
Arbeit – Arbeit – wird überschätzt,
sie gibt deinem Leben keinen Sinn.
Sei sicher: Bist du alt und abgewetzt –
dann wirft man dich zum Abfall hin.
Der Sinn der Arbeit – ist Geld, ist Geld!
Doch denk nicht – Geld für dich!
Du lebst in keiner gerechten Welt,
man denkt hier niemals an dein Ich.
Du musst, um dir Erfolge zu holen,
viel in den Schein investieren.
Dein Branding bestimmt die Kohlen,
nicht wirkliche Arbeit – du wirst dich verlieren.
Es geht hier niemals wirklich um dich,
nur deine Maske ist wesentlich.
Doch du erkennst: Das bin nicht ich –
was wolltest du denn eigentlich?
Sicher, die Kohlen – die werden gebraucht,
doch musst du dich deshalb verbrennen?
Dann bist du tot, in den Wind verraucht,
bald wird dich niemand mehr kennen.
Auch ein sinnvoller Job bringt keine Millionen,
damit schlägst du nicht den Markt.
Er wird sich auch in Zukunft kaum lohnen,
wirst schnell entsorgt und weggeparkt.
Und das liegt nicht an deinem Chef,
auch der hat sich dem Markt verkauft,
ist ein Sklave wie du auf einem Schiff,
auf dem man um jeden Kreuzer rauft,
sich schlägt und schreit – doch nicht
sein Innerstes, sein Selbst noch spürt,
sein feines, alles empfindende Ich
hoffnungslos den Weg verliert.
Doch was ist das Eigentliche,
wenn Geld jeden Wert verliert?
Dann sucht man das Feste, Beständige,
ein Feuer, das man in sich spürt,
das brennt und etwas wissen will
und dafür über Grenzen geht,
die Mauern einschlägt, einreißen will,
etwas, das wild stürmisch weht.
Etwas, was man machen muss,
auch wenn es keinen Gewinn erbringt,
ein Wagnis, wie der erste Kuss,
ein Blitz, ein Schlag, der in uns dringt.
Etwas, was du einfach fühlst,
was dir niemand sagen muss,
wenn du in deinen Gefühlen wühlst,
stehst, watest im wilden Fluss.
Dann greif zu und denk an die Jahre,
die du schon jetzt verschwendet hast,
und denk an die Zukunft, die Bahre,
wenn du es heute nicht erfasst
nicht fängst den eigenen Fisch,
für den du doch dein Leben riskierst,
als Leibspeise auf deinen Tisch,
für den du keine Zeit mehr verlierst?
Denk dann nicht mehr an die Kohlen,
den ganzen Konsum, den du verpasst.
Der Teufel soll das alles holen –
dich hat dein Selbst, dein Ich erfasst!
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