Lyrik und Sound

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Frühlingskuss

Komm jetzt wieder Frühling,
gib mir wieder einen Kuss
zärtlich leg mich zu Dir hin,
schreibe, schreibe ohne Schluss!

Eins ans andre, höher, höher!
Jauchze, dichte von der Flur,
von Wald und Heide und vom Weiher,
von Sonnenstrahlen, Honig pur!

Doch Frühling ach, du brauchst mich nicht,
du hast ja selbst schon so viel Kraft,
die Sonne bist du, das pralle Licht,
das wirklich Leidenschaft erschafft.

Ich kommentiere nur, ein laues Lüftchen
an das man sich nur kurz erinnert,
ein kleiner Kahn, ein Schiffchen,
das auf dem Gartenteich schimmert.

Nie kann ich Dich erreichen,
versuche es aber immer wieder,
meine Fiedel gut zu streichen,
zärtlich, zarte, wilde Lieder

Alles Leben soll Dich besingen.
Blüten sollen springen
Lerchenchöre klingen,
jede Saite in uns schwingen!

So komm jetzt wilder Frühling,
durchström mich, starker Fluss,
zärtlich leg Dich zu mir hin,
schenk mir wieder einen Kuss.

Inspiration: Schönes Wetter und das Ende des April brachten mich auf diese Idee

Unbarmherzige Sonne!

Blau scheint in den Wintergarten
ein leichter, schöner, neuer Tag
hier auf der Couch ein frohes Erwachen
Sonntag ist auch, ich mag

Wenn sich alles so gut trifft
Farbe und Stimmung zusammen stimmt
Da geht es nach oben wie im Lift
Die Welt ist gut! Bestimmt!

Doch auch Kriege haben blaue Himmel
Tage wo die Sonne freundlich scheint
und Soldaten schießen, ein Gewimmel
von Fliegen über Fleisch erscheint

bedauert, dass Tote so schnell verwesen
Sie selbst so wenige Eier legen
Für die kleinen besorgten Wesen
ist dieses Fleisch ein Segen.

Ihr Fliegengott er segnet das Fleisch
bittet Sie dann an den großen Tisch
Auch Raben kommen mit Gekreisch
zum Lobgesang, denn die Leiber sind frisch

Und du strahlst schön über allen
du unbarmherzige Sonne
die unsere Leiden nicht erkennt.
beleuchtest die verblasste Wonne,
verlassen dort eine Villa brennt

der ganze Umkreis ist zerstört
und Schüsse knallen, knallen
ein Bild in dem die Sonne stört
alle Ideale vom Sockel fallen

Inspiration: Geschrieben am 26.04.2026 am Morgen begonnen.

Karneval

Karneval, oh Karneval!
Feuer, ach, Ekstase!
Bunte Masken überall,
turbulente Straße!

Straße der Narren,
Mottowägen
aus den Karren,
Kamellenregen.

Viele wilde Kostüme,
heiße, nackte Schenkel
mitten auf der Bühne!
Küsse, Glück, Geplänkel.

Karneval, oh Karneval,
feiert durch die Nächte!
Öffnet jeden Saustall,
predigt Liebe – echte!

Inspiration: Ein Erinnerungsgedicht an den Karneval 2025 in Köln

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