
Je mehr wir tun,
umso größer das Scheitern
wir sollten mehr ruhen
nur Betten erweitern.
Der wilde Konsum
vergiftet uns,
jeder Boom
verheizt uns.
Egal was wir bauen
alles zerfällt
Habt kein Vertrauen
mehr In diese Welt.
Hier müssen wir sehr sorgsam sein
Jede Ungeduld zerstört
Pfleg jeden Garten und Hain
sehr langsam, sehr, sehr abgeklärt.
Ruhe braucht das Leben
– eine gemütliche Welt
– keinen Dauerregen
aus Krisen, wenig Geld.
Tanzt! Versucht es zumindest,
die Welt sagt dazu nicht nein.
Sucht, ob ihr einen Ausweg findest
und prescht in die Lücken hinein.
Wir brauchen vor allem viel Humor,
um unter dem Galgen zu lachen.
Das kommt einem nie spaßig vor,
trotzdem muss man es machen.
Ohne Humor geht alles bankrott.
Feiern wir! – Mitten in der Wüste,
feiern wir mit Teufel und Gott,
auf öden Bergen, an windiger Küste.
Feiern wir ganz bescheiden,
mit dem, was unser Körper trägt,
und allen Prunk, das Fressen vermeiden,
weil es auf den Magen schlägt.
Ganz sanft sein und beweglich
und nackt und auch mal scharf.
Vielleicht die Sprache – anzüglich,
sagen, was man nicht sagen darf.
Allem aber entkommen,
was zu viel Energie bewegt.
Nicht mehr als drin ist entnommen,
die Welt gepflegt, gehegt!
Nicht ausgebeutet, aufgerissen,
das macht nur sehr viel Staub.
Sonst wird zu viel mit eingerissen,
irgendwann endet jeder Raub.
Und dann ist alles leer,
und nichts, gar nichts bleibt übrig,
Überleben ist unendlich schwer,
das Kapital – zu umtriebig!
Das Kapital – ein Turbo, ein Rotor,
der alles zerfetzt, zermahlt,
ein kräftiger, gefährlicher Motor,
für dessen Folgen niemand zahlt.
Das Kapital – seid faul, legt euch
in die großen Federbetten!
Geld ist Geld, reich ist reich,
doch kein Reichtum kann uns retten!
Nur Faulheit noch – nichts tun!
Nur Verzicht rettet das Leben!
Abwärts! Abwärts! Ruh’n, ja ruhn!
Nichts auf eitlen Luxus geben.
Unser Luxus das sind wir,
unser Körper, unser Geist
wer gierig ist der ist ein Tier,
das um leere Beutel kreist.
Es meint die Beutel seien voll,
sein Traum wächst immer mehr,
das Tier wird giftig, böse, toll,
es bricht sie auf – doch – alle leer!
Leer! – Alles leer und umsonst!
Die Kräfte – für nichts verausgabt,
Und kein Beutel mehr hier sonst,
das letzte Mahl – gehabt!
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