Lyrik und Sound

Kategorie: Krieg (Seite 1 von 2)

Dubai Frühjahr 2026

[Verse 1]
Ich wollte doch zum Himmel fliegen,
nun drücken mich die Nachrichten nieder.
Ich höre nur Krieg und keiner wird siegen
und Drohnen, Bomben – immer wieder.

[Chorus]
Verzweiflung, Leere und kein Himmel,
das Blau verging, es strich sich schwarz.
Kein Regenbogen, kein Gewimmel,
kein Gold, kein Leben und kein Schatz.

[Verse 2]
Ich wollte meiner Leere entkommen,
nun klage ich die Irren an,
sie haben mir die Träume genommen,
auf die kein Mensch verzichten kann.

[Verse 3]
Sie bliesen mir den Himmel weg,
sie alle, alle, wie ich brenne,
zerbrachen mir mein Glück,
in das ich gedankenlos renne.

[Chorus]
Verzweiflung, Leere und kein Himmel,
das Blau verging, es strich sich schwarz.
Kein Regenbogen, kein Gewimmel,
kein Gold, kein Leben und kein Schatz.

[Verse 4]
Nun ist der Himmel sehr weit weg,
verdorrt, gestorben die Fantasie.
Ich verkrieche mich ins letzte Eck –
was mir noch bleibt, ist Onanie!

[Verse 5]
Doch auch diese Freude sie verstört,
ich bleibe an die Bilder gekettet.
Auch wenn man Leidenschaft beschwört,
erkennt man doch, dass sie nicht rettet.

[Chorus]
Verzweiflung, Leere und kein Himmel,
das Blau verging, es strich sich schwarz.
Kein Regenbogen, kein Gewimmel,
kein Gold, kein Leben und kein Schatz.

[Verse 6]
Die Himmelstürmer, die hohen Pfähle,
sie haben Gott den Herrn gepickt,
die weiten, schönen goldnen Säle,
die weichen Betten, wo man quiekt.

[Verse 7]
Der Luxus musste dem Terror weichen,
doch mir ist Luxus einfach lieber!
Ich will nicht mehr erreichen –
ich will nicht in die Hölle hinüber!

[Chorus]
Verzweiflung, Leere und kein Himmel,
das Blau verging, es strich sich schwarz.
Kein Regenbogen, kein Gewimmel,
kein Gold, kein Leben und kein Schatz.

[Verse 8]
Ich will den Luxus, will den Himmel,
ich will Freude, Schönes erleben,
ich liebe Lachen, das Gewimmel
der Menschen, die an Marken kleben.

[Verse 9]
Und dieser Krieg – war nicht geplant,
steht selber jetzt im Bombenhagel,
durch den man keine Lücke bahnt,
wo man nichts trifft, keinen Nagel.

[Chorus]
Verzweiflung, Leere und kein Himmel,
das Blau verging, es strich sich schwarz.
Kein Regenbogen, kein Gewimmel,
kein Gold, kein Leben und kein Schatz.

[Verse 10]
Nur Nachrichten, nur lauter schlechte
Karten, die sich höher häufen,
verfinstern mir die geilen Nächte,
wenn Hass und Bosheit nach uns greifen.

[Verse 11]
Keine Rettung, kein Flug, kein Boot,
auch die Superreichen fliehen
schleunigst, alle sehen Rot –
doch welchen Faden kann ich ziehen?

[Chorus]
Verzweiflung, Leere und kein Himmel,
das Blau verging, es strich sich schwarz.
Statt Regenbogen schwarzer Schimmel,
kein Gold, kein Leben und kein Schatz.

[Verse 12]
Ich bin ins Verhängnis geschlittert,
ich wurde da hineingestoßen,
unser Urlaub verfällt, ich bin verbittert,
schmolle hier im Hoffnungslosen.

[Verse 13]
Und die Bewohner Dubais leiden,
müssen durch die Wüste fliehen,
niemand ist dort zu beneiden,
Raketen fallen, Dünen glühen.

[Verse 14]
Die Hoffnung sie weint hoffnungslos.
Nichts hält sie dort mehr fest
Der Krieg, der Teufel riss sich los
krallt sich an Dubais Türmen fest.

Klage eines alten Hundes

Ach die Geschichte ist ein Sumpf
voller schwarz geronnenem Blut
Gewalt ist ihr As, die Bosheit Trumpf
viele verreckten, sie ist niemandem gut!

Doch was geschehen ist geschah,
oder ob es perfide gefälscht war?
Geschichte geht unter die Haut, so nah
und wir wählen Helden, klar

Wir stehen immer auf einer Seite,
und ich will ja gar nicht zynisch sein!
Sie ufert auch aus, strömt in die Breite
Alles zu viel! Gewiss Ja! Und richtig ein Nein!

Mit wenigen, Blitzen müssen wir uns begnügen,
auch wenn uns doch alles interessiert,
Ich bin begrenzt, ich muss mich fügen,
bevor man sich in jeder Richtung verliert

unsere Kraft versagt uns einmal die Kraft,
kann das Leid nicht mehr ertragen,
mit der der Mensch seine Welt umschafft
umdreht unseren Magen.

Schön, viel schöner ist die Liebe!
Ach Thomas – denk an die Eifersucht!
Der Honig den ich gern anfliege,
Selbst Liebe trägt oft böse Frucht!!

Alles ist grausam ein Kampf!
Man reibt sich selbst beim Lieben wund
jede Hoffnung, Zuversicht verdampft!
wie kynisch bin ich alter Hund!

Kommt tanz Thomas hab Mitgefühl!
Tanz mit ins Leben, reim es auf Wonne,
Jedes Leben ist doch nur ein Spiel,
es glitzert, verdampft schnell in der Sonne.

Es hat kein tiefes großes Ziel,
ganz weit über sich hinaus.
es lebt und denkt und hat Gefühl
es stirbt und es ist – aus!

Wieder wälzt sich dann die Geschichte,
über ein kostbares Leben hinweg,
und keine Lieder, keine Gedichte,
bläst diese Verzweiflung jemals weg.

Das wir zu klein sind, zu viel wissen,
führt uns in tiefe Verzweiflung hinein,
Wir werden bald die Erde küssen,
werden dann nur noch Geschichte sein!

Apokalypse

Apokalypse, Sterne fallen
wie Raketen aus dem All.
Einschläge von Bomben,
Schüsse knallen.

Apokalypse
Apokalypse

Apokalypse, kein Regen,
weite, wogende Felder verdorrt,
werden überschwemmt,
wenn Stürme darüberfegen.

Apokalypse
Apokalypse

Apokalypse, Angst und Schrecken
im verminten Kampfgebiet,
grimmiger Tod brüllt,
falls uns die Zünder entdecken.

Apokalypse
Apokalypse
Apokalypse

Frieden aber wann?

Ich will gerne tanzen,
froh sein will ich und lachen
und komme an meine Grenzen,
die mich unglaublich traurig machen.

Ich möchte ja so fröhlich sein,
doch alle kaufen noch mehr Waffen.
Nach zig Jahrtausenden – nein! –
wir konnten es nicht schaffen,

Frieden zum Normalfall zu machen,
an den man nur noch am Rande denkt,
über triste vergangene Zeiten zu lachen/
Alles ist gut, der Krieg ist gehängt!

Wie würde ich mich freuen,
wäre so glücklich und froh,
würde Blumenblüten streuen –
fein wären wir, nicht mehr so roh.

Doch wird das je einmal passieren?
Reicht uns dazu der Verstand?
Wie viele müssen noch ihr Leben verlieren?
Wann das je endet, bleibt unbekannt.

Soldatenlied

Wir sind gar keine Helden
Wir sterben gar nicht gern
Wir haben bloß nichts zu melden
Wie wollen leben – wie unsre Herrn

Herren die sich für zu wichtig halten
um in einem Krieg zu sterben
Kerle die lieber Macht entfalten
die statt zu verrecken lieber erben

Ja das sind die Wichtigen
die kennen die Masche: Wichtig tun!
Die für den Tod zu Beschäftigten
die gern in ihren Villen ruhn

Realer Albtraum

Uns umgeben lauter Brände
Uns umzingeln Feuerwände
Im Norden brennen weite Wälder,
im Süden versengen prächtige Felder
und Städte werden überschwemmt.
Die Natur ist wild und ganz enthemmt.

Raketen durchwühlen verkeilte Heere,
duchschlagen Wände, fügen schwere.
Wunden zu, zerreißen den Bauch,
Glas zersplittert, Staub und Rauch,
verklebt die rosigen Bläschen der Lunge,
verfärbt sie weiß, die verfallende Wange.

Und all das real, nicht nur geschrieben,
nicht nur geträumt in Fieberschüben,
nur dünnen Nervenfasern entsprungen.
Ganz real werden wir verschlungen,
der heilen Welt, dem Spiel der bunten
Fahnen zum Trotz, fällt unser schwarzes Blut nach unten.

Der Krieg ist jetzt und doch schon lange,
sticht uns der Krieg, die Schlange!
Alles real und doch – nur eine Binsenweisheit!
Zu oft gehört, die Verzweiflung, das Leid,
ist gewöhnlich geworden und ganz real
ignorieren wir die furchtbare Qual,

solange es andere sind, die brennen,
die schreien, ins Verderben rennen.
Doch auch wir, wir werden dem nicht entgehen,
und können das eigene Ende schon sehen.
Denn die Feuer fressen sich näher heran
und keiner ist da, der sie aufhalten kann.
Und zuletzt steckt einer, mit fester Hand,
atomar die ganze Welt in Brand.

Was dann noch bleibt, beschreibt kein Albtraum,
diesen endlos leeren, leblosen Raum

Nur im Suff

Nur im Suff kann man die Welt verstehen,
im Rausch der großen Illusionen.
torkelnd auf der richtigen Seite stehen,
besoffen kann sich Wahnsinn lohnen.

Natürlich ist das alles nichts Neues,
die Welt brennt immer mal dort mal da,
ploppt auf, wie Blasen eines Breies,
und feuert grade – nah, nah, nah.

Doch nur im Suff ist das klar!
Nur im Suff ist es so klar!
Klar wie Zwetschgenschnaps,
klar – ich weiß – ich habs!

Vergessen! – und ignoriert.
Man überlebt nicht, wenn man alles sieht.
Sieht – wie der Gerechte verliert,
wie die Bombe im Garten glüht.

Nur im Suff kann man vergessen.
Nur im Suff wird die Welt wieder heil.
Kann man krumme Wege gerade messen,
liegt Gerechtigkeit im kleineren Teil.

Auch ich habe Illusionen,
die mir die schlimmsten Leiden verdecken,
erlauben im Sicheren, Hellen zu wohnen,
obwohl viele um mich herum verrecken.

Bei mir ist es die feurige Liebe,
das Verlangen, die Zunge die leckt.
Die alten, beständigen, kräftigen Triebe,
wo ein Kerl sich hoch Richtung Sonne reckt.

Manchmal trinke ich davon,
genieße den heißen, wilden Zauber,
jauchze und singe in diesem Ton
und werde für die Wirklichkeit tauber.

Ich brauche den kurzen Glanz das Entzücken,
sonst könnte ich unsere Welt nicht verstehen,
könnte nicht mehr in den Abgrund blicken,
den wir nun alle vor uns sehen.

Doch wär es auch Glanz, ganz ohne Leiden.
Das Glück, die Liebe brauchen keinen Gegner
Sie würden uns immer schöner kleiden
Doch sind sie eben auch ganz große Segner,

Heilkräuter, Kräfte gegen das Leiden.

Wohin???

Wohin soll ich rennen
wenn alle Wege brennen
Alle Gleise brechen
Schiffe nicht mehr stechen

In die weite Welt ins Meer
Übrig bleibt nur ein leer
getrunkenes Fass voller Bier
Mehr gibt es nicht mehr hier.

Die Zukunft ist verreist
Die Gegenwart vereist
Und stürzt herab ein Blitz
ändert das doch nichts

Der kleine Mann der ist verbrannt
Die kleine Frau davon gerannt
Niemand pflegt mehr mit den Rechen
Aus denen längst die Zähne brechen.

Der Mai wurde der Sonne geopfert
Die Hitze frisst die Frühlingsluft
Grün wird – was man rot verkupfert
Singt ein kurzer Regen, sein Duft

Vertrocknet dennoch alles verschwindet
verdampfter Regen er verschwindet
Und das blau des Himmels tauscht
Ins Graue, regnerisch rauscht

das Grau später Flüssen entlang ins Meer
Alle Wege stehen quer
Alle Wege brennen
Keiner kann mehr rennen.

Elende Tage

In diesen elenden Tagen,
in denen uns die Nacht umgibt,
in denen uns Dämonen jagen,
alles auseinanderfliegt!

In diesen grausamen Zeiten!
Wo keine Hoffnung mehr verführt,
wo alle sich zerstreiten,
nichts zu einer Lösung führt!

In diesen furchtbaren Zeiten,
lebt auf und lebt verkehrt!
Verachtet Widrigkeiten!
Den Frust – hinausgekehrt!

Die Erde geht doch längst nicht unter,
wenn wir am Boden liegen,
der Boden liegt noch tiefer drunter,
lasst uns starten, fliegen!

Wir wollen das Leben erobern,
die Welt, wir wollen sie küssen,
zusammen Liebe fischen!

Diesen ganzen Frust vergessen,
dieses Leben einfach feiern,
heißes Feuer aus uns pressen,
hinaus in wilde Tropen steuern!

Segeln in die Weite,
segeln in den Sonnenschein,
mitten durch Hagel durchs Heute,
mitten in Freiheit hinein.

Die Erde geht doch längst nicht unter,
wenn wir am Boden liegen,
der Boden liegt noch tiefer drunter,
lasst uns starten, fliegen!

Wir wollen das Leben erobern,
die Welt, wir wollen sie küssen,
zusammen Liebe fischen!

Chaos Welt

Ich hab der Welt hier nichts zu sagen
Ich schlag mich nur mit ihr herum
Es lohnt hier nicht sehr viel zu wagen
Auch grade Wege biegt sie krumm.

Viele vermuten dahinter Gott
Damit sie nicht bricht hält der sie zusammen
Der schmiert sie dauernd hält sie flott
Und der Teufel kämpft gegen die Flammen

Nein ich seh das Göttliche nicht
Hier geht viel schief und wenig gut
Viel Dunkelheit spärliches Licht
Und wenn es flutet ist es gleich Glut

Nein hier ist nichts tief geplant
Sehr selten geht es ordentlich zu
Es ist zu kalt zu heiß, miteinander verzahnt
schwingt hier nichts, alles stürzt ohne Ruh

Die Welt sie läuft hier wild und leer
Verliert sich in der Zeit der Leere
Moleküle schießen hin und her
Rennen sich ständig selbst in die Quere

Und auch wir und unsere Wünsche
kollidieren und zerspringen
Wir spielen mit Masken nutzen Tünche
Während wir nachdenklich Lieder singen

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