Die Räume muss man buchen,
nur ich darf sie besuchen,
um allein mit ihnen zu sein,
fast wie zu zweit bei Kerzenschein.

Darf Mäuschen fest in Händen fassen,
von den Tasten nicht mehr lassen,
alles ganz geheim, intim,
wie heiß die bunten Stifte glühn,

die die Ergebnisse beschreiben,
die im Archiv erhalten bleiben.
So hangle ich mich durch die Räume,
wobei ich immer wieder träume,

endlich wieder zu Hause zu sein,
mit zarten Träumen ganz allein,
nicht mit Rechnern, Tastaturen,
den Monitoren, Rotzespuren,

den Kissen smarter Stühle entlang,
kurz gedreht, dem Abgesang
aus vertrocknetem Schleim –
nein, wild und frei daheim!

Einfach liegen und sich strecken,
im Traum an schlanken Fingern lecken,
die in der Tiefe steckten,
die feine Kirsche weckten.

Oh nein, du bist doch hier,
und hier ein Arbeitstier,
hier gibt es keine Betten,
keine Träume retten

dich davor, genau zu prüfen.
Steig nun wieder hinab die tiefen
Stufen zur Hölle voller Tickets und Zahlen,
der Zeitdämonen, irrer Qualen.

Schau – vor dir liegt die Tastatur!
Oh Thomas, Thomas, wo warst du nur!
Träum hier nie vom Perlensaft,
denn du bist Schwabe, und der schafft,

selbst wenn er träumt mit letzter Kraft,
selbst ganz allein in Einzelhaft,
mit Tastatur und Monitor,
geht für ihn die Arbeit vor.

Lässt sich gar nicht gern was schenken,
muss immer schuften, sich verrenken,
muss immer Protokolle schreiben
darin maßlos übertreiben.