Lyrik und Sound

Kategorie: Denken (Seite 9 von 9)

Variation zu Zhuangzis Schmetterlingstraum

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Zhuangzi und DeepSeek

Die Erzählung (Quelle DeepSeek):

Einst träumte Zhuang Zhou, er sei ein Schmetterling, ein fröhlicher Schmetterling, der selbstvergessen umherflog. Er wusste nichts von Zhuang Zhou. Plötzlich erwachte er – und war wieder wirklich Zhuang Zhou. Aber er wusste nicht, ob er Zhuang Zhou war, der geträumt hatte, ein Schmetterling zu sein, oder ob er ein Schmetterling war, der träumte, wirklich Zhuang Zhou zu sein.

nun mein Gedicht:

Nerven rattern
Ich denke
Enten schnattern
Ich sinke

In einen Traum
Ich lausch
da weht im Raum
der Rausch

Falle wieder weiter
glücklich heiter,
werde ich zum Schmetterling
ich kleines torkelndes Ding

Wühle mich fallend,
steigend
durch die Luft
folge Blütenduft,

Pastellene Blütenfarben,
führen mich am Zügel
Staubblättergarben
bestäuben meine Flügel

und ich verteile klebrige Pollen
die halten, nicht verwehen
trinke den wundervollen
Saft der Necktarseen

betrunken im Rausch
vergessen den Tausch
bin ich was ich träume,
umflattere die Bäume

finde ein paar Blüten,
Blüten meine Retter!
die meinen Schlaf behüten,
sinke in die Blätter,

der Blüten falle zurück
Ins Blütenglück
träume
Mensch zu sein

Aliens

Ufos sind geheimnisvoll
entführen sie, machen sie toll?
sind es außerirdische Wesen?
Oder Russen, oder Chinesen?
Weshalb jetzt, in der Ära Trump
Ist der im Weltall – so bekannt?

Wunder suchen wir oft Zeichen,
die uns von oben erreichen,
von einem Gott, einem Planeten,
wir fürchten es, wir beten,
es wäre ein Gang durchs Feuer,
oder ein echtes Abenteuer.

Ob Aliens befürchten, zittern,
das sie in neue Deals rein schlittern?
Die alten Schwüre nicht mehr gelten?
Droht jetzt auch noch ein Krieg der Welten?
Doch warum sind die Leute oft alt,
stellt man grad‘ Pensionäre kalt?

Die Aliens, die Aliens,
ihr Geheimnis ist immens,
voller dunkler, geheimer Ecken
in denen sie sich tief verstecken.
Am besten in der normalen Statistik:
Ein Rentner ist oft nicht mehr rüstig,

verirrt sich oder knickt mal ein,
fällt tief in einen Schacht hinein.
Oder besucht zu scharfe Plätze,
plötzlich ein paar helle Blitze,
strahlen und ihn reißt die Hitze,
mitten aus dem Leben heraus.
Oder sein Licht geht einfach aus

auf einer Lichtung, an einem Fluss,
ein Herzinfarkt – gibt einen Kuss.
Es kann so viele Wege geben,
an deren Ende, wir nicht mehr leben.
Und das ein Hausmeister Aliens traf,
glaubt weder ein Löwe noch ein Schaf

niemals stand in der heiligen Schrift,
dass man überhaupt je Aliens trifft.
Denn Aliens, Aliens – die sind so fern,
die sehen vielleicht unsren Stern
gerade als Noah geboren wurde.

Inspiration: https://www.morgenpost.de/politik/article411776607/tot-oder-vermisst-das-raetsel-um-die-verschwundenen-ufo-forscher.html?utm_source=firefox-newtab-de-de

Am Morgen

Ein neuer, lichter, heller Tag,
doch seine ersten Stunden
schon wieder sind sie vergangen!
Ein Stück mit jedem Glockenschlag,
die Zeiger unerbittliche Runden
drehen sie – ja – wir sind gefangen!

In Zeit und Raum hineingepresst,
auf eine schmale Zeit begrenzt,
ohnmächtig müssen wir wieder gehen.
Ach lass das! Feiern wir ein Fest,
Arbeit und die Schule geschwänzt,
Glück, Glück das wollen wir sehen!

Ach, du hast dich schon sehr viel
mit diesem Glück beschäftigt.
Ich bin da skeptisch, nicht so fröhlich,
spiel zwar auch mal gern ein Spiel,
doch dann manchmal viel zu heftig,
erkenne gar nicht, wie gefährlich

meine hilflosen Züge sind.
Ich strebe zwar nach Glück und Licht,
doch finde ich vom Glück nicht viel.
Es verweht mir im Wind
Jeder Plan von mir zerbricht
und um mich ist es windig, kühl

Und nicht nur private Stürme sind
bedrohlich. Das die ganze Welt zerbricht
ist möglich, real und gar kein Spiel.
Doch die meisten Führer die sind blind,
beachten unser Glück gar nicht,
„das Beste für uns! “ – nur das ist ihr Ziel!

Wir werden von ihnen mal hier,
mal wieder dorthin getrieben.
Ich habe längst keine Hoffnung mehr,
keine Hoffnung! Nein! Auch ich bin Tier!
Selbst meine Hingabe, meine Sehnsucht, mein Lieben,
ist nicht zart, sondern bitter und schwer.

Karneval

Karneval, oh Karneval!
Feuer, ach, Ekstase!
Bunte Masken überall,
turbulente Straße!

Straße der Narren,
Mottowägen
aus den Karren,
Kamellenregen.

Viele wilde Kostüme,
heiße, nackte Schenkel
mitten auf der Bühne!
Küsse, Glück, Geplänkel.

Karneval, oh Karneval,
feiert durch die Nächte!
Öffnet jeden Saustall,
predigt Liebe – echte!

Inspiration: Ein Erinnerungsgedicht an den Karneval 2025 in Köln

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