Es ist ein träger Tag.
Wie träge Tage mal so sind.
Trägt mich träg, so träg ich’s mag,
träg ist sogar schon der Wind.

Schon träg zum Frühlingsanfang.
Da sollte der Wind doch stärker sein!
Das fängt ja gar nicht gut an,
ein träger Wind! Nein, nein!

Der Träge trägt kein einziges Blatt,
kein Papierchen in die Welt hinaus.
Der schläft ja fast, wie ich, so matt.
Los, Wind! — Jetzt saus und braus!

Ich bin glücklich hier, so träg,
hab also gar nichts falsch gemacht.
Die Welt fliegt eh schon schräg,
dass sie bald ins Weltall kracht.

Da will ich’s nicht übertreiben,
die Hitze genügt schon jetzt vollkommen.
Da will ich sie nicht weiter treiben,
da liege ich bewusst, besonnen,

ganz bewusst: — Ich arbeite nicht!
Denn Arbeit zerstört, ist unerträglich.
Genauso Konsum — ist schlicht
sehr oft Verschwendung, unsäglich,

eine Revolution gegen den Verstand
sind alle Aktionen und Ideen,
die Neues kreieren. Verbrannt
ist alles dadurch — träge vergehen

die heiligen Stunden auf der Couch.
Ich habe längst keine Ideen mehr,
liege flach und lege zerknautsch’
meine Knochen zurecht. — Sehr

schön! Ich betrachte die Pflanzen,
das frische Grün im Zimmer.
Glück! Ein Traum vom harmonischen Ganzen.
Es fallen dicke Tropfen vom Schimmer

der Sonne in meine Trägheit hinein.