
Sommerfarben,
bunte Strahlengarben,
Heide, Feld, Wiesen und Wald.
Da und dort, nun schau,
weiß, rot, blau,
gelb, braun, grün, die schöne Gestalt.
Warm, herrlich,
freundlich, zärtlich –
ganz alles, was die Erde trägt.
Selig der Mann,
der es spüren kann,
der dient und Mühe erträgt,
vor lauter Liebe bebt.
Wem Gott gibt,
dass er liebt,
die Liebe, den umfasst sie ganz!
Ohne Leid
geschenkt
wird ihm das ganze Jahr der Glanz
des Mai,
und frei
liebt er verspielt den Tanz.
Ein frohes Leben
kann sie leicht geben,
die Minne, wem sie will,
viel, so wie sie will!
Wem ein Weib
den Leib
zärtlich umfasst
und er sagt nicht:
„Seltene Perle, glänzendes Licht!“,
der hat sein Glück verpasst!
Ihm ist geschehen,
muss er gestehen,
dass die Trauer Fieber erfasst,
und er ohne Kummer
getauft vom Kerzenschimmer
von sanften weißen Armen
umschlungen wird.
Ein feuriger Hort,
ist ein Wort,
das beim Küssen geschieht,
mitten im Spiel,
voller Gefühl,
spielt der Liebste, sieht,
ob da nicht
ihr Augenlicht
glänzt und strahlt und dann,
ja fürwahr,
ganz und gar,
lieb und wohlgetan,
stürmt die Lust heran.
Die Minne walte
und entfalte
sich, wenn um einen Mann
ein Weib
um ihren Leib
vier Arme gehen, dann
ganz dicht
und heiß da brennt ein Licht!,
das sie befeuern kann.
Ob da nichts glüht
und scharf aufblüht
der kleine feuerrote Mund,
wird von der Minne gefunden
und findet Trost und kann gesunden.
