Lyrik und Sound

Kategorie: Hell (Seite 2 von 6)

Zur Entspannung

Entspannung – ja, das liebe ich,
einfach an nichts denken müssen.
Keine Sorgen quälen mich,
wild sein auch und feurig küssen.

Vergessen wir also die Probleme,
die können uns nur fertigmachen!
Es gibt ja noch das Schöne –
und den Humor: Lasst uns lachen!

Vor allem über uns selbst
und dass wir das Ziel von allem wären,
dass es schlimm wäre, wenn man fällt,
dass wir zu viel wollen, begehren.

Ein Luftballon wird einmal platzen!
Doch lasst ihn dennoch einmal steigen!
Beim Essen darf man auch mal schmatzen,
wir müssen nicht immer anständig bleiben.

Alles einfach unproblematisch,
man verendet ja irgendwann doch.
Doch heute, ganz ekstatisch,
leben wir ja noch!

Frühlingstanz mit ChatGPT

Von ChatGPT stammen die ungeraden Strophen und ich schrieb die Geraden.

Der Frühling schleicht auf leisen Sohlen,
hat Blüten in den Wind gestreut.
Die letzten Frostgedanken holen
sich ab, was längst dem Licht geweiht.

Mild ist schon die Mittagszeit
und die Forsythien erwachen.
Der Hase hüpft jetzt doppelt weit,
bringt Eier und ganz süße Sachen.

Die Bienen summen ihr fröhliches Lied,
es duftet nach versprochenem Glück.
Ein zarter Hauch, der leise zieht,
bringt uns den Frühling Stück für Stück.

Er bringt uns Liebe, dieser Hauch,
wie ein Sturm, er bläst, verführt
mich und dich, alle anderen auch,
was er für tobende Feuer schürt!

Die Knospen platzen, kaum gesehn,
der Himmel malt in Blau und Gold.
Und Herzen wollen weitergehn,
vergessen, was der Frost uns zollt.

Doch wer kann sich noch enger schnüren,
damit er jetzt nichts fühlen kann?
Leicht kann man jetzt alle verführen
Alte, Junge, Frau und Mann!

Denn Frühling bläst in jede Brust,
ein süßes, taumelndes Verlangen.
Er macht aus Zweifeln wieder Lust,
will kalte Seelen finden, fangen.

Niemand soll mehr Zeit verlieren,
schon spielt der Frühling überall.
Sie alle wissen nun und spüren:
nun tönt die Welt, nun schwingt das All!

Die Sonne scheint

Die Sonne scheint
Ihr Licht es gießt
uns schöne Farben in die Augen
und dieser Sonnensaft er fließt
in all unsre Zellen, sie wollen saugen

Und unsre Muskeln entfalten sich
die Augen lachen auf und jubeln
sehen die Welt und sehen dich
und alle andern die Strahlen beflügeln
mit dir mit Licht fröhlich fliegen

Sonne ach du liebe Zeit
wieder flieg ich viel zu weit
ich gestehe meine große Sünde
dass ich zu leicht, zu viel empfinde
ein Aufschwung immer ohne Kontrolle

Aber was soll es! Das Licht ist Licht
ist Licht und etwas andres eben nicht

Ich kann das Licht nicht kleiner machen
es gehört zu den wirklich großen Sachen

Raus!

Wir müssen hier raus
kennst du das Lied?
Mein Ofen ist aus!
ich bin so müd!

Komm deinen Arsch hoch!
Und raus, raus, raus!
Hast du denn alle noch
Ich bleib im Haus!

Auch im kleinen
kann man doch leben
Ich könnte weinen
doch hier fest kleben

ist doch kein Leben!
Wir müssen raus!
Uns nen Arschtritt geben!
Raus aus dem Haus!

Hier ist es warm
und urgemütlich!
Alarm, Alarm!
weg, weg endlich!

jag nach draußen
spring ins jetzt
lass alles sausen,
was du nicht schätzt

Schon wieder ein Geständnis

Ich will immer alles gestehen
ich halte mich mit nichts zurück
mein Krug wird solang zum Brunnen gehen
bis er zerbricht, zerreißt mein Glück.

Ach Thomas, lass dein nutzloses Spiel
es bringt dir doch gar keinen Segen
denn deine Geständnisse haben kein Ziel,
sie werden hier niemanden erregen.

Denn dazu sind sie zu weit weg
zu heftig nein, das wird kein Hit
Du versinkst in Tränen und Dreck
immer tiefer, nimmst niemand mit.

Lass das also, sag nicht aller Welt
was dich im Innersten beschäftigt.
Verschließ es fest und bleib im Zelt,
und schluchze nicht zu heftig!

Oh nein – ich muss doch gebären!
Darf es so alt, auf den letzten Metern
will den ganzen Kelch ausleeren
vielleicht erfreut es doch einen der Götter

oder zumindest Aphrodite!
Die Schaumgeborene aus der Gischt
sie hört mich sicher gern, jede Wette
bis ich sterbe, jeder Traum erlischt.

Oh Thomas, Thomas meine Güte!
Meinst du wirklich, dass Aphrodite,
die Schaumgeborene, so lustbegabt
sich an solchen Tränen labt?

Sie liebt den Wind, die Wildheit pur,
will keinen tränenreichen Schwur,
liebt sie doch Ares‘ wilde Stürme,
viel mehr die Hitze, als laue Wärme!

Bring sie lieber zum lauten Lachen,
als solche trägen Sachen zu machen.
Wildheit können Tränen nicht zähmen,
sie würde sich wegen dir nur schämen!

Aphrodite brauchst du nichts zu gestehen,
Aphrodite will dein Feuer sehen,
liebt Flaggen die im Sturmwind wehen,
Schwänze die nach oben stehen!!

Betroffenheitslyrik

Oh, es hat mich wirklich getroffen,
die Wunde unverzerrt liegt offen,
Betroffenheitsgedichte überall,
ein Betroffener – klarer Fall!

Und tief im Innersten verletzt,
und er schreit und ist entsetzt,
er hat jetzt nur noch seinen Humor
doch selbst der – kommt spanisch vor.

Doch was kann ich gerade auch machen,
als etwas über mich selbst zu lachen!
Nicht zu sehr zu übertreiben,
streng bei der Poesie zu bleiben!

Bei den Tönen, der Metrik, der Melodie,
jetzt schüttel die Texte – kämm sie!
Stell Deine Tränen hinten an,
damit man schwelgen, feiern kann.

Streng bei der Poesie… ja…
damit man schwelgen, feiern kann.

Rosinen

Es sind die süßen Rosinen,
die Datteln und die Feigen,
der Honig fleißiger Bienen,
die dir die Fülle zeigen.

Und auch der glitzernde Schnee,
auch die Blumenpracht
und die flüchtigen Wolken der Höh‘,
die Sterne in der tiefen Nacht.

Sie alle laden dich zum Leben
munter ein, gib ihnen die Hand,
werden dir die Hände geben.
Es flattert ein buntes Band.

Das hält die Welt zusammen,
das flattert wild im Wind,
bunt, woher wir auch stammen,
was und wo wir sind.

Sie alle laden dich zum Leben
munter ein, gib ihnen die Hand,
werden dir die Hände geben.
Es flattert ein buntes Band.

61 Jahre

Einundsechzig – es steigt die Zahl
der Jahre bis hinauf zum Ende.
Mal seh’n, ob ich ein einziges Mal
auch mal den Rückwärtsgang finde.

Der mich um Jahre jünger macht
(mit Monaten wäre ich nicht zufrieden).
Dann geht es ab, dann gute Nacht!
Dann fang‘ ich sicher an zu sieden.

Doch leider, weiß es Gott wohl auch
und fürchtet, dass spräche sich ‚rum.
Verwandelt alle Tricks in Rauch.
Die Zeiger drehen sich einfach nicht um!

Zur Strafe muss ich mir selbst zusehen,
wie alles langsam langsamer geht.
Wie alles erstarrt, bis zu den Zehen,
ein immer kälterer Wind um mich weht.

Nur der Humor malt mir noch Farben
und fährt mich ein wenig ins Licht,
holt aus vertrockneten Garben
lausige Ähren, aber mehr auch nicht.

Doch will ich jetzt nicht weiter weinen,
da hier kein Weinen etwas bringt.
Seh‘ lieber schön die Sonne scheinen
und wie das Weltei zerspringt und singt!

Singt Liebeslieder und der Mai,
der spielt dazu, lässt uns tanzen.
Der Maizauber sagt eins, zwei, drei!
Verzaubert diese Welt im Ganzen.

Verzaubert und zerbricht,
jeglichen Zaun und Zaum,
wirft Feuer, Licht auf Licht,
Farbe hinaus in den Raum.

An der Bar

Hier ist es wild, die Gläser klirren
ein paar schnelle Damen schwirren
bringen, holen, Tassen, Teller.
Mir dreht sich alles immer schneller.

Es geht hier rund, ein Sturm, man fühlt,
das Team ist super eingespielt!
Der Durst der Gäste wird gestillt,
Halbe, Weizen gut gefüllt,

Wein mal rot und einmal weiß,
auch der Kaffee gut und heiß.
Die Spülmaschine ausgeräumt.
Der Cappuccino aufgeschäumt.

Und ich sitze und schaue zu
und sitze hier und habe Ruh.
Das turbulente Chaos vor mir,
wo ich den Überblick verlier,

nicht mehr weiß, was da, was dort,
der Wirbel packt mich, bläst mich fort!
Hier – da lässt es sich gut Essen,
kann sich mit den Besten messen.

Hier ist so viel Leben, Krach und los!
Die Küche gut und einfach famos.
Wie viele Gäste, Wünsche, Speisen,
hier durch diese Räume kreisen!

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