Es ist schon lange, lange her das erzählt uns jede Mär dann wird ein großes Schauspiel gegeben die Götter stehen mitten im Leben.
Die Götter haben Gewicht und Glanz das glaubt man gerne voll und ganz das glaubt man gern, so tief aus der Ferne leuchten alte Texte wie neue Sterne
Damals war es längst nicht so schwer, da traf man Gott auch mal zuhaus, nur heute, da bleibt alles leer zieht Gott selbst nie zum Kampf hinaus.
Ein Mensch der meint, der Text gibts her, denkt nicht mehr weiter, denk nie mehr, er schlägt nur dicke Bücher auf, zeigt streng auf alte Worte drauf,
und weiß und sagt: Es steht geschrieben! Und allle habens abgeschrieben, und auch er ergreift die Feder, und schreibt dasselbe auf neues Leder,
und schreibt gern heilig, heilig, Religionen haben es nicht eilig, lange, lange haben sie gedacht die ganze Welt hat Gott gemacht
und das war gar kein schlechter Gedanke, bevor ich falle, bevor ich schwanke halte ich mich an etwas fest, baue ein Luftschloss – hohes Nest
und könnte oben sicher sein, gäb es nur einen, einen allein von dem wir sicher gehalten werden, der behütet seine Herden
Doch verschidene Glaubenssätze, trennen sich durch Kriege und Hetze denn irgendwer muss richtig liegen, über den direkten Draht verfügen!
Doch Religionen streiten schon immer doch manchmal denkt man es wird schlimmer gerade jetzt zur Weihnachtszeit, machen sich diffuse Ängste breit!
Liebe Leute lasst doch all den Schmarren, lasst uns die Götter, alle verscharren! Den richtigen Gott, findet ihr nie der steckt versteckt in der Poesie
im leichten Leben hält er sich versteckt, das ihn kein strenger Richter erschreckt, Er meidet beflissen die Orthodoxie, Rechtgläubigkeit anerkannte er nie
er schuf nämlich die Erde rund und das sich alles reimt auf bunt das t und d sind zwar verschieden, der Bruch jedoch wird vermieden
Die Reimworte verklebt man ganz sanft mit etwas Toleranz, doch nicht gegen die Orthodoxie nein oh Gott im Leben nie,
nur die die sich Toleranz zuspielen, dürfen sich hier zu Hause fühlen. Am besten lässt man den Firlefanz, den ganz großen Glaubensschwanz
und schlemmt und feiert Weihnacht, ohne Religion und lacht und liest die Götter wie Poesie, denn Poesie der glaubt man nie
die flirtet und sie tanzt durchs Leben, kann niemand einen Arschtritt geben. sie schlemmt und isst gern Pommes und sagt, das ist nichts schlimmes!
Tübingens erster schöner Tag Die laue Luft ist angenehm Manche schon im Grase lag Und hat den Himmel angesehen
Tübingen und dieses erste Gedicht das ich zärtlich schrieb Für dich, es ist sicher das Kleinste Indem ich auch nicht übertrieb
Und sicher das Liebste, welch ein Gefühl Wie tief wühlt es in mich hinein Es wurde auch kein kurzes Spiel Ohne Dich das kann nicht sein
Ein Gefühl das mich noch heute Aus weiter Ferne gleich zu dir führt Wenn ich wieder den alten botanischen Garten durchschreite Wie sehr hast du mich berührt
Das sind nun mehr als vierzig Jahre Ein kurzer Zeitraum für die Welt Tübingen du große, wunderbare Zauberhafte, die mir gefällt
Ich tauche in dich und du verführst Und ich gehe dir immer auf den Leim Und wenn du mich zur Wiese führst Atme ich auf und schreie: Daheim
Und auf der Wiese liegen Frauen Wie damals ist es Frühling wieder Der Winter jetzt ist kalt ein Grauen Nur der Frühling schenkt mir Lieder
Die er durch den Winter durchschiebt Wenn er mich winters mal besucht Mir immer kleine Geschenke gibt Für mich extra herausgesucht
Lass dir den Urlaub nicht nehmen, austauschbar sind wir, nicht wichtig. Genieß die Tage, die Nächte, die Schönen, Leben muss man gut und richtig.
Die Firma wird schon rechnen, wissen, dass wir ihr immer reichen, genügen, dass wir die Sonne schmerzlich vermissen, gern oft weit weg ins Freie fliegen.
Zwei Wochen, die sind ganz schnell um, das Rad, es wird sich weiter drehen. Milliarden Jahre gingen schon herum, bis wir nur kurz im Blitzlicht stehen.
Genieß den Urlaub, lass ihn nicht verderben, nimm ihn munter, sorglos, froh, denn alles zerfällt einmal in Scherben, zwei Wochen – verdunsten – ins Nirgendwo!
Zwei Wochen, die sind ganz schnell um, das Rad, es wird sich weiter drehen. Milliarden Jahre gingen schon herum, bis wir nur kurz im Blitzlicht stehen.
Mehr Chaos brauch ich nicht zu machen, das tanzt von sich aus ganz alleine. Steckt man nicht drin, kann man lachen, mir aber ist so, dass ich weine.
Ich brauch auch gar nicht still zu sein, das Chaos trommelt eh schon laut. Es kreischt mir so in die Ohren rein, dass es selbst mich, den Teufel, graut.
Das Chaos ist mein Element, so sagte ich früher immer, doch nun, wo alles brennt, will mein Wahnsinn nimmer!
Ich Teufel sehn mich, schrei: Jetzt Ruhe! Doch hören kann mich keiner mehr. Ich verschwand in einer Truhe, dort ist es ruhig und leer.
Daraus schaue ich sehr oft nur zu, doch gerade das kann stressen. Man kann die Spannung in der Ruh mit Teratonnen Sprengstoff messen.
Und mir bleibt nur noch das Grübeln, das Nichtwissen, wo jetzt hin, was mir auch viele gleich verübeln, dass ich ein so ruhiger Teufel bin.
Da schlägt die Turmuhr vier, dank dir, altem Christentum! Ich dank dir, altem Gott, dafür, das lockert alle um mich herum.
Doch morgen ist es wieder so, das Kapital hat wirklich Macht. Man zerspringt im Stress und lächelt froh, und teuflische Ruhe gibt dann den Rest.