzeihen,
dass sie, was früher einer, jetzt schafft mit dreien.
Ein Traktor, modern, der braucht eben viel –
wie viel dann bei uns, beim großen Spiel!

Ein Traktor, ja, der ist kompliziert,
wird sicher nicht allein konstruiert.
Ja hinter dem Traktor steht die Industrie!
Thomas, bedenk das, vergiss es nie!

Damit sind viele Leute beschäftigt,
sehr viele denken, und das ziemlich heftig!
Viele tausend Traktoren, stabiles Metall,
zehntausend sogar, und in jedem Fall

hat auch die Industrie eine Software-Abteilung.
Auch dort zelebriert man den Tanz der Heilung,
den Tanz vieler Teams um den wenigen Brei.
Doch Fortschritt – nein! – Nur noch mehr Geschrei!

Kälte

Kälte – verdammt, ich brauch was Heißes,
das mich in den Himmel hievt
Was Lautes, Wildes und nicht Leises,
Scharfes, das vor Geilheit trieft.

Kälte – nein ich wehr mich,
dreh nicht nur die Heizung nach oben,
ich kämpfe schreibend Strich um Strich
gegen Wolken und Regen die groben

Knechte solcher kalter Tage!
Oh kommt mir, kommt mir zu Hilfe
Doch wer? – Die Lust! – Ich nage
am Bleistift – oh süßer, feiner Gehilfe,

bring mir meinen Wahnsinn wieder!
Öffne mich dem Leben! – Gib Kraft!
Drück den ganzen Regen nieder,
verschließ die Wolken in Einzelhaft.

Gib mir den Himmel wieder frei!
Mach die Sonne wieder sichtbar!
Verschling den ganzen Wolkenbrei,
blau soll er sein, blau und klar!

Wilder Regen

So dunkel ist es
und so mächtig
türmen sich Wolken
über mir.
Grau in Grau, prächtig.

Depressiv, kein Rausch,
kein wilder Gedanke
peitscht durch meine elende Seele,
überspringt keine Schranke.

Was wollen wir?
Immer nur ständig zur Arbeit eilen –
grau und verschmiert bleibt trotzdem,
von der Sonne kein Schimmer!

Dass die überhaupt
noch über den Wolken leuchtet –
wenn man der Physik noch glauben darf –
eine echte Überraschung.

Es fällt mir schwer, darauf zu wetten,
bei dem Wetter!
Dass die nicht längst weg ist.

Grippaler Infekt

Ich bin erschlagen müde
Die Krankheit legt Gewichte auf,
belastet mich und rüde
quält sie im harten Verlauf.

Ich habe keine Schmerzen,
doch leichtes Fieber so heiß.
und keines tief im Herzen,
ein echtes Fieber – nicht nice.

Ich meinte: Halb so schlimm.
Doch stand ich erst am Anfang.
’Ne Pille rein – da nimm,
das stützt den Tag entlang.

Doch nein! Das Virus schlägt ein,
es schlägt wie wild drauf drauf,
Ich liege schwer wie Stein
und rappel mich selten auf.

Ins Bett darf ich nicht pissen –
hab Lust auf Mandarinen
will Süßes nicht vermissen
die Krone davon: Pralinen!

Die feinen Stücke trösten,
sehr ungesund, ich bin aber krank.
Die Viren wollen mich rösten!
Pralinen euch sage ich Dank.

Ein Haufen Elend träumt vom süßen
Leben auf einer schmucken Yacht,
vom Strand, vom Meer, Alpenwiesen –
das böse Virus, wie es da lacht!

und springt und zieht mir schwere,
Ketten – Mattheit – um die Brust.
Die Träume fallen ins Leere,
ich habe auf nichts mehr Lust.

Da geht nichts, geht nichts mehr.
Das Virus kocht, ich bleiche.
Es geht nichts, klebe wie Teer –
ich liege starr – eine Leiche!

Das ist das letzte Protokoll:
die traurige Todesballade.
Packt mein Grab mit Blumen voll –
voll Pralinen und Schokolade!

Halloween

Im Frühjahr hab ich noch gelacht,
den Gott des Frühlings besungen,
nun scheint die dunkle Nacht,
mein Hochgefühl, es ist verklungen.

Im Frühling war es mir noch heiß,
da glühten mir die Wangen,
da malte ich im bunten Kreis,
noch all die Träume – sie zersprangen!

Nun ist er da – der November,
die düstere Nacht ist da,
ohne Hoffnung auf Lösung und Wunder,
die Toten sehr, sehr nah!

Nun steigen sie aus den Gräbern,
wir selber, wir fallen hinein.
Der Krieg er dröhnt mit furchtbaren Liedern,
er türmt Gebein auf Gebein.

Der Wahnsinn er ist wiedergekehrt,
Geschütze krachen, Raketen fliegen,
die Erde brennt – ein Flammenherd,
voll Menschen, vielen, gequälten, müden.

Und alles nicht erdacht, real!
Der Schrecken ist gar nicht zu fassen,
Keine Worte für all die Qual!
Vernichtung, sterben, alles in Massen!

Im Frühling – keine Erinnerung,
war alles damals nur geträumt,
nun Wirklichkeit – Zertrümmerung,
die Träume längst zur Seite geräumt.

Halloween – wir brauchen das nicht,
wir müssen uns nicht mehr verkleiden!
Real und wirklich, es gibt kein Licht!
Nur Dunkel, Tod und noch mehr Leiden!

Sacre du printemps

Stravinsky – „Le Sacre Du Printemps“ https://www.youtube.com/watch?v=CrBt_D-iJjg&list=PLeJRCxHGs9sGTcBSJ9NjCuQJWv1BdR_fb&index=5 auch https://www.youtube.com/watch?v=aAQSQYdMeRQ

Das Eis der Flüsse knistert,
knackt, kracht und bricht entzwei,
die Schollen drängen nordwärts,
an langen Ufern vorbei.

Vögel fliegen von Süden ein,
es zwitschert wieder im Wald,
Sonne fällt in den Schnee hinein
und löst ihn auf ohne Halt!

Nur kurze Zeit noch! Geschmolzen
springt der Schnee in den Bach,
sieht man ihn sich über Steine wälzen,
sprudelt zusammen, wächst hundertfach.

Schnell, so schnell erblüht es,
keiner trauert und liegt brach.
Licht, die Sonne gießt es,
wirft es einem jedem nach.

Voller praller Sonne, wildem Spiel,
fehlt bald das Eis, die Blüte bricht,
alle überwältigt Gefühl,
alles will Licht, mehr Licht!

Leben explodiert, drängt und rast nach oben,
zetert, trillert, quakt und schnattert.
Licht, Strahl um Strahl! Hinausgeschoben
wird Blatt um Blatt. Ein Eichhorn ergattert

seine erste Nuss, herausgehoben
hat sich ein Keimling aus dem Samen,
öffnet breit sein Blatt zur Sonne,
sprosst hoch, sprengt seinen Rahmen.

Die Herzen hüpfen, tanzen, alles springt,
alles lacht, erschlägt seine Sorgen,
alles gelingt, es wächst, gedeiht und singt.
Jeder Tag ist voll, ein immer neuer Morgen.

Göttin Frühling, wie bist du so groß!
Du hast ja alles überflutet mit Werken!
Komm, binde uns die Winterfesseln los!
Halt deine Kraft nicht mehr verborgen!

Sei zugeneigt, uns gnädig,
gib uns ein leichtes, lichtes Los!
Sei mit uns morgens früh schon tätig,
zieh munter mit zum Säen los!

Erbarme dich und schenk für immer
so herrlichen Beginn am Tag.
Doch Ängste schick sie nimmer!
Send keine Krankheit, keinen Schlag!

Kein Verderben! – Diese Welt sei grün!
Wir müssen ihre Wallung bewahren,
fröhlich feiern, Furchen ziehen,
unsere Göttin soll sich offenbaren!

Sendet zu ihr eine mutige Seherin,
ein junges, unbeschwertes Mädchen,
hinauf zur großen Göttin hin,
als Weihgeschenk von Land und Städtchen.

Sendet sie, dass sie erfleht
weiter herrliche, schöne Tage,
dass es weiter – Prost! – so blüht,
weiter glänzt in herrlicher Lage!

Wie können wir die Götter erreichen?
Wer darf von uns zu ihnen ziehn?
Wann, auf welches Zeichen?
Welche von uns ist so kühn?

Seht! Keine will das Opfer sein!
Alle fliegen schnell aus dem Kreis.
Priester rennen, fangen ein,
alle rufen: „Um keinen Preis!“

Wie Vögel, die ins Weite ziehen,
stoben die Mädchen auseinander!
Eine davon, die hilft kein Fliehen,
umkreisen die Alten eng beieinander.

Versperren wie Adler ihren Weg
und jagen sie zurück zur Mitte.
Sie findet keinen Ausweg,
ihr hilft auch keine Bitte.

Tanzen muss die Junge, Schöne!
Reine Magd, durchjag den Abend,
durchjagt die finstere Nacht,
jagt auch am frühen Morgen.
Fall erst mittags in gleißender Pracht!

Damit die Götter, die große Göttin,
sich versöhnt mit ihrem Stamm, der Erde,
gibt sie sich tanzend hin,
nimmt auf sich schwere Bürde.

Tanzen muss sie, wirbeln,
wie Shiva durch das Chaos reiten,
schnell, ganz eng um die Achse zwirbeln,
ihre Arme ganz weit ausgebreitet.

Langsamer werden, höher springen,
rasend um den Tanzplatz sausen,
sich verbiegen, sich verschlingen,
Haare, Locken, Kleidung zerzausen.

Löst den Schopf, sie dreht,
wirbelt die Haare im Kreis herum.
Sturmwind, der durch sie weht,
schnellt gerade, klappt sich krumm.

Springt hoch, verschwendet
im Zusammenbruch ihr Leben.
In Trance, zitternd überwindet
sie den Abgrund, fliegt, bebt,

wankt, schwankt, fällt,
zitternd Schritt nach Schritt,
erschöpft zu Boden knallt –
dumpf. Ihr Körper kommt nicht mit!

Doch ihre Seele jagt nach oben, zittert,
sie fasst der Göttin Hand!
Donnern, Grollen, Erschüttern!
Sie steht im anderen Land!

Die Göttin küsst und grüßt sie,
umarmt sie, erfüllt sie mit Glück.
Nur ihren leeren Leib ließ sie,
Göttin nun selbst – zurück!

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