Ich bin erschlagen müde
Die Krankheit legt Gewichte auf,
belastet mich und rüde
quält sie im harten Verlauf.

Ich habe keine Schmerzen,
doch leichtes Fieber so heiß.
und keines tief im Herzen,
ein echtes Fieber – nicht nice.

Ich meinte: Halb so schlimm.
Doch stand ich erst am Anfang.
’Ne Pille rein – da nimm,
das stützt den Tag entlang.

Doch nein! Das Virus schlägt ein,
es schlägt wie wild drauf drauf,
Ich liege schwer wie Stein
und rappel mich selten auf.

Ins Bett darf ich nicht pissen –
hab Lust auf Mandarinen
will Süßes nicht vermissen
die Krone davon: Pralinen!

Die feinen Stücke trösten,
sehr ungesund, ich bin aber krank.
Die Viren wollen mich rösten!
Pralinen euch sage ich Dank.

Ein Haufen Elend träumt vom süßen
Leben auf einer schmucken Yacht,
vom Strand, vom Meer, Alpenwiesen –
das böse Virus, wie es da lacht!

und springt und zieht mir schwere,
Ketten – Mattheit – um die Brust.
Die Träume fallen ins Leere,
ich habe auf nichts mehr Lust.

Da geht nichts, geht nichts mehr.
Das Virus kocht, ich bleiche.
Es geht nichts, klebe wie Teer –
ich liege starr – eine Leiche!

Das ist das letzte Protokoll:
die traurige Todesballade.
Packt mein Grab mit Blumen voll –
voll Pralinen und Schokolade!