
Ei, ich bin ein alter Mann,
dem man nicht vertrauen kann.
Was ich schreibe, was ich klage,
alles, was ich hier so sage –
nichts wird unvergänglich sein,
lädt nicht zur Veränderung ein.
Leben ist eben Abenteuer,
kalt ist es und auch ein Feuer.
Groß ist es und konzentriert,
kann es niemals fassen,
und wie schnell man es verliert!
So im Großen muss ich passen.
Doch vielleicht gelingt es noch im Kleinen?
Ins Kleine kann es doch noch passen,
zumindest kann es so scheinen
die Essenz dort noch zu fassen.
Wirbelstürme im Wasserglas,
Löffelrühren macht mir Spaß.
Diese kleine Welt in meiner Tasse
ist schon groß genug – denn ich erfasse
nur wenig von dem, was dort wirkt,
was dieser, jener Stoff bewirkt.
Für mich ist es nur Milch, nur Kaffee,
für einen anderen nur ein Tee.
Wie viele Stoffe schwimmen hier!
Und treiben es ständig miteinander,
Das bunte Chaos treibt die Gier
nach Elektronen zueinander.
Doch ein Wort soll es beschreiben!
Soll das was hier geschieht benennen,
Soll „es“ in die Enge treiben
so tun, als ob wir’s kennen!
Ein Wort nur für ein Stoffgemisch!
Was steht denn hier – auf diesem Tisch?
Eine kleine riesige Welt,
die auf ein Wort zusammenfällt:
Milchkaffee!
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