Lyrik und Sound

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Gedichte und KI

Glaubt man mir noch, Gedichte zu schreiben,
ohne Garantie – das ist von mir!
Hab ich die Chance, kreativ zu bleiben,
wenn ich gegen Prompts verlier‘?

Die in die Maschine gehämmert werden
und sofort eine Welt erschaffen,
die sich wie Mozart, wie Bach gebärden
und uns überholen, uns alte Affen?

Die Kunst ist nicht die Bastion,
der Affen, die man nie erobert,
KI setzt alles, Rhythmus und Ton,
KI wird von Affen bewundert.

Doch wo haben da die Affen noch Platz?
Sie sind ja gar nicht einzigartig!
Die KI produziert in einem Satz
Variationen, flink und artig.

Sie braucht keine besondere Atmosphäre,
sie braucht auch keinen Alkohol,
um den Kopf zu füllen, keine Leere
stoppt sie, mir ist gar nicht wohl!

Ich kann gegen sie kaum noch gewinnen,
selbst Sexgedichte bläst sie mir
endlos um die Ohren, kann so spinnen,
fast genauso reimen, wie ich hier.

Wie ich hier, armer Dichter und Denker,
der vom Denken nichts mehr hat,
nur kurze Kurven, kleine Schlenker,
meine Fantasie – sie fuhr sich platt!

Ich kann die Wörter aus mir reißen,
in jede Richtung werfen, wohin ich will
und muss mir auf die Zunge beißen,
denn um den Output wird es still.

Man kann schier endlos produzieren,
doch jede Chance strebt nach Null,
die Affen werden den Anschluss verlieren,
so wie längst schon: der Nacktmull.

Ein Trinklied schreiben?

[Intro – slow, minor key, solo piano]

[Verse 1]
Ich möchte Philosoph sein
bärtig alt und sehr gescheit
Und falle ständig selber rein
Leute es tut mir sehr, sehr leid

[Verse 2]
Von mir könnt ihr nichts erwarten
Mein Niveau rutscht zu tief.
Musste so oft wieder starten
und alles davon – ging schief

[Verse 3]
Ich habe also kein Rezept
und weiß auch einfach weiter so
weiter bis dann alles verreckt
alles brennt und lichterloh

[Verse 4]
In Flammen aufgeht geht nicht
man kann die Welt nicht laufen lassen
wohin sie irrt, doch ohne Licht
werden wir den Ausweg verpassen

[Verse 5]
Die Welt quillt auf in Fragen
auf die niemand eine Antwort weiß
Stets schlimmer geht es meinem Magen
sobald ich denke denk ich im Kreis

[Verse 6]
Finde keinen Anfang dort
Bin leer und finde kein Ende
Jede Hoffnung ist längst fort
Es gibt fast sicher keine Wende

[Verse 7]
Und könnte ich die Ruder drehen
missachtete ich so viele Dinge
Würde verzweifeln, zu weit gehen
nur sehen das ich Chaos bringe

[Verse 8]
Doch weshalb dann noch klagen
Wenn ich es schlimmer machen würde
Doch auch das kann ich nicht sagen
Vielleicht überspringe ich ja die Hürde

[Verse 9]
Zufällig gelingt auch mir mal was
Und viele tausend Blumen blühen
ein jeder kriegt doch etwas Spaß
Und etwas Ruhe in all seinen Mühen

[Bridge – accordion enters, tempo begins to build]
Ein Trinklied will ich immer schreiben
Doch wird mir der Wein gleich zu sauer
Und muss im Fass dann stehen bleiben
und gärt noch schlimmer und rauer.

Ein Trinklied kann mir noch gelingen
Ein Trinklied das unsren Schmerz betäubt
nur eines Musen läßt mich singen
Ein wildes das die Zecher freut.

Das sie einander die Hände reichen
das sie in ihrem Suff nichts mehr tun
nur noch Schnarchen diese Leichen
der Menschheit dienen und ruhn.

[Outro – sudden tempo shift, upbeat drunken waltz, full band, shouted/jubilant vocals]
Doch lasst uns keine Zeit mehr verschwenden
Fangt nun zu trinken tanzen an
Krabbelt hoch an glatten Wänden
Bleibt trotz allem lustig im Wahn.

© kamellenregen.art

Mein Start auf Suno 2025 (Kanaren)

[Intro]
[Strummed nylon guitar, light shaker, soft batucada rhythm]

[Verse 1]
[Male vocals, rhythmic and warm]
Sommerurlaub auf den Kanaren
Ein Musiker blinkt im Posteingang
Will etwas mehr über mich erfahren
Wir schreiben ein paar Tage lang
Danach träume ich davon
Die Welt sie wäre verhext
Der Musiker setzt den Ton
Spielt die Musik zu meinem Text

[Pre-Chorus]
[Build up, adding pandeiro and agogô bells]
Doch dann muss ich überzeugen
Jedes Lied muss ich erkämpfen
Andere müssen Interesse zeigen
Können stützen oder dämpfen
Da stand die Frage mitten im Raum
Kann man Musik schon generieren
Aus meinen Gedichten nur ein Traum
Ich suchte kurz und kann probieren

[Chorus]
[Full Samba Batucada, driving bass, energetic percussion ensemble]
Kostenlos erstelle ich erste Lieder
Aus alten Texten sie glänzen erneut
Stark klingen sie und immer wieder
Begeistert Suno was mich freut
Wählte dann ein Abo
nicht mehr geizig sondern gierig
Und wusste spürte es so
Bleibt Musik nicht schwierig

[Verse 2]
[Samba swing, joyful energy]
Mein Text und noch ein Prompt dazu
Und Worte Verse tanzen vibrieren
Ein Knopfdruck und im Nu
Kann ich den Schwung schon spüren
Mein Text sprüht voller Leben
Er klingt und die Musik sie passt
Diese Musik sie lässt mich schweben
Als ob Suno die Bedeutung erfasst

[Chorus]
So schöne Lieder Edelsteine
Von allen dir und mir
Alle Lieder deine meine
Und wilde Wellen wir

[Bridge]
[Fast percussion break, energetic nylon guitar solo, carnival vibe]
Ich bekomme Kontakt
habe neue Leute entdeckt
Gemeinschaft belebt mich packt
Die Fühler weiter ausgestreckt
Wir fordern uns erfrischen
Uns an Musik aus aller Welt
Um neue Formen Stile zu mischen
Zu spielen trommeln was gefällt

[Outro]
[Vocal harmonies, high intensity, festive ending]
Wir mixen uns Lust ins Leben
Wir lachen tanzen treiben uns an
Und die Bässe Böden beben
Zu Musik die Grenzen sprengen kann

Mm-mm-mm

Gedichte

[Verse 1]
In alten Formen und versteckt
Schwimmen meine Gedichte im Meer
Nur selten werden sie entdeckt
Doch was solls, was will ich mehr

[Verse 2]
Selbst löse ich mich auch mal auf
Vergangenes kommt niemals wieder
Neues zieht schon wieder herauf
Vielleicht werden auch ein paar meiner Lieder

[Verse 3]
Als Fossilien, Abdrücke gerettet
Und sorgsam, vorsichtig restauriert
In winzig kleine Dateien gebettet
Was keinen Toten mehr interessiert

Erstes Gedicht

Tübingens erster schöner Tag
Die laue Luft ist angenehm
Manche schon im Grase lag
Und hat den Himmel angesehen

Tübingen und dieses erste
Gedicht das ich zärtlich schrieb
Für dich, es ist sicher das Kleinste
Indem ich auch nicht übertrieb

Und sicher das Liebste, welch ein Gefühl
Wie tief wühlt es in mich hinein
Es wurde auch kein kurzes Spiel
Ohne Dich das kann nicht sein

Ein Gefühl das mich noch heute
Aus weiter Ferne gleich zu dir führt
Wenn ich wieder den alten botanischen Garten durchschreite
Wie sehr hast du mich berührt

Das sind nun mehr als vierzig Jahre
Ein kurzer Zeitraum für die Welt
Tübingen du große, wunderbare
Zauberhafte, die mir gefällt

Ich tauche in dich und du verführst
Und ich gehe dir immer auf den Leim
Und wenn du mich zur Wiese führst
Atme ich auf und schreie: Daheim

Und auf der Wiese liegen Frauen
Wie damals ist es Frühling wieder
Der Winter jetzt ist kalt ein Grauen
Nur der Frühling schenkt mir Lieder

Die er durch den Winter durchschiebt
Wenn er mich winters mal besucht
Mir immer kleine Geschenke gibt
Für mich extra herausgesucht

Einer Saite gleich

Wär ich doch einer Saite gleich
Die, obwohl sie der Bogen quält
Doch reiche Töne von sich gibt
Die fest der Bogen aus ihr schält

So soll mein Leben durch Gefahren
Durchgehen und ich tapfer klingen
Denn sterben, sterben tu ich eh
Noch lebend will ich singen

All das nicht ohne Widerstand
Denn jede Saite ist gespannt
Hält sich fest am sicheren Rand
Kommt so mittig zum Klingen

Wir nehmen auf, was uns die Umwelt gibt
Und geben dies dann durch uns wieder
Aus dem, was uns am besten liegt
Formen wir den schönsten Klang

Alle Dichter lügen

Alle Dichter lügen,
wenn sie Verse biegen,
Strophen formen
und die Normen
der Gesellschaft übertreten,
heimlich zu einem Gott noch beten,
und offen atheistisch sind

Ein Dichter sagt nichts, er ist blind
dafür das Worte Nachrichten sind,
ihn interessiert doch nur der Klang
sein Ziel ist nur ein Gesang
ja ganz einfach, er überliest,
welche Worte Du geschrieben siehst

Er weiß es doch oft selbst nicht mehr
wo kamen diese Verse her
und wenn er sich dann doch Gedanken macht,
ach mein Leser dann gib acht:

Dann verfängt er sich in Reimen,
die nur ihm bedeutend scheinen!

Rilkes Stundenbuch

Rilke ringt mit seinem Gott
Er hätte es schon wissen können
Den Alten kriegt man nicht mehr flott
Doch Rilke wollte brennen, brennen!

Rilke was hast du nur getan!
Selbst mir schlägt das Stundenbuch ans Herz
doch ist es nutzlos, nichts, nur nichts,
ein Wahn und sinnloser Schmerz.

Hättest Du doch Aphrodite besungen!
Die nützt zumindest im süßen Spiel
Aber Du hast alles durchsucht durchdrungen
doch das kalte All blieb kühl.

Es weiß noch immer nichts von dir
der Herr des Himmels bleibt verschwunden
und ich, ich altes elendes Tier
drehe zum Abschluss nur düstere Runden.

Rilke du schufst dir Gott nur wieder
aus Dir selbst, dem alten Ton
aus Tönen, deine schönen Lieder
sie tragen uns sanft, erhaben davon

und bringen uns doch nur selber nah.
Zu Gott – diesen Umweg braucht es nicht
denn dieser Gott er bleibt nicht da,
verschwindet, verdampft im Licht

der Wirklichkeit und all der Wut,
dem Stechen, Hauen aufeinander.
Diese Welt braucht keinen Gott sondern Mut,
den Mut zum Leben, zum Miteinander.

Mein Blick ging hinaus durch die Stäbe
ich verlor meinen Glauben an Gott seine Macht
tat nicht mehr als ob es Götter gäbe
sah hoch zu den Sternen, hinein in die Nacht.

Ganz einfach

In ganz einfachen Worten
möchte ich die Welt besingen
Klagen will ich wenig, horten
nichts und alles soll klingen.

Tief verborgen soll nichts sein
denn alles liegt ja offen da
Ich schreibe nicht für mich allein
wäre gerne dem Guten nah

Ja gierig bin ich, sogar sehr
Will tief tauchen, brennen, glühen.
Ich will gern und immer mehr
tanzen, blumengleich blühen

Frohe lachende Ständchen singen
die gar nicht viel sagen und wollen
alles soll am besten nur klingen
rosinenvoll duften, wie Weihnachtstollen.

Schon wieder ein Geständnis

Ich will immer alles gestehen
ich halte mich mit nichts zurück
mein Krug wird solang zum Brunnen gehen
bis er zerbricht, zerreißt mein Glück.

Ach Thomas, lass dein nutzloses Spiel
es bringt dir doch gar keinen Segen
denn deine Geständnisse haben kein Ziel,
sie werden hier niemanden erregen.

Denn dazu sind sie zu weit weg
zu heftig nein, das wird kein Hit
Du versinkst in Tränen und Dreck
immer tiefer, nimmst niemand mit.

Lass das also, sag nicht aller Welt
was dich im Innersten beschäftigt.
Verschließ es fest und bleib im Zelt,
und schluchze nicht zu heftig!

Oh nein – ich muss doch gebären!
Darf es so alt, auf den letzten Metern
will den ganzen Kelch ausleeren
vielleicht erfreut es doch einen der Götter

oder zumindest Aphrodite!
Die Schaumgeborene aus der Gischt
sie hört mich sicher gern, jede Wette
bis ich sterbe, jeder Traum erlischt.

Oh Thomas, Thomas meine Güte!
Meinst du wirklich, dass Aphrodite,
die Schaumgeborene, so lustbegabt
sich an solchen Tränen labt?

Sie liebt den Wind, die Wildheit pur,
will keinen tränenreichen Schwur,
liebt sie doch Ares‘ wilde Stürme,
viel mehr die Hitze, als laue Wärme!

Bring sie lieber zum lauten Lachen,
als solche trägen Sachen zu machen.
Wildheit können Tränen nicht zähmen,
sie würde sich wegen dir nur schämen!

Aphrodite brauchst du nichts zu gestehen,
Aphrodite will dein Feuer sehen,
liebt Flaggen die im Sturmwind wehen,
Schwänze die nach oben stehen!!

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