Wie schafft es raffiniertes Olivenöl, nur so schlau zu sein? Das native Olivenöl, dagegen macht keinen Hehl daraus, das Naive zu sein.
Es ist stolz auf sich, ein richtiger Naturbursche mit allem Dreck, der durch die kalten Filter kommt. Es ist das ungezähmte, Barsche, das starke Original!
Das saubere, glückliche, gelbe ist aber rein. Probiert es einfach mal, ob ihr den Unterschied erkennt, es nicht dasselbe ist…
Nur eines mit braunem, das andere mit weißem Zucker gefärbt.
Mehr Chaos brauch ich nicht zu machen, das tanzt von sich aus ganz alleine. Steckt man nicht drin, kann man lachen, mir aber ist so, dass ich weine.
Ich brauch auch gar nicht still zu sein, das Chaos trommelt eh schon laut. Es kreischt mir so in die Ohren rein, dass es selbst mich, den Teufel, graut.
Das Chaos ist mein Element, so sagte ich früher immer, doch nun, wo alles brennt, will mein Wahnsinn nimmer!
Ich Teufel sehn mich, schrei: Jetzt Ruhe! Doch hören kann mich keiner mehr. Ich verschwand in einer Truhe, dort ist es ruhig und leer.
Daraus schaue ich sehr oft nur zu, doch gerade das kann stressen. Man kann die Spannung in der Ruh mit Teratonnen Sprengstoff messen.
Und mir bleibt nur noch das Grübeln, das Nichtwissen, wo jetzt hin, was mir auch viele gleich verübeln, dass ich ein so ruhiger Teufel bin.
Da schlägt die Turmuhr vier, dank dir, altem Christentum! Ich dank dir, altem Gott, dafür, das lockert alle um mich herum.
Doch morgen ist es wieder so, das Kapital hat wirklich Macht. Man zerspringt im Stress und lächelt froh, und teuflische Ruhe gibt dann den Rest.
Nein – ich weiß es nicht, das Geheimnis dieser Welt kenne ich nicht. Ich weiß nicht einmal, ob es überhaupt eins gibt.
Vielleicht ist es ja ganz einfach und wird bis heute übersehen, da es im Krach des Denkens zu leise und selbstverständlich, gar nicht zu hören ist.
Unsere Erwartungen viel zu hoch sind, wir immer darüber hinweg schauen und es deshalb nicht finden.
Ich jedenfalls – ich – kenne dieses Geheimnis nicht, meine zwar, dass es ein solches Geheimnis gibt und die Welt sich irgendwie selbst am Schopf packen kann.
Die Welt in einer Endlosschleife mit sich selbst verwoben ist und aufgeklärt werden kann, weshalb es überhaupt etwas gibt.
Aber wissen tue ich es nicht und ich werde wieder aus der Welt verschwinden bevor ich nur einen Funken davon verstehe.
Die Gläubigen denken nicht logisch, immer steht Gott auf ihrer Seite, das findet Gott oft ziemlich komisch, will keine Hilfe und sucht das Weite.
Sie glauben nicht, dass Gott bestimmt, dass Gott ihre Ziele nicht teilt, dass Gott sich nicht wie sie benimmt, an seinen eigenen Plänen feilt.
Sie meinen, sie seien mit Gott verbunden und hätten zu ihm den direkten Draht. Doch Gott hat nichts an ihnen gefunden, was er sich von ihnen erbat.
Gott täuscht sie, muss sie enttäuschen, sie rechnen nur immer mit sich selbst. Er wird sie verdammen ignorieren ihr Kreischen. Gott will was er will, alleine nur selbst.
Glaubt man also, dann mit Vorsicht, denn Gott durchkreuzt man keine Pläne, selbst ist man eh ganz ohne Einsicht, zeigt besser also keine Zähne,
führt keine Kriege als seine Armee. Hält achtsam bedeckt seinen heiligen Namen Denn wer ging seine Wege denn je? Wer kann schon seine Pläne ahnen?
Da fügt man sich dem Lauf der Dinge, denn Gott weiß alles, weiß es allein. Er zieht einen schon aus der Schlinge, doch wie, da sieht man nicht hinein.
Dunkel schwarz springen die Steine Hoch hinauf in den Himmel Staunend schaut ein Mensch, der kleine Hinauf, heraus aus dem Gewimmel
Der Menschen auf dem Domplatz Hinein in die blaue Pracht, das Licht Das gute Wetter ist ein Schatz Das die große alte Masse zerbricht
Und strahlend neu den Dom erbaut Der entlang dem stählernen Eisenband Der Gleise weit hinausschaut Ins Tal, das weite flache Land
Über die Brücke und den Rhein Wie mächtig auch der ist und groß Ich fühl mich als Mensch ganz klein Und so begrenzt, so hoffnungslos
Doch in der Weite des Flusses, des Himmels Da kann man sich auch geborgen fühlen Inmitten des immensen Getümmels Sich fröhlich und gut glücklich fühlen
Das ChatGPT besteht sein Abi! Wir brauchen’s nicht mehr machen! Wir sind dann alle cool und lucky, und kümmern uns um andere Sachen.
Die Schule wird so langsam ersetzt, doch wird uns das nicht schaden, ihr Platz wird vom Vergnügen besetzt, wir lernen zu feiern, zu flirten und baden.
Wir werden von Maschinen verdrängt, die vieles besser machen als wir, weit besser das, als eingezwängt in Zeiten und Regeln, als Arbeitstier.
Längst waschen Maschinen mir im Klo, so warme, sanfte Spritzpistolen, den wunderhübschen, prallen Po. Und ChatGPT hat’s mir empfohlen!
In meinen Knien diese Legierung, so gute, allerfeinste Metalle, Und diese Mineralölschmierung! Ja, damit rennen jetzt doch alle.
Mein Hirn wird immer weiter entlastet, der Taschenrechner war schon cool. Dank Zoom wird nicht ins Büro gehastet, wir festgebunden dort am Stuhl.
Jetzt könnte es die Freiheit geben, die ich für meine Liebe brauche, für ein von Sonne erfülltes Leben, in das ich gerne, ganz tief tauche.
Mein Geld verdient dann mein Avatar, mein schlauer Sklave, stromdurchzuckt. Er druckt es selbst, wie wunderbar, er diese Scheinchen zu mir spuckt!
Maschinen bauen sich dann selbst, sie putzen, mauern, helfen und lenken, und antworten, falls Du Fragen stellst und sind uns weit überlegen im Denken.
Doch sind wir denn im Denken gut? Das Denken fällt doch immer schwer! Es kocht doch anders, unser Blut, tief Denken dächte viel zu sehr!
Das wäre alles so angenehm! Doch hören wir wirklich auf, zu schuften? Das wäre der Durchbruch durch das System! Es hört dann auf, nach Schweiß zu duften.
Die Wirtschaft verlöre ihren Sinn, verlöre den Grund für Arm und Reich. Ein jeder bekäme ab vom Gewinn, geteilt durch alle und alle gleich.
Doch das wird sicher nicht passieren, dann würde oben und unten fehlen, dann würden sich alle frei amüsieren, und niemand bräuchte sich zu quälen.
und könnte keine Ausdauer zeigen! Ihm bliebe nur noch das Laufband! Ohne Meetings müssten Schwätzer schweigen, die Sklaven verlören die harte Hand!
Die Regeln würden völlig drehen. Verwirrung verwirbelt die Welt! Neid kann man nicht mehr verstehen, kein Maß für Erfolg mehr wäre das Geld.
Und so wird nichts davon geschehen, die meisten werden nicht entlassen und dürfen weiter arbeiten gehen um Fragen an ChatGPT zu erfassen.
Nacht und wieder Morgen Rattert wieder die Arbeit Unablässig husten Sorgen Ich vergeude meine Zeit
Seh ich’s nicht? – Nur – ein – Leben! Wie lange will ich mich treiben lassen? Statt mich aus dem Alltag zu heben! Um meine Ziele – anzufassen!
Ziele? – Verschwinden um die Ecke! Ein festes Ziel kann es nicht sein Doch bin ich mehr als eine Mücke Ich sage zur Verzweiflung nein!
Du bist aber überheblich! Die Mücke lebt so gern wie du! Du bist wie sie – nichts und sterblich Du rennst auf dein Verhängnis zu!
Dein Denken ist nur schöner Schein Ein eitler Teufel, der uns betrügt Ist unser Spiegel: Wir allein! Oh, wie dieser Spiegel lügt!
Schau das All – seine Weiten! Und nirgendwo ist dort ein Ende! Und diese schier endlosen Zeiten! Und deine Eitelkeit ist Sünde!
Die Mücke lebt genauso froh In ihrer beschränkten Welt Wie du das Tier im Menschenzoo In deinem verrückten Gedankenzelt
Du hast da keinen Vorteil Nein – du weißt nur zu viel mehr! Du weißt, du hast den schrecklichen Teil! Du spürst dein Verhängnis zu sehr!
Es versauert dir den Glücksmoment Es scheißt auf jeden deiner Tage! Du weißt, alles wird weggeschwemmt Du stehst viel schlechter! – Keine Frage!
Aber du – du bist so viel eitler, größer! Dein Gehirn – es träumt zu viel! Du bist viel teuflischer und böser! Und du meinst, es gäbe ein Ziel!
Doch diese Welt ist für niemand geschaffen Ein Niemand war’s auch, der sie schuf! Nichts niemand – nur ein paar Affen Hörten plötzlich – diesen Ruf!
Diesen Ruf – den sie sich selbst zuriefen War herzzerreißender Selbstbetrug! Als sie träumten, miteinander schliefen! Doch – ach – nun sind sie noch so klug,
Ihren eigenen Unsinn zu erkennen! Ihren Unsinn erkennen zu müssen! Alle Träume über sich zu verbrennen! Zurück ins Glied zu müssen!
Zurück, um die Mücke anzusehen! Und um mit ihr zusammen zu weinen! Doch die Mücke wird es nie verstehen Sie tanzt unermüdlich auf sechs Beinen
So bin ich also bestraft! So bin ich also geschlagen! Auf Lebenszeit in Einzelhaft Zu lebenslänglichem Klagen!
Nein! – Schau wie die Mücken tanzen! Wie wild schwirren sie herum! Die lieben es, sich fortzupflanzen Das treibt die winzig Kleinen um!
Was willst du denn viel weiter schauen? Tanz froh mit ihnen zu ihrer Musik! Sieh nicht andauernd auf das Grauen! Und tanz jetzt mutig, munter, flüssig!
Ja tanz jetzt in den erwachenden Morgen! Schau jetzt – der Himmel färbt sich blau! Der zertanzt dir fröhlich deine Sorgen Der befreit die Welt aus ihrem Grau!
Lern von deinen kleinen Brüdern Wie sie mit vielen Beinen tanzen Summ nach ihren weisen Liedern Doch such keinen Sinn mehr im Ganzen
Das Leben hier erscheint uns sicher Obwohl viele Brocken im All um uns tanzen Ja, sorglos sind wir – gefährlich wahrscheinlicher Sind unsere Selbstzerstörungstendenzen
Doch wenn sie treffen, treffen sie Die Großen zertrümmern ganze Regionen Wir beobachten – vermessen sie Taumeln sie in gefährliche Zonen?
Dort hin, wo wir uns ganz sicher sind Es knallt in wenigen Jahren! Ein Brocken dort treibt sorglos und blind Der wird es nie erfahren
Wir aber! Was können wir noch machen? Genügt es, Raketen dorthin zu senden? Lassen wir neben ihm Bomben krachen? Können wir ihn, unser Schicksal noch wenden?
Doch sehen wir ihn denn überhaupt Wenn uns die Sonne hinter ihm blendet? Ein böser Gedanke, vor dem es mich graut Fehlt uns die Zeit, nachdem man ihn findet?
Die Brocken schweben, fliegen weiter Um uns und unsere Sonne herum Es sind so viele, unsere stillen Begleiter Und davon ein großer bringt uns mal um!
Doch wann? Und ist denn sonst nichts los? Haben wir keine andren Probleme? Hier sind doch längst die Sorgen groß Beißen uns, zeigen giftige Zähne
Ja, wir treiben es noch ärger! Die Mächtigen wollen nichts verlieren Auch andere nicht, alle sind stärker Und lassen alles – explodieren!
Und dann die Klimakatastrophe Dank Wachstum, das den Halt verliert Unser aller Konsum, der hypertrophe Der uns stracks in die Hölle führt
Zerstört die Umwelt, unser Heim! Die Schwermetalle, Plastikmeere Wir sind doch nicht mehr sicher daheim Fühlen schon die große Kehre
Die Wende zurück in magerste Zeiten Weil uns die Erde nicht mehr erträgt Doch unser Verstand kann uns nicht leiten Die letzten Bäume schnell noch zersägt!
Die letzten Tropfen gierig getrunken Die letzten Böden – weit weggeweht! Die letzten Körner – nicht mehr gesät! Die letzten Menschen – im Müll versunken!!
Aus ferner, fremder Zeit, da klingt ein Lied zu mir, es klingt so sanft, und weit öffnet Tor und Tür
in fremde, ferne Zeiten, mit Bauern, Mönchen, Bürgern, wo wilde Ritter reiten, voll von schrecklichen Würgern,
die sehr, sehr viele hinraffen. Da gibt es Stände und Zünfte, zwischen denen Gräben klaffen. Man liebt und wütet, schlägt und schimpft,
genauso wie es auch heute geschieht, nur ohne Smartphone und Elektrizität, und die Häuser, durch die der Wind zieht, bieten nur wenig Platz für Intimität.
Fernes Lied aus and’rer Zeit, sing mir Liebe, erzähl davon, ob so wie immer, so wie heut, frisch und feurig war der Ton,
voll frischer Luft, hellem Gesang? Mit einem kecken, frivolen Blick zu Frauen stolz von hohem Rang, jauchzend schau ich hoch ins Glück!
Ja! Sing mir, Lied, mit frohen Tönen, mach mir deine Welt bekannt, mal mir ein paar bunte Szenen aus deiner Zeit im fremden Land.
Erst traurig, schwer klingst du herein, schwebst du, träge, kalt und karg, dann wirst du schneller, Sonnenschein, und plötzlich tanzt du – es wird arg.
Du lustiges Mädchen, lass dich küssen, dreh dich wild im Tanz nach vorn. Die Ritter werden dich vermissen, zieh’n sie weg zum Kampf ganz fern!
Du liebliches Lied aus fernen Zeiten, ich hör‘ deiner schönen Stimme zu, lass mich gern in Träume gleiten, hops zum wilden Tanz wie du.
Ferne, fremde Zeiten zieh’n an der Ewigkeit entlang, Lieder, die sie stolz begleiten, geben ihnen ihren Klang,
öffnen die Vergangenheit, strömen in die Gegenwart, sind frisch vom Staub befreit, bereit zu einem neuen Start.
Lieder, schöne, fern, vergangen, klingen, springen aus der Zeit. Schnell, ach, sie verklangen – bin ich zurück im Heut!
Burgen, trostlos, längst Ruinen, träumen noch vom frohen Fest. An ihren Mauern wilde Bienen bauen dort ihr Felsennest.