Zum alten Himmel kann ich mich nicht strecken dort findet man nur Menschenbilder kann nur den Menschen entdecken die Wirklichkeit, das All ist wilder
Und Menschenleer, fast völlig leer und alles aus feinstem Staub geboren nur kleine Flecken sind dort sehr schwer der Menschengott ging darin verloren
Dort fühlte er sich nicht wohl ist in diesen Weiten gestorben ganz plötzlich tönten Theologen hohl ihre Schlüsse töricht abgestorben
verdorrten die alten Träume, auch Yggdrasil die ganzen Geschichten fielen herunter wurden Texte, hüpfen noch, schlüpfrig, als Spiel doch im All, da gingen sie unter
Religionen erklären nichts mehr sie glänzen nur noch als alte Geschichten sind fast wie das All, nur völlig leer ausgebrannte alte Schichten
in der Geschichte besser aufgehoben als in der Gesellschaft, der Politik Die Physik, Chemie hat abgehoben sie fliegen auch nicht mehr zurück
Zur Hölle! Wir sind immer erreichbar, nach oben aber, kommen wir nicht. Wir arbeiten lautlos, ohne Licht, wir Schatten bleiben unsichtbar.
Wie wir umsonst, die Räder drehen, wie wir umsonst, zur Arbeit laufen, umsonst, all diese Dinge kaufen, die wir hier unten, doch nicht sehen.
In unserer Hölle wird gedroht: Der Arbeitsmarkt braucht uns nicht mehr und unsere Konten werden leer, der Zufall nur, streut Geld und Brot.
Die Angst kann keine Hoffnung stillen. Der Druck, setzt unsere Seelen in Brand, er presst uns alle an die Wand, raubt uns den Atem, bricht den Willen.
Lässt uns erschöpft und leer zurück. Zur Hölle, da müssen wir raus!
Rennt! Jagt! Durch die Flammen hinaus! Dort! – Ein Schimmern – Strahlen – das Glück? Rennt! Jagt! Durch die Flammen hinaus! Dort! – Ein Schimmern – Strahlen – das Glück?
Nein – ich kann die Welt nicht retten die fühlt sich wohl in ihren Ketten es scheint ihr noch nicht heiß genug Die Menschen werden zu spät klug
Die Menschen erkennen ihr Verderben Erst wenn sie reihenweise sterben Erst wenn der Sargnagel sie trifft doch dann ist alles – schon verschifft
Dann kann uns nichts mehr retten Die letzten Toten wird niemand betten in trockene Erde, Steine und Sand bedecken feuerheißes Land
Aber das ist doch zu viel ist ein Katastrophenspiel So wird die Welt nicht untergehn wird nicht wie die Venus glühn
Nur Übertreibung – Klagen, nur klagen Doch können wir das mit Gewissheit sagen mit Sicherheit, dass uns das nicht blüht dass sich die Menschheit genügend bemüht
Sind viele Kippunkte überschritten dann helfen allen keine Bitten Das Leben wird es wohl überstehen um uns jedoch ist es geschehen
Die Lieferketten splittern zerstreuen die Pfeiler unserer Wirtschaft brechen die Sonnenstrahlen Äcker zerstechen wir werden unsere Kurzsicht bereuen
Nein – ich kann die Welt nicht retten auch wenn wir vor dem Abgrund stehn, Die Dummheit tobt in unseren Städten die Menschheit wird zugrunde gehn
Gott, ich habe die Tage getauscht, es ist an mir vorbei gerauscht. Am Donnerstag dacht ich, dass Freitag ist, es gruselt mich, was für ein Mist!
Das war kein kurzes Versehen, lang habe ich es nicht gesehen, mit Blindheit war ich geschlagen, mir stellten sich keine Fragen.
Nun ein Blick auf die Uhr im PC und plötzlich die Einsicht: Ach herrje! Der Tag, der schon vergangen schien, kommt erst noch, mit seinen Mühen!
Ist deshalb die Welt so böse und öde? Weil ich so langsam schon verblöde? Weil ich die Schönheit nicht mehr sehe, an Hirnschwund elend zugrunde gehe?
Gewiss, ich glaube, ich kann noch denken und Worte in schöne Sätze lenken, doch kann es sein, das scheint nur so und was ich schreibe, ist fürs Klo?
Macht jetzt schon nichts mehr Sinn, weil ich bereits am Zerfallen bin? Mir scheinen die Reime, die Sätze zu stimmen, ihr aber seht – er ist von Sinnen!
Wie kann ich mich noch selbst erkennen, wenn meine Nerven nicht richtig brennen? Ich erkenne dann nicht mehr den Fall, den Sturz, die Glätte überall!
Auch wenn ich rutsche, spüre ich’s nicht, ich denke nur: Passt! Doch – es bricht! Oh, sagt mir nicht, dass alles stimmig ist, ihr seid nur lieb, bedeckt den Mist!
Ihr wollt es mir nur nicht gestehen, doch könnt ihr schon den Wahnsinn sehen! Die Sätze machen längst keinen Sinn mehr, die Wörter stehen schon länger quer!
Nur mir erscheint noch alles klar, ganz durchgestailt und wunderbar! Ich habe mich völlig verrannt, doch all das ist mir unbekannt!
Mein Gehirn ist so verschlissen, ich kann, was fehlt, nicht mehr vermissen. Und wenn das noch nicht jetzt geschieht, weiß ich, dass es mir sicher blüht!
Dass es vielleicht gerade beginnt, dass mein Verstand ganz langsam zerrinnt. Und alle sind in der furchtbaren Lage, kein Wunder, dass ich da verzage.
Ich sehe nur noch Krieg, die Plagen, voll furchtbaren Leiden, die an uns nagen. Wenn ein Gott wirklich die Welt erschuf, hat er einen viel zu guten Ruf.
Denn er ergötzt sich versteckt, verborgen, an all unsren Leiden, all unsren Sorgen. Das hat der Teufel schon früh erkannt und wurde dann gleich in die Hölle verbannt.
Ein Grausen packt mich und eisig kalt läuft es mir den Rücken hinab! Ja, ich werde, ach, bin schon alt! Und irgendwann bricht alles ab!
Zum Teufel auch, zur Hölle hinab! Das alles mag schon richtig sein. Doch was bringt es, alter Sack? Gibt’s nicht auch die Sonne, roten Wein?
Springt dir nicht manchmal das Herz zum Himmel und du bist glücklich? Lachst du nicht bei jedem Scherz? Nur Unglück ist auch unmöglich!
Sei mutig, nicht vom Leben entsetzt, parier ihm treffend jeden Schlag. Freu dich, feiere das Gute im Jetzt. Lob und genieß jeden warmen Tag.
Freu dich, schätze die Sorglosigkeit, sag immer: All das hat noch Zeit! Und wenn du wirklich gestorben bist, ist alles vergessen, wird nichts vermisst.
Denn wer denkt, ist nicht gestorben, und wer starb, vermisst keinen Morgen. Lass dich verzweifelt, doch nie zerdrücken, du darfst die süßen Äpfelchen pflücken!
Die Lage ist zwar gar nicht schön, doch wohin könnten wir sonst gehen? Geworfen sind wir in die Welt, uns ist das Leben dadurch vergällt,
doch ein paar feine Kuchenstücke gibt es – sucht euch jede Lücke, schaut zum Unglück nicht zurück. Sammelt sorgsam jedes Glück.
Pflanzt euch immer mal ’nen Baum, der wächst, treibt Zweige, neue Triebe, gebt ihm Platz und weiteren Raum, pflegt ihn achtsam, gebt ihm Liebe.
Pflückt die prallen Äpfel dann, backt einen wundervollen Kuchen, saftig, darauf kommt es an, nascht und lasst euch versuchen.
Nebelig und am Morgen noch dunkel, ich spüre die Kälte, wenn ich’s nur sehe! Milchig alles statt Sternengefunkel – ich will nur Ruhe! Alles macht Mühe!
Ich will im Bett wieder verschwinden, im warmen Bett, wo alles so schön ist! Will Sträuße dort aus Gedanken binden, einfach schlafen – doch so ein Mist!
Die Gesellschaft drängt zum Handeln, zum Aufstehen, um zur Arbeit zu gehen. Doch weshalb sollte grad ich so handeln? Ich will doch jetzt keinen Nebel sehen!
Ich forme meine Lippen zum Kuss, ja, küssen würde ich jetzt gerne. Doch leider, wenn man arbeiten muss, rücken Küsse in die Ferne!
Kalt ist mir, es ist erschreckend, was so ein dichter Nebel macht! Trostlos in die Welt raus blickend, gibt es niemanden der lacht!
Womit kann ich Euch nur trösten? Erlösen wenn mein Kuss versagt? Durch kleine, zarte Gesten? Nicht dadurch, dass man drüber klagt!
Also mit gespieltem Schwung, den mir sicher niemand glaubt? Mit einer Morgenübung? Die gleich alle Power raubt!
Morgenübungen machen Spaß! Aber nur, wenn es die Richtigen sind! Ach Anspielung! Lass sie! Lass! Wo wir doch noch so müde sind!
Nein – ich weiß es nicht, das Geheimnis dieser Welt kenne ich nicht. Ich weiß nicht einmal, ob es überhaupt eins gibt.
Vielleicht ist es ja ganz einfach und wird bis heute übersehen, da es im Krach des Denkens zu leise und selbstverständlich, gar nicht zu hören ist.
Unsere Erwartungen viel zu hoch sind, wir immer darüber hinweg schauen und es deshalb nicht finden.
Ich jedenfalls – ich – kenne dieses Geheimnis nicht, meine zwar, dass es ein solches Geheimnis gibt und die Welt sich irgendwie selbst am Schopf packen kann.
Die Welt in einer Endlosschleife mit sich selbst verwoben ist und aufgeklärt werden kann, weshalb es überhaupt etwas gibt.
Aber wissen tue ich es nicht und ich werde wieder aus der Welt verschwinden bevor ich nur einen Funken davon verstehe.