
Ich habe etwas sehr Schönes entdeckt
ein Kleinod in der Autostadt.
Kommt zu mir, Musen, zum Lied erweckt
mir was der Tag nur müde, matt
aus kleinen Augenwinkeln sah.
Hier liegt eine Reihe Dichter*innen,
als Grabaufnahmen ruhig da
die für uns magisch Zeit gewinnen
Mehr Zeit um ruhig zu entspannen
auch wenn die Autos draußen dröhnen
den Stress in dieser Ecke zu bannen
um langsamer zu schwimmen im Schönen.
Der Himmel ist zwar grau bedeckt
Doch das tut gut, ist angenehm
wird wie das beste Eis geschleckt
die Zeit gedehnt entspannt extrem.
Wie ruhig! Man will nirgendwo
anders sein, fühlt sich daheim
Mein Tinnitus selbst zirpte froh
im romantischen Dichterheim
Doch das ist nur ein kleiner Teil,
der Garten dehnt sich weiter aus,
teils geht es hoch auch steil
Neugier führt mich weiter hinaus.
Zu Skulpturen, die man aus Steinen schlug
die alt sind, aus Sand einer Wüste
die alt war, heiß war, kein Leben trug
wo keine Blume, kein Garten grüßte
Doch das ist unendlich lange her
das kann man einfach nicht glauben
Sand wird fest, wird Stein, ist schwer
und dieser Stein umrankt nun Lauben
bildet Bögen, biegt dünne Tore,
die hingesät sind ohne Plan,
dazwischen auch mal eine Amphore,
was haben die Maurer da getan?
Ruinen sollen es wohl sein
und alte graue Zeiten beschwören,
das stupst uns zu den Dichtern hinein,
dorthin, wo wir hin gehören.
Es geht noch etwas höher dort,
doch werden die Wege da schmal,
die Bäume tragen das Licht weit fort
Da schaue ich beim nächsten Mal.
Ich schaute zurück zur langen Wand
auf deren Verputz Steine schwimmen
wie Orden auf gelblich-beigen Tuchgewand
Einzelheiten kaum zu bestimmen.
Oh schon spät, die Zeit sie tickt,
pocht im Handy rasend schnell,
bin gleich fester eingestrickt,
auch vom Magen klingt Gebell.
Also zurück in die heutige Zeit
die Trockenheit der Firmenzahlen
gefeiert werden sie weit und breit
hinein in Stress und Zahlungsqualen.
Doch nicht mehr heute
erst kommt die Nacht
hier verschwinden die Leute,
das Eisentor kracht.
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