Lyrik und Sound

Kategorie: Hell (Seite 6 von 6)

Zart gebacken

Feuer brennst so schön
Dein Knistern will ich hören
Dich Feuer glühen sehen
Feuer oh Dich spüren

Oh lass mich in dir schmoren
Bak mich zart so zart
Würz mich scharf, ich bin verloren
Geschlagen fest und hart

Oh Feuer – ach ich zittere
Zwischen deinen Händen
Heiß brich mich auf erschüttere
Fessle mich mit strammen Binden

Ergeben will ich mich
Immer tiefer stürzen
Fallen tief für Dich
Schreien Feuer Schmerzen

Feuer mich entzündet
Feuer mich verbrannt
Feuer heiß verbindet
Hält mir meine Hand

Oh ja vergangen
All die leeren Jahre
Knospen wachsen, springen
Sprengen meine Bahre

Lebendig, atmen frei
Feuer alles verbrannt
Den Tod die Weinerei
Weggeräumt verbannt

Auferstanden, lachen, scherzen!
Sag der Trauer Lebewohl
Das Feuer tief im Herzen
Tut mir so gut, so wohl

Auferstanden, lachen, scherzen!
Das Feuer tief im Herzen!

Italien


Oh Italien Bella!!
Ich schlecke Stracciatella,
ich esse Spaghetti,
ich werfe Konfetti,
ich bin verliebt in Verdi,
verschossen in Gianna Nannini.


Tanze zu Vivaldi
durch den Aldi!
Werfe mich deinen Ravioli zu Füßen
und bade in deinem Prosecco!


Warum saufe ich dieses gotische Bier,
am Rand der Welt, in Stuttgart hier?
Und lasse den feinen italienischen Wein
nicht in mich hinein?


Oh strömen soll er, mich beleben,
mich in den blauen Himmel heben,
mich verführen und verzehren.
Glas um Glas will ich nun leeren,


Füllt sie! Leert mir meine schweren
Gedanken und wickelt sie um
italienische Pizzen herum!

Hinein in See und Wellen

Weiß sind sie die Wolken
nur wenn sie harmlos sind
die sind weich und welken
Lösen sich leicht auf im Wind

Die stürmischen die toben
die brechen Mast und Baum
voll Regen peitschen sie von oben
lassen Träumen keinen Raum

Doch träumen will ich immer wieder
Gefährlich auch und hart
Peitschen sollen wilde Lieder
Johlen auf der großen Fahrt

Das Meer oh ja die wilde See
aufgespannt von den Tropen
Hin zu den Polen Eis und Schnee
Dort singen Sirenen, toben Zyklopen


Das Meer, das schon so viele ertränkte
Dort wo wilde Träume blühen
Schiff um Schiff versenkte
dort wächst nun Liebe bunt und grün

Kein heißes Leben mehr zerschmettern
zur Hölle mit den Degen
Wir wollen zärtliche Lieder schmettern
Und uns in die Sonne legen

Die Stürme toben trotzdem weiter
ertränken weiter viele
Doch Piraten Wellenreiter
Piratinnen lieben wildere Spiele

Feurige Szenen zwischen Meer und Sturm
Lieben Hitze und Kälte, zuckende Böen
Tiamats Grollen, der uralte Wurm
überschwemmt die Welt die höchsten Höhen

Piraten durchschneiden Wellenkämme
Ihre Schiffe schwanken doch sinken sie nicht
Sie segeln hinaus aus jeder Enge
und golden glänzt ihr Ruf im Licht

Der röhrende Hirsch

Der röhrende Hirsch
ist ziemlich unwirsch
Schon wieder wird er gemalt
aber keiner davon zahlt!

Hört ihn durchs Dickicht sprechen,
wie sehr er in der Klemme steckt,
wie jeder dieser Frechen,
Maler finstere Gedanken weckt.

Denn sie zerstören seine Träume!
Treten aus dunklem Forst und malen,
für Jägerzimmer, Speiseräume,
doch ohne höflich zu bezahlen.

Nicht mit Geld, noch Beeren, Zweigen
Die immer gleiche Leier
Ich muss mich nur ein wenig zeigen
Mein Geweih meine…

Dann steht auf der Wiese die Staffelei
Und ein Maler malt wie wild
Und karikiert, ne sauerei
nackt und bloß mein Ebenbild

Gerahmt in Berge Täler, Seen
doch nie mit meiner lieben Kuh
Ich röhre das die Felsen glühen
„komm Kuh, komm auf mich zu!“

Die scharfe Kuh ist nie zu sehen
Nur Dampf vor meinem Mund
Ich kann nicht in die Vollen gehen
so einsam sein ist ungesund.

Der Maler der die Kuh verjagt
zertrampelt mir auch ihre Fährte
Der, der niemals Danke sagt
er ist mein ständiger Gefährte

Dennoch es waren Menschenfinger
Die den Pinsel treffend führten
Der Abstand zu mir war geringer
Mit Händen die noch etwas spürten.

Heut muß ich nicht mehr schreien, rufen.
Den Prompt er hat ihn schnell getippt
Mein Hirschgeweih und meine Hufen
nur Bytes, die Wirklichkeit weggezippt

Inspiration: https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6hrender_Hirsch

Schwächen

So vieles bringt mich zum Verzweifeln,
auch über mich selbst muss ich klagen,
wie sich Versäumnisse anhäufen
und Fehler – nein! – Nicht fragen!

Es reicht mir schon, dass ich sie kenne,
die ganze Gedankenlosigkeit,
dass ich so schnell bin und wegrenne
und so gut vertrödle all meine Zeit.

Doch wenn ich so streng zu mir wäre,
wär ich’s zu and’ren gleich viermal,
deshalb nehme ich die Schwere,
trage sie kraftlos, diese Qual,

die mir mein träges Leben bereitet.
Weich bin ich eben, kein harter Stahl,
der nur mit Mühe austeilt und streitet,
der zurückweicht jedes Mal.

Du, Thomas, machst es dir zu einfach,
da deine Trägheit auch and’re betrifft,
gibts viele Stöße, viel Streit, viel Krach,
und alle werden angeschifft.

Sei lieber doch noch etwas strenger,
lass das grenzenlose Ruhn,
vielleicht wird’s für andere enger,
doch mehr hast du mit dir zu tun!

Red dich nicht mit schönen Versen heraus!
Es wird dir im Leben nichts nützen!
Schau früh nach Regenwolken aus,
Leben heißt leider auch – Schwitzen!!

Ach schnelle Peitschen, harter Streich,
Ach Skylla, ach Charybdis
zwischen zu hart und zu weich,
zu wählen – ein Verhängnis!

Es gibt einen Weg mitten hindurch!
Einen Weg nicht ohne Gefahr!
Auf wir müssen durchs Leben durch,
Macht dazu alle Segel klar!

Kämpf und streng Dich härter an,
Doch lass es, dieses Kritischsein
Tu das was man machen kann,
und sag auch manchmal nein.

Weich und fest in einem zusammen,
Knochen und Fett und Haut drum herum
Wasser gemeinsam mit Flammen,
ein gutes, menschliches Drumherum.

Das singen alle selig,
und wissen – das klappt nie,
Ein Glück – viel wächst dazwischen,
kommt lasst uns beides mischen!

Inspiration: Selbstzweifel (24.04.2026)

Am Morgen

Ein neuer, lichter, heller Tag,
doch seine ersten Stunden
schon wieder sind sie vergangen!
Ein Stück mit jedem Glockenschlag,
die Zeiger unerbittliche Runden
drehen sie – ja – wir sind gefangen!

In Zeit und Raum hineingepresst,
auf eine schmale Zeit begrenzt,
ohnmächtig müssen wir wieder gehen.
Ach lass das! Feiern wir ein Fest,
Arbeit und die Schule geschwänzt,
Glück, Glück das wollen wir sehen!

Ach, du hast dich schon sehr viel
mit diesem Glück beschäftigt.
Ich bin da skeptisch, nicht so fröhlich,
spiel zwar auch mal gern ein Spiel,
doch dann manchmal viel zu heftig,
erkenne gar nicht, wie gefährlich

meine hilflosen Züge sind.
Ich strebe zwar nach Glück und Licht,
doch finde ich vom Glück nicht viel.
Es verweht mir im Wind
Jeder Plan von mir zerbricht
und um mich ist es windig, kühl

Und nicht nur private Stürme sind
bedrohlich. Das die ganze Welt zerbricht
ist möglich, real und gar kein Spiel.
Doch die meisten Führer die sind blind,
beachten unser Glück gar nicht,
„das Beste für uns! “ – nur das ist ihr Ziel!

Wir werden von ihnen mal hier,
mal wieder dorthin getrieben.
Ich habe längst keine Hoffnung mehr,
keine Hoffnung! Nein! Auch ich bin Tier!
Selbst meine Hingabe, meine Sehnsucht, mein Lieben,
ist nicht zart, sondern bitter und schwer.

Die Sonne und der Süden

Sonne ja das reimt sich,
leider auf wenige Worte,
dieses Wort es reizt mich,
scheint so schön, alle Orte

laden sie sehr gerne ein,
doch findet sie eitel allein,
den Süden für sich passend,
den Süden eng umfassend

küsst sie den Tag für Tag,
nur wenn man Regen mag,
Macht einen das nicht traurig,
Ich finde Regen schaurig,

vor allem früh am Morgen,
stören mich dann Sorgen,
da bliebe ich gerne im Bett
wenn ich bloß die Kohlen hätt

Ich würde verschwinden,
suchen und den Süden finden.
Mit der Sonne, ach wie nett
liegt er da im Sonnenbett.

Küsst sie ab, vor und zurück,
genösse gerne dieses Glück!
Doch die Sonne sie sagt nein,
Du darfst da nicht mit rein!

Leg mich deshalb an den Strand,
an dem ich Sonnenstrahlen fand,
ganze Haufen Sonnensand,
durchwühlt meine kleine Hand.

und ich hör dort deutsche Schlager,
Auch ich hab einmal Glück,
nach Deutschland aber
kommt keiner zurück!

Inspiration: Kleiner spaßiger Ausgleich am 25.04.2026 aus einem Fragment entwickelt zu „Unzähmbare Lyrik“ und „Absolute Lyrik“.

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