Wohnungen – muss man putzen.
Jedes Staubkorn wird aufgesaugt.
Rein sein muss es, es muss blitzen,
und der Boden proper gelaugt.

Doch schon nach wenigen Tagen
findet man den Gegner wieder
Ohne laut etwas zu sagen
ließ er sich überall nieder.

Der ist dreist! Wir hoffnungslos!
Wie schafft der Staub das nur alleine?
Wie macht er das denn bloß?
Anweisungen gab ich ihm keine!

So schnell ist er schon wieder da.
Verteilt sich überall geschäftig
er rückt den Möbeln viel zu nah,
ein Kämpfer ist er wild und heftig!

Raubt uns viele Stunden.
Aufs Leben aufaddiert,
dreht man endlos Runden.
Wieviel Zeit man so verliert!

Der Dreck hat sich verschworen,
drängt tief und frech herein.
Den lasse ich nicht ungeschoren.
Ab jetzt – ab in den Müll hinein!

Kein Körnchen soll entkommen,
kein Stäubchen soll entgehn.
Danach kann ich entspannen,
hinaus zur frohen Sonne seh’n.

Doch nein! – Der Sonnenschein
lässt den Staub erst richtig scheinen!
Er strudelt, tanzt ins Zimmer hinein,
er lacht – bringt mich zum Weinen!

Wir sind zum ewigen Wischen verdammt
Als Sisyphos mit Besen und Kehrwisch
Die ganze Menschheit insgesamt,
fegt diese Erkenntnis – unter den Tisch!