Glaubt man mir noch, Gedichte zu schreiben,
ohne Garantie – das ist von mir!
Hab ich die Chance, kreativ zu bleiben,
wenn ich gegen Prompts verlier‘?

Die in die Maschine gehämmert werden
und sofort eine Welt erschaffen,
die sich wie Mozart, wie Bach gebärden
und uns überholen, uns alte Affen?

Die Kunst ist nicht die Bastion,
der Affen, die man nie erobert,
KI setzt alles, Rhythmus und Ton,
KI wird von Affen bewundert.

Doch wo haben da die Affen noch Platz?
Sie sind ja gar nicht einzigartig!
Die KI produziert in einem Satz
Variationen, flink und artig.

Sie braucht keine besondere Atmosphäre,
sie braucht auch keinen Alkohol,
um den Kopf zu füllen, keine Leere
stoppt sie, mir ist gar nicht wohl!

Ich kann gegen sie kaum noch gewinnen,
selbst Sexgedichte bläst sie mir
endlos um die Ohren, kann so spinnen,
fast genauso reimen, wie ich hier.

Wie ich hier, armer Dichter und Denker,
der vom Denken nichts mehr hat,
nur kurze Kurven, kleine Schlenker,
meine Fantasie – sie fuhr sich platt!

Ich kann die Wörter aus mir reißen,
in jede Richtung werfen, wohin ich will
und muss mir auf die Zunge beißen,
denn um den Output wird es still.

Man kann schier endlos produzieren,
doch jede Chance strebt nach Null,
die Affen werden den Anschluss verlieren,
so wie längst schon: der Nacktmull.