
Ich bin nun alt und verrückt,
die Pläne wurden alle zerpflückt,
und ziemlich viel ist mir missglückt,
ich wurde zermahlen, zerdrückt!
Ich stand nie in der ersten Reihe,
bekam auch nie eine höhere Weihe,
und fühle mich schwach, befreie
mich nie – und niemals schreie,
ich dagegen – zeige Zähne.
Nein – ich habe meine Migräne,
bleibe schlaflos wach und gähne,
den Tag entlang ohne Pläne.
Mein Leben – unsichere Striche,
Wege, Pfade, Schliche,
und eine Unzahl Stiche.
Ich gehe nicht, ich krieche.
Gedanken habe ich auch öfter scharf,
die man gar nicht haben darf,
und Gesetzen unterwarf
ich mich nie – bewarf
die Welt mit wirren Gedichten.
Aufgetürmt in vielen Schichten
dienen sie dazu, alles zu richten,
ohne etwas tief zu belichten.
Am Ende weine ich herbe Tränen,
Erinnerungen halten, fassen, lähmen,
manche davon sind zum Schämen.
Will mich einmauern, mich grämen.
Und die Welt? – Oh, komm doch, schau! –
Siehst du Farben? Alles grau!
Nichts ist glatt, nein, alles ist rau.
Hier gibt es kein Wasser, keinen Tau!
Du kannst mir nichts davon erzählen.
Ich finde keine Orangen zum Schälen,
kann ständig nur das Gleiche wählen.
Und wie viele Menschen Menschen quälen!
Trotzdem sagen sie: „Es ist gut!“
Und sie sagen: „Verlier nicht den Mut,
trockne nicht aus! – Die Sonnenglut
verdampft es nicht – bißchen Blut!“
Alles Quatsch und ganz fatal,
das verstärkt nur noch die Qual.
Ich will Liebe – nicht Härte, nicht Stahl,
ich will Leben – nur einmal!
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