Lyrik und Sound

Kategorie: Frühling

Frühlingstanz mit ChatGPT

Von ChatGPT stammen die ungeraden Strophen und ich schrieb die Geraden.

Der Frühling schleicht auf leisen Sohlen,
hat Blüten in den Wind gestreut.
Die letzten Frostgedanken holen
sich ab, was längst dem Licht geweiht.

Mild ist schon die Mittagszeit
und die Forsythien erwachen.
Der Hase hüpft jetzt doppelt weit,
bringt Eier und ganz süße Sachen.

Die Bienen summen ihr fröhliches Lied,
es duftet nach versprochenem Glück.
Ein zarter Hauch, der leise zieht,
bringt uns den Frühling Stück für Stück.

Er bringt uns Liebe, dieser Hauch,
wie ein Sturm, er bläst, verführt
mich und dich, alle anderen auch,
was er für tobende Feuer schürt!

Die Knospen platzen, kaum gesehn,
der Himmel malt in Blau und Gold.
Und Herzen wollen weitergehn,
vergessen, was der Frost uns zollt.

Doch wer kann sich noch enger schnüren,
damit er jetzt nichts fühlen kann?
Leicht kann man jetzt alle verführen
Alte, Junge, Frau und Mann!

Denn Frühling bläst in jede Brust,
ein süßes, taumelndes Verlangen.
Er macht aus Zweifeln wieder Lust,
will kalte Seelen finden, fangen.

Niemand soll mehr Zeit verlieren,
schon spielt der Frühling überall.
Sie alle wissen nun und spüren:
nun tönt die Welt, nun schwingt das All!

Erstes Gedicht

Tübingens erster schöner Tag
Die laue Luft ist angenehm
Manche schon im Grase lag
Und hat den Himmel angesehen

Tübingen und dieses erste
Gedicht das ich zärtlich schrieb
Für dich, es ist sicher das Kleinste
Indem ich auch nicht übertrieb

Und sicher das Liebste, welch ein Gefühl
Wie tief wühlt es in mich hinein
Es wurde auch kein kurzes Spiel
Ohne Dich das kann nicht sein

Ein Gefühl das mich noch heute
Aus weiter Ferne gleich zu dir führt
Wenn ich wieder den alten botanischen Garten durchschreite
Wie sehr hast du mich berührt

Das sind nun mehr als vierzig Jahre
Ein kurzer Zeitraum für die Welt
Tübingen du große, wunderbare
Zauberhafte, die mir gefällt

Ich tauche in dich und du verführst
Und ich gehe dir immer auf den Leim
Und wenn du mich zur Wiese führst
Atme ich auf und schreie: Daheim

Und auf der Wiese liegen Frauen
Wie damals ist es Frühling wieder
Der Winter jetzt ist kalt ein Grauen
Nur der Frühling schenkt mir Lieder

Die er durch den Winter durchschiebt
Wenn er mich winters mal besucht
Mir immer kleine Geschenke gibt
Für mich extra herausgesucht

Hin zum Mai

Hin zum schönen Mai
strömen meine Gedanken.
Mai passt gut zu frei,
Gedanken – ohne Schranken.

Und ohne Schranken erblühn
die Blumen auf der großen Wiese,
so viel so frisches Grün,
so viele süße,
freche Küsse – zarte Umarmungen!

Frühlingsfest

Ein Gewusel in den Gassen
auf den Straßen – so viel los,
schoppen oder essen fassen
alles wirkt, ist bunt, ist groß.

Kinder ziehen Luftballons,
Männer sitzen beim Barbier
Frauen duften nach Flakons
Die Alten trinken immer Bier

Die Kinder trinken Cola
Holen rennend Schwung
Alter Franz und alte Lola
küssen sich zusammen jung

Sonne bläst in die Trompeten,
Taler fallen vom Geäst
Händler sammeln die Moneten,
alle jubeln heut – ein Fest!

Alles ist so schön so heiter
Alle grüßen geben Kuss,
Verse stricken Strophen weiter,
bis zum Ende, dann ist Schluss!

An den Frühling

Jag oh Frühling durch die Städte,
jag im Porsche durch die Welt,
Lieg bei mir im Jugendbette
und am Strand im Plastikzelt!

Frühling an den fremden Küsten,
am Hotelpool knallig heiß.
Saug Dich fest an Sommerbrüsten,
Schau Frühlingsschenkel zentnerweis.

Frühling will sein blaues Band,
entlang der Autobahnen tragen.
Bunte Bänder quer durchs Land
die im Winde flattern, schlagen.

Flattert es dann durch die Lüfte
Lacht der Frühling, springt auf Berge,
bekränzt auch dort noch ein paar Lifte,
Zufrieden sieht er seine Werke.

Die Technik bekommt ganz neuen Glanz,
der Frühling gibt ihr reichlich Sprit
und sie vergisst sich schließlich ganz,
reißt all die schönen Fabriken mit!

Reißt sie aus den Dörfern, Städten,
wie steinerne Tippiche wirbeln sie!
Blau sind nun die Maschinengärten,
Roboter tanzen! Sieht man sonst nie!

Frühling, Frühling mit welcher Wucht
hebelst Du die Ordnung aus!
Maschinen, Menschen, Tier und Frucht,
strömen zur Natur hinaus!

Sacre du printemps

Stravinsky – „Le Sacre Du Printemps“ https://www.youtube.com/watch?v=CrBt_D-iJjg&list=PLeJRCxHGs9sGTcBSJ9NjCuQJWv1BdR_fb&index=5 auch https://www.youtube.com/watch?v=aAQSQYdMeRQ

Das Eis der Flüsse knistert,
knackt, kracht und bricht entzwei,
die Schollen drängen nordwärts,
an langen Ufern vorbei.

Vögel fliegen von Süden ein,
es zwitschert wieder im Wald,
Sonne fällt in den Schnee hinein
und löst ihn auf ohne Halt!

Nur kurze Zeit noch! Geschmolzen
springt der Schnee in den Bach,
sieht man ihn sich über Steine wälzen,
sprudelt zusammen, wächst hundertfach.

Schnell, so schnell erblüht es,
keiner trauert und liegt brach.
Licht, die Sonne gießt es,
wirft es einem jedem nach.

Voller praller Sonne, wildem Spiel,
fehlt bald das Eis, die Blüte bricht,
alle überwältigt Gefühl,
alles will Licht, mehr Licht!

Leben explodiert, drängt und rast nach oben,
zetert, trillert, quakt und schnattert.
Licht, Strahl um Strahl! Hinausgeschoben
wird Blatt um Blatt. Ein Eichhorn ergattert

seine erste Nuss, herausgehoben
hat sich ein Keimling aus dem Samen,
öffnet breit sein Blatt zur Sonne,
sprosst hoch, sprengt seinen Rahmen.

Die Herzen hüpfen, tanzen, alles springt,
alles lacht, erschlägt seine Sorgen,
alles gelingt, es wächst, gedeiht und singt.
Jeder Tag ist voll, ein immer neuer Morgen.

Göttin Frühling, wie bist du so groß!
Du hast ja alles überflutet mit Werken!
Komm, binde uns die Winterfesseln los!
Halt deine Kraft nicht mehr verborgen!

Sei zugeneigt, uns gnädig,
gib uns ein leichtes, lichtes Los!
Sei mit uns morgens früh schon tätig,
zieh munter mit zum Säen los!

Erbarme dich und schenk für immer
so herrlichen Beginn am Tag.
Doch Ängste schick sie nimmer!
Send keine Krankheit, keinen Schlag!

Kein Verderben! – Diese Welt sei grün!
Wir müssen ihre Wallung bewahren,
fröhlich feiern, Furchen ziehen,
unsere Göttin soll sich offenbaren!

Sendet zu ihr eine mutige Seherin,
ein junges, unbeschwertes Mädchen,
hinauf zur großen Göttin hin,
als Weihgeschenk von Land und Städtchen.

Sendet sie, dass sie erfleht
weiter herrliche, schöne Tage,
dass es weiter – Prost! – so blüht,
weiter glänzt in herrlicher Lage!

Wie können wir die Götter erreichen?
Wer darf von uns zu ihnen ziehn?
Wann, auf welches Zeichen?
Welche von uns ist so kühn?

Seht! Keine will das Opfer sein!
Alle fliegen schnell aus dem Kreis.
Priester rennen, fangen ein,
alle rufen: „Um keinen Preis!“

Wie Vögel, die ins Weite ziehen,
stoben die Mädchen auseinander!
Eine davon, die hilft kein Fliehen,
umkreisen die Alten eng beieinander.

Versperren wie Adler ihren Weg
und jagen sie zurück zur Mitte.
Sie findet keinen Ausweg,
ihr hilft auch keine Bitte.

Tanzen muss die Junge, Schöne!
Reine Magd, durchjag den Abend,
durchjagt die finstere Nacht,
jagt auch am frühen Morgen.
Fall erst mittags in gleißender Pracht!

Damit die Götter, die große Göttin,
sich versöhnt mit ihrem Stamm, der Erde,
gibt sie sich tanzend hin,
nimmt auf sich schwere Bürde.

Tanzen muss sie, wirbeln,
wie Shiva durch das Chaos reiten,
schnell, ganz eng um die Achse zwirbeln,
ihre Arme ganz weit ausgebreitet.

Langsamer werden, höher springen,
rasend um den Tanzplatz sausen,
sich verbiegen, sich verschlingen,
Haare, Locken, Kleidung zerzausen.

Löst den Schopf, sie dreht,
wirbelt die Haare im Kreis herum.
Sturmwind, der durch sie weht,
schnellt gerade, klappt sich krumm.

Springt hoch, verschwendet
im Zusammenbruch ihr Leben.
In Trance, zitternd überwindet
sie den Abgrund, fliegt, bebt,

wankt, schwankt, fällt,
zitternd Schritt nach Schritt,
erschöpft zu Boden knallt –
dumpf. Ihr Körper kommt nicht mit!

Doch ihre Seele jagt nach oben, zittert,
sie fasst der Göttin Hand!
Donnern, Grollen, Erschüttern!
Sie steht im anderen Land!

Die Göttin küsst und grüßt sie,
umarmt sie, erfüllt sie mit Glück.
Nur ihren leeren Leib ließ sie,
Göttin nun selbst – zurück!

Sprung in den Frühling

Liebe, Liebe, lasst uns singen,
Liebe, Liebe – und kein Leid!
Lasst uns besser tanzend springen,
schmeckt euch alle, lächelt breit!

Im Bett, ach, wollen wir uns spüren,
mit zarten Küssen, wundervoll,
alles, alles, ach, berühren,
ei, das macht uns heiß und toll!

Lasst uns die Moral verklagen,
feiert den Frühling schon jetzt!
Lasst uns heute nichts versagen,
macht es langsam, nicht gehetzt!*

Lasst die Arbeit fröhlich liegen,
liegt zusammen, heiß und feist,
während andere ins Büro fliegen,
erhebt den Becher, wie er kreist!

Lasst uns aneinander betrinken,
übergossen mit Küssen überall!
Lasst alle Gewalt zusammensinken,
liebt euch, tanzt, lacht auf dem Ball!

Thomas, ja, und welch ein Feuer,
alles sprüht hier im Geviert!
Doch der Bildschirm – das Ungeheuer!
Dieser Bildschirm, er verwirrt!

Was kann man vor dem Bildschirm machen?
Nur einsam, einsame, einsamste Sachen!
Komm, schau, die Sonne im Fenster!
Komm, mach Sport und wein nicht finster!

Schreib nicht mehr, geh nun ans Tun,
statt nur zu tippen, lass das Ruhn!
Schau! die Sonne strahlt! Ihr Blick!
Blick jetzt nicht zum Rechner zurück!

Schalt einfach diesen Rechner aus!
Schau und öffne die Tür und hinaus!
Hinaus und weg an die frische Luft!
Mach Frühing! genieß ihn den Sonnenduft!

Tanz am See

Ich habe Urlaub und ich seh
kein YouTube, keine Nachrichten mehr
Ich tanz und mit mir hüpft der See
Mein Kahn er lacht, er freut sich sehr.

Wie ihn die Wellen schnittig tragen!
Am Ufer vorbei durch Licht und Schatten,
Wo Blättchen sich nun ins Freie wagen,
frühlingsgrün die jungen, glatten.

Im Urlaub bin ich und es fällt
die Hölle hinter mir ein
die Welt wird auf den Kopf gestellt
Ich schlüpf ins Leben rein.

Ich greif ins kühle Wasser, fein!
Aus der Ferne grüßt ein Schwan,
schaut in sein Spiegelbild hinein,
zieht galant eine weite Bahn.

Ich tanz‘, ich habe Urlaub
drehe jetzt mein Ding
Mein Ding an das ich glaub
sei es auch klein, gering.

Und auf anderen Booten lachen,
Kinder, Alte und die Welt,
Bezaubernde Blumen erwachen,
genießen, Sonnenregen fällt.

Alles blüht, auch ich im Urlaub
Ich zück‘ der Freiheit Freifahrschein
Zu Pflichten hin, stell ich mich taub.
Ich tanze nur und spüre Sein.

Frühlingskuss

Komm jetzt wieder Frühling,
gib mir wieder einen Kuss
zärtlich leg mich zu Dir hin,
schreibe, schreibe ohne Schluss!

Eins ans andre, höher, höher!
Jauchze, dichte von der Flur,
von Wald und Heide und vom Weiher,
von Sonnenstrahlen, Honig pur!

Doch Frühling ach, du brauchst mich nicht,
du hast ja selbst schon so viel Kraft,
die Sonne bist du, das pralle Licht,
das wirklich Leidenschaft erschafft.

Ich kommentiere nur, ein laues Lüftchen
an das man sich nur kurz erinnert,
ein kleiner Kahn, ein Schiffchen,
das auf dem Gartenteich schimmert.

Nie kann ich Dich erreichen,
versuche es aber immer wieder,
meine Fiedel gut zu streichen,
zärtlich, zarte, wilde Lieder

Alles Leben soll Dich besingen.
Blüten sollen springen
Lerchenchöre klingen,
jede Saite in uns schwingen!

So komm jetzt wilder Frühling,
durchström mich, starker Fluss,
zärtlich leg Dich zu mir hin,
schenk mir wieder einen Kuss.

Inspiration: Schönes Wetter und das Ende des April brachten mich auf diese Idee

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