Lyrik und Sound

Kategorie: Karneval

Kölner Dom

Dunkel schwarz springen die Steine
Hoch hinauf in den Himmel
Staunend schaut ein Mensch, der kleine
Hinauf, heraus aus dem Gewimmel

Der Menschen auf dem Domplatz
Hinein in die blaue Pracht, das Licht
Das gute Wetter ist ein Schatz
Das die große alte Masse zerbricht

Und strahlend neu den Dom erbaut
Der entlang dem stählernen Eisenband
Der Gleise weit hinausschaut
Ins Tal, das weite flache Land

Über die Brücke und den Rhein
Wie mächtig auch der ist und groß
Ich fühl mich als Mensch ganz klein
Und so begrenzt, so hoffnungslos

Doch in der Weite des Flusses, des Himmels
Da kann man sich auch geborgen fühlen
Inmitten des immensen Getümmels
Sich fröhlich und gut glücklich fühlen

Achermittwoch

um Bild: Von Superbass – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=160767757

Nun nach Aschermittwoch
geht es in Köln wieder ruhiger zu
Wo es teuflisch nach Hölle roch
schnarchen die Narren, geben ruh.

Am Rhein ist es gerade so warm
windig auch doch schwerelos
tanzen die Wellen verspritzen Charme
und bald da fahren auch wir los,

zurück ins kühlere Stuttgart
dort ist das ganze Jahr sehr trist
kommt Narretei gar nie in Fahrt
wenn mans mit rheinischem Frohsinn misst.

Fird Wirdaberger isch scho narret,
wenn mer an d’Fasnet bloß denkd.
em Omzug d’Leid rom karred,
ond em Mädle a Zwengra schenkd!

Narren

Bild von: By Nicola – Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=161223766

Sprengt die Welt und lasst uns tanzen
selbst wenn es nichts zu feiern gibt
Wir sprengen dennoch alle Grenzen
und unser Pfeil er fliegt!

Fliegt und ausgelassen stürmen
Narren – jetzt weichen die trotzigen Mienen
und in alle Richtungen schwärmen
Küsse, die uns zärtlich verwöhnen.

Feiert, trommelt, tanzt zur Musik!
Wer keine hat, der ist noch krank
Spürt, befeuert, singt Euer Glück,
feiert es fröhlich und zieht blank.

Tut’s, auch wenn’s verboten ist,
weil es so heiß ist, uns versengt,
man sich im Feuer vergisst,
sich ganz gibt – verbrennt.

Karneval

Karneval, oh Karneval!
Feuer, ach, Ekstase!
Bunte Masken überall,
turbulente Straße!

Straße der Narren,
Mottowägen
aus den Karren,
Kamellenregen.

Viele wilde Kostüme,
heiße, nackte Schenkel
mitten auf der Bühne!
Küsse, Glück, Geplänkel.

Karneval, oh Karneval,
feiert durch die Nächte!
Öffnet jeden Saustall,
predigt Liebe – echte!

Inspiration: Ein Erinnerungsgedicht an den Karneval 2025 in Köln

© 2026 Kamellenregen

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