Lyrik und Sound

Schlagwort: Krieg

Soldatenlied

Wir sind gar keine Helden
Wir sterben gar nicht gern
Wir haben bloß nichts zu melden
Wie wollen leben – wie unsre Herrn

Herren die sich für zu wichtig halten
um in einem Krieg zu sterben
Kerle die lieber Macht entfalten
die statt zu verrecken lieber erben

Ja das sind die Wichtigen
die kennen die Masche: Wichtig tun!
Die für den Tod zu Beschäftigten
die gern in ihren Villen ruhn

Elende Tage

In diesen elenden Tagen,
in denen uns die Nacht umgibt,
in denen uns Dämonen jagen,
alles auseinanderfliegt!

In diesen grausamen Zeiten!
Wo keine Hoffnung mehr verführt,
wo alle sich zerstreiten,
nichts zu einer Lösung führt!

In diesen furchtbaren Zeiten,
lebt auf und lebt verkehrt!
Verachtet Widrigkeiten!
Den Frust – hinausgekehrt!

Die Erde geht doch längst nicht unter,
wenn wir am Boden liegen,
der Boden liegt noch tiefer drunter,
lasst uns starten, fliegen!

Wir wollen das Leben erobern,
die Welt, wir wollen sie küssen,
zusammen Liebe fischen!

Diesen ganzen Frust vergessen,
dieses Leben einfach feiern,
heißes Feuer aus uns pressen,
hinaus in wilde Tropen steuern!

Segeln in die Weite,
segeln in den Sonnenschein,
mitten durch Hagel durchs Heute,
mitten in Freiheit hinein.

Die Erde geht doch längst nicht unter,
wenn wir am Boden liegen,
der Boden liegt noch tiefer drunter,
lasst uns starten, fliegen!

Wir wollen das Leben erobern,
die Welt, wir wollen sie küssen,
zusammen Liebe fischen!

Unbarmherzige Sonne!

Blau scheint in den Wintergarten
ein leichter, schöner, neuer Tag
hier auf der Couch ein frohes Erwachen
Sonntag ist auch, ich mag

Wenn sich alles so gut trifft
Farbe und Stimmung zusammen stimmt
Da geht es nach oben wie im Lift
Die Welt ist gut! Bestimmt!

Doch auch Kriege haben blaue Himmel
Tage wo die Sonne freundlich scheint
und Soldaten schießen, ein Gewimmel
von Fliegen über Fleisch erscheint

bedauert, dass Tote so schnell verwesen
Sie selbst so wenige Eier legen
Für die kleinen besorgten Wesen
ist dieses Fleisch ein Segen.

Ihr Fliegengott er segnet das Fleisch
bittet Sie dann an den großen Tisch
Auch Raben kommen mit Gekreisch
zum Lobgesang, denn die Leiber sind frisch

Und du strahlst schön über allen
du unbarmherzige Sonne
die unsere Leiden nicht erkennt.
beleuchtest die verblasste Wonne,
verlassen dort eine Villa brennt

der ganze Umkreis ist zerstört
und Schüsse knallen, knallen
ein Bild in dem die Sonne stört
alle Ideale vom Sockel fallen

Inspiration: Geschrieben am 26.04.2026 am Morgen begonnen.

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