Lyrik und Sound

Kategorie: Arbeit (Seite 1 von 5)

Inventurwalzer

[Verse 1]
Die Inventur, die Inventur!
Öffnet nicht das Durcheinander!
In den Abgrund führt die Tour,
dort reiben Zahlen aneinander.

[Chorus]
Inventur im Dreivierteltakt,
das Zahlen-Scannen ist vertrackt,
schnell nun aus- und eingepackt,
Strichcodes sind so abgefackt.

[Verse 2]
Habt ihr sie jemals gemacht?
Euch schon mal an ihr verbrannt?
Mehr gewartet, heimlich gelacht?
Spät aufgeregt herumgerannt?

[Chorus]
Inventur im Dreivierteltakt,
das Zahlen-Scannen ist vertrackt,
schnell nun aus- und eingepackt,
Strichcodes sind so abgefackt.

[Bridge]
Inventur! Wenn man es kann –
wäre sie schon längst gemacht.
Und mit mir, einem alten, behinderten Mann?
Vergebt mir, dass mein Herz laut lacht!

[Final Chorus]
Inventur im Dreivierteltakt,
das Zahlen-Scannen ist vertrackt,
schnell nun aus- und eingepackt,
Strichcodes sind so abgefackt.

Lauthals Lachen

[Verse 1]
Schaut sie wollen, wollen mich brechen
Doch ich breche, breche einfach nicht
In welche Stelle sie hauen auch stechen
Jeder Stahl, der splittert und zerbricht

[Verse 2]
Ja sie kennen, kennen keine Grenzen
Nur das Gesetz weißt sie manchmal zurück
Doch mir mit vierundsechzig Lenzen
Mir zerreiß das alles, alles nicht mein Glück

[Chorus]
Ich dichte, verdichte was schrie und rief
Ich schieße, beschieße sie mit Versen
Manchmal treff ich, treffe sie tief
Und bleibe ihnen dicht auf den Fersen

[Verse 3]
Ich kann, kann nichts gegen sie machen
Wenn sie so stürmen, stürmen wild und roh
Als Lieder singen, singen lauthals lachen
Schon der Gedanke daran macht mich froh

[Outro]
Lauthals lachen…
Schon der Gedanke macht mich froh.
[Fade Out]

Doch noch etwas vergessen

[Nun ist mein Firmen-IPhone dauerhaft auf Flugmodus eingestellt.
Hat einen Tag gedauert, bis sie das bemerkt haben.
Deshalb kann ich nun auch vom IPhone nicht mehr auf das Internet zugreifen.]

[Verse 1]
Ja sie hatten noch etwas vergessen:
Der Teppich war zu kurz gemessen.
Natürlich wusste ich das schon,
sagte aber keinen Ton

Sie denken zu kurz und behäbig
Der Teppich halb und schäbig
deckte die Lücke nicht ab,
man zog den Rollo nur halb herab.

[Verse 2]
Das kommt vor und ist doch schade.
Das gibt mir kranker giftiger Made
eine schöne Chance zu spotten,
nicht unbemerkt zu verrotten.

Nicht unterzugehen in der Musik
vom Miteinander und vom Glück,
gemeinsam nach den reifen
schwarzen Kohlen zu greifen.

[Chorus]
Bei Kununu werben Sie ja schon
Ja und das im richtigen Ton,
im Tonfall sehr familienfreundlich,
zu Mitarbeitern gut und redlich.

Aber Thomas was ist denn passiert?
Wie wurdest du diesmal angeschmiert?
Mein iPhone bleibt nun im Flugmodus
obwohl ich nicht fliege, nicht wie Krösus

[Verse 3]
der ständig zwischen Sardes und Stuttgart fliegt
mir bescheiden, klein genügt
die Fahrt auf Erde, Schlamm und Dreck.
Die U-zwölf – direkt nach Remseck.

Deshalb ist mir das Surfen verwehrt
Mein ganzes Leben sinnentleert
Ich lese darum die Odyssee
die große Fahrt von Luv nach Lee

[Bridge]
zum Kiffen mit den Lotophagen
dann Kyklopen blenden, plagen.
Und schließlich Kirke – wunderschön
Kirke küssen, aufs Ganze gehn.

Ich beginne richtig zu schwitzen
so heiß wird mir in den blauen Sitzen
Dann das Ende: Neckargröningen
Ich darf es nicht beschönigen

[Chorus]
Die Sperre ist wieder begreifbar
jede Grenze, Klippe klar
alles rau, unbequem
quetscht und drückt extrem.

Doch auch Odysseus hat viel erduldet
geriet in Stürme – nicht unverschuldet!
Ein Beispiel sei dir, Thomas, seine Schläue
und – ja auch – seine Treue!

[Outro]
Die Kirke also schon vergessen?
Das wäre einfach zu vermessen
Der Odysseus, der war stark und schön,
du darfst dich nicht im Spiegel sehn.

Das Internet muss sterben


Inspiration: Vom Rechner im Büro komme ich nicht mehr auf externe Seiten,
man schrieb mir:

Hallo Thomas,

zur Erfüllung Deiner Aufgaben ist kein Zugriff auf das Internet erforderlich.
Aus diesem Grund bist Du derzeit auch nicht für den Zugriff auf das Internet freigeschaltet.

 

Das Internet muss sterben
Oje, oje, oje
Sie schlagen es in Scherben
Owe, owe, owe

Sie werfen mit den Steinen
Kach, kach, krach
Nun sollte ich wohl weinen
Toi, toi, toi!

Doch kann ich nicht nur lesen
auch schreiben, schreiben, schreiben
Ein komplexes Wesen
schreibt und schreibt und schreibt

Ich schreibe in mein Hirn
Rein, rein, rein
Gleich hinter meine Stirn
Auf Knochen, Knochen, Knochen

Wo es auch Heine versteckte
Vergrub, vergrub, vergrub
Die Douaniers neckte
Keiner was entdeckte

Ich will Lieder schreiben
Das Internet es lebt
Das Internet wird bleiben
Es hüpft, es singt, es schwebt
Es hüpft, es singt, es schwebt!
(Oans, zwoa, g’suffa!)

Geh wieder auf Tour

[Verse 1]
Um Fünfe morgens: der Teufel fuhr
schrillend aus der Hölle
„Du gehst wieder auf Tour“
schrie er aus der Stille

[Verse 2]
„Zwei Wochen hast Du versäumt
Zwei Wochen warst Du krank
Zwei Wochen wieder verträumt
Sag Gott nun vielen Dank!“

[Verse 3]
„Ich hab mit einem Norovirus
die langen Tage breit geschlagen
saß auf dem Klo, wie oft ich muss!
und hab gekotzt!“

[Chorus]
„Kein Klagen will ich von Dir hören
Du bist doch wieder gesund
Niemand soll deine Arbeit stören
Nun läuft doch alles wieder rund!“

[Verse 4]
„Die Datenlieferungen schreien
Besprechungsräume heulen
Geräte werden dir nichts verzeihen
Du solltest schnell zu ihnen eilen

sie schreien schon lange Inventur!
Die Inventur solltest du machen!“
„Ich rieche überall die Spur
die Teufel höhnen und lachen“

[Chorus]
„Also los zum neuen Anfang!
Nach der Krankheit aus dem Bett
Sei nicht ängstlich – da entlang
Zur Arbeit weiter – werd nicht fett!“

Wochenende

Ich liebe es das Wochenende,
und hätt es gern viel länger
Am Besten wär es ohne Ende.
Das wär ein echter Renner.

Doch Himmel – wird es mir gekürzt,
muss ich traurig ins Leere schauen!
Schon der Gedanke, wie er schmerzt,
macht mich verrückt, ein Grauen.

Da müssen wir uns wehren
Sonst werden wir zu Sklaven.
Als ob wirs nicht schon wären!
Uns drohen ständig Strafen!

Wo würde ich gern Sklave sein?
Doch höchstens bei den Frauen.
Ein Mann niemals!! Da Schrei ich nein!
Der darf mich nie verhauen!!

Ich liebe es das Wochenende,
und hätt es gern viel länger
Am Besten wär es ohne Ende
Das wär ein echter Renner.

So wie die Enten schnattern
wie Hühner galant im Cafe gackern
Genießen, feiern unserem Land
von ganzem Herzen zugewandt.

Nicht nur hart sein Geld verdienen,
auch mal schöne Kleider tragen
mit lachenden offenen Mienen
auch mal ja zum Unfug sagen.

Ja diese lieben Wochenenden,
ich hätt sie gerne länger
Ja Feste sollen sie sein, nie enden,
und wilde Tänze, Dauerbrenner .

Ich liebe es das Wochenende,
und hätt es gern viel länger
Am Besten wär es ohne Ende
Das wär ein echter Renner.

I‘ am new to mattermost

[Intro – Medieval Instruments, Lute and Flute]

[Verse 1 – Minstrel Style, Storytelling]
Nun kann ich nicht mehr sagen:
Da komme ich nicht rein.
Nein! – Nun ballern alle Fragen
mir ungehindert zum Fenster rein.

[Verse 2 – Lament]
Die Rollläden auch noch hoch und offen!
Und ich so faul, fast nackt im Bett!
Das macht mich echt betroffen –
und dabei war früher alles nett.

[Chorus – Tavern Song Energy]
Aber klar, ich gebe mich geschlagen!
Wir sind ja hier in einem Betrieb,
da haben die Chefs auch was zu sagen,
und die haben uns alle lieb!

[Outro – Resigned Bard, Ironic]
Die wollen für mich auch nur das Beste,
ja für uns alle, gemeinsam hier
– was das dann heißt – wenn ich das wüsste!
Ich raues, graues, grummeldes Tier.

[End – Lute Fade, Weary Sigh]

996 – nein, nein, das ist einfach nix!

Oh nein!, nein!, nein!
nein!, nein!, six,
das ist einfach nix!

Archimedes hat im Bad
seine besten Ideen gehabt
Dieses Beispiel ist nicht so sad
Neun Stunden ins Bad also! Gewagt?
Nein wir sollten viel mehr Denken!
Schwitzen nur noch in der Sauna
Die Arbeit im Büro verschenken,
wir waren sehr viel früher da!

Geld gibt’s erst seit fünftausend Jahren
ein Augenblick in unserer Geschichte!
als Schwaben erstmals sparen,
sang man längst Lieder, Gedichte
schrie in den Himmel hinauf!

Nein!, nein!, nein!
nein!, nein! – six
das ist einfach nix
Nein!, nein!, nein!
tief ins Leben rein!

Nass, Nass!, Nass!
Nass! Gönn dir den Spaß!
fein!, fein!, fein!
fein!, noch feiner! – Sex!

mai good oifach ed!
So derfed au dia Schwoba,
feira und god loba!

Zwei Wochen

Lass dir den Urlaub nicht nehmen,
austauschbar sind wir, nicht wichtig.
Genieß die Tage, die Nächte, die Schönen,
Leben muss man gut und richtig.

Die Firma wird schon rechnen, wissen,
dass wir ihr immer reichen, genügen,
dass wir die Sonne schmerzlich vermissen,
gern oft weit weg ins Freie fliegen.

Zwei Wochen, die sind ganz schnell um,
das Rad, es wird sich weiter drehen.
Milliarden Jahre gingen schon herum,
bis wir nur kurz im Blitzlicht stehen.

Genieß den Urlaub, lass ihn nicht verderben,
nimm ihn munter, sorglos, froh,
denn alles zerfällt einmal in Scherben,
zwei Wochen – verdunsten – ins Nirgendwo!

Zwei Wochen, die sind ganz schnell um,
das Rad, es wird sich weiter drehen.
Milliarden Jahre gingen schon herum,
bis wir nur kurz im Blitzlicht stehen.

Aufgabe 15 in Wie schreibe ich ein Gedicht?

Zur Hölle! Wir sind immer erreichbar,
nach oben aber, kommen wir nicht.
Wir arbeiten lautlos, ohne Licht,
wir Schatten bleiben unsichtbar.

Wie wir umsonst, die Räder drehen,
wie wir umsonst, zur Arbeit laufen,
umsonst, all diese Dinge kaufen,
die wir hier unten, doch nicht sehen.

In unserer Hölle wird gedroht:
Der Arbeitsmarkt braucht uns nicht mehr
und unsere Konten werden leer,
der Zufall nur, streut Geld und Brot.

Die Angst kann keine Hoffnung stillen.
Der Druck, setzt unsere Seelen in Brand,
er presst uns alle an die Wand,
raubt uns den Atem, bricht den Willen.

Lässt uns erschöpft und leer zurück.
Zur Hölle, da müssen wir raus!

Rennt! Jagt! Durch die Flammen hinaus!
Dort! – Ein Schimmern – Strahlen – das Glück?
Rennt! Jagt! Durch die Flammen hinaus!
Dort! – Ein Schimmern – Strahlen – das Glück?

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