Lass Dein Leben ziehn
es verschwendet sich in Dir
Lass es brennen, glühn
Du bist einzigartig hier.

In Dir erkennt sich die Natur,
Dein Leben fasst sie zusammen.
Menschen allein auf weiter Flur,
erkennen woher sie stammen.

Erkenns auch Du und schau,
geh in die Welt zum Blumen pflücken,
misch Dich hinein in sie und trau
Dirs zu, es wird Dir sicher glücken.

Vielleicht nicht grad beim ersten Mal,
Du hast ja Zeit, ums gut zu lernen
Beim Zweiten, Dritten lohnt die Qual,
Du blickst hinauf, zu den Sternen.

Erkenn es einmal, immer wieder,
selbst dann, wenn alles schief geht,
zwingt Dich dennoch niemand nieder,
der einmal, wie Du, vorm Grab steht.

Erkenn auch Deine Abhängigkeit,
such sicheren Halt im Netz.
Verachte nicht die Geborgenheit,
die Sicherheit vor Blitz.

Erkenns und dann zieh,
die eigenen Schlüsse daraus,
vernichte nicht, zerstöre nie
Dein Dir anvertrautes Haus.

Besonders bewahre die Natur,
sie ist unsre Quelle, kein Beiwerk,
ohne sie, vergehn wir ohne Spur,
denn alles ist im All – ein Zwerg.