Nur im Suff kann man die Welt verstehen,
im Rausch der großen Illusionen.
torkelnd auf der richtigen Seite stehen,
besoffen kann sich Wahnsinn lohnen.

Natürlich ist das alles nichts Neues,
die Welt brennt immer mal dort mal da,
ploppt auf, wie Blasen eines Breies,
und feuert grade – nah, nah, nah.

Doch nur im Suff ist das klar!
Nur im Suff ist es so klar!
Klar wie Zwetschgenschnaps,
klar – ich weiß – ich habs!

Vergessen! – und ignoriert.
Man überlebt nicht, wenn man alles sieht.
Sieht – wie der Gerechte verliert,
wie die Bombe im Garten glüht.

Nur im Suff kann man vergessen.
Nur im Suff wird die Welt wieder heil.
Kann man krumme Wege gerade messen,
liegt Gerechtigkeit im kleineren Teil.

Auch ich habe Illusionen,
die mir die schlimmsten Leiden verdecken,
erlauben im Sicheren, Hellen zu wohnen,
obwohl viele um mich herum verrecken.

Bei mir ist es die feurige Liebe,
das Verlangen, die Zunge die leckt.
Die alten, beständigen, kräftigen Triebe,
wo ein Kerl sich hoch Richtung Sonne reckt.

Manchmal trinke ich davon,
genieße den heißen, wilden Zauber,
jauchze und singe in diesem Ton
und werde für die Wirklichkeit tauber.

Ich brauche den kurzen Glanz das Entzücken,
sonst könnte ich unsere Welt nicht verstehen,
könnte nicht mehr in den Abgrund blicken,
den wir nun alle vor uns sehen.

Doch wär es auch Glanz, ganz ohne Leiden.
Das Glück, die Liebe brauchen keinen Gegner
Sie würden uns immer schöner kleiden
Doch sind sie eben auch ganz große Segner,

Heilkräuter, Kräfte gegen das Leiden.