Lyrik und Sound

Kategorie: Arbeit (Seite 5 von 5)

KI als Befreiung

Man kann KI als Befreiung sehen
am Ruhepunkt schenkt sie uns Zeit
keine Arbeit nur Aussicht, weit und breit
doch Ängstliche fragen: Wie soll das gehen?

Wir brauchen doch Arbeit um zu leben
umsonst zu essen geht doch nicht
Es gibt doch immer eine Pflicht
erst nach dem Schweiß trinkt man Reben

Doch wenn KI bald alles kann
bald besser noch als wir
drängt die Freiheit dicht heran

umarmt uns, küsst, öffnet die Tür
lädt zu üppigen Festen ein!
Wer sagt denn dazu ernsthaft nein?

Die nicht frei zu leben wissen
die zeigen wollen, übertrumpfen
die im langweiligen stumpfen
Leben immer schuften müssen

Denen es um Kontrolle geht,
dass sie ihr Eigentum bewahren
die keusch sind, gerne sparen
die jubeln wenn es hart zugeht

Sie könnten sich sonst einsam fühlen
ohne Arbeit nutzlos im All
treten sie gern die Räder der Mühlen

fürchten sich vor dem Krawall
im Karneval wilder Gedanken
der ihre Leistung vergisst, einreißt die Schranken.

Stell Dir vor …


Inspiriert durch „Imagine“ von John Lennon


Stell dir vor, es gäb viel Arbeit,
doch du rennst da gar nicht hin.
Stell dir vor, du sparst viel Zeit!
Sehr ökonomisch, Zeitgewinn.

Stell dir vor, stell dir vor,
viel Zeit zum Lachen,
Leben leicht und nicht so schwer.
Stell dir vor, verrückte Sachen.

Stell dir vor, mit offenen Augen,
Kohle ist schwarz und nicht dein Glück.
Stell dir vor, die Kohlen taugen
nur noch als Museumsstück!

Stell dir vor, stell dir vor,
viel Zeit zum Lachen,
Leben leicht und nicht so schwer.
Stell dir vor, verrückte Sachen.

Stell dir vor, du würdest leben!
Dass du oft mit Freunden isst.
Stell dir vor, dass man aufs Streben,
Hierarchien, alle pisst.

Stell dir vor, nur grüne Wiesen,
auf denen du dich lange streckst.
Stell dir vor, der Zwang zerrissen!
Frei und ganz, mit einem Sprung.

Stell dir vor, stell dir vor,
viel Zeit zum Lachen,
Leben leicht und nicht so schwer.
Stell dir vor, verrückte Sachen.

Stell dir vor – all das all,
dieses ganze große Glück.
Stells dir vor – vor dem Fall.
Dem Fall zur Hölle, zu uns zurück!

Weise, einfach weise

Wann werde ich nur einmal weise
und ziehe ruhige kleine Kreise,
pflege meinen wilden Garten,
lass das Finanzamt nicht mehr warten?

lass diese Rechnungen nicht aus dem Blick,
komm kraftvoll aus dem Urlaub zurück?
Ach wann, wann wird das geschehen,
dass Beine Stelzen aufrecht stehen?

Die große Steine leicht umgehn,
ach über allem, allem stehn!
Mit Siebenmeilenstiefeln rennen,
keine Termine mehr verpennen.

Nichts in meinem Leben mehr wackelt,
nicht ahnungslos zur Arbeit gedackelt,
sondern fröhlich zu ihr geschwebt!
Man tief in seiner Arbeit lebt.

Wann werde ich so weise,
dass ich mich nicht zerbeiße,
nicht ständig über mich selber stürze,
mein Leben gestalte, toupiere, würze?

Wann werde ich so weise?
Ja und dann? Komme ich auf der Reise
an der nächsten Mauer an!
Die ich nur schwer durchschlagen kann.

Nein! Weise wäre es dann zu lachen
und den Weg drumrum zu machen.
Noch weiser noch weiter zu träumen, denken,
die Mauern in feinem Sand versenken!

Mit Sand aus stürmischen Gedichten
alle Probleme zu überschichten.
immer zu lachen und zu sagen:
wie herrlich ist es, in Versen zu klagen!

Inspiration: Selbstironie, Frage was weise ist.

Schwächen

So vieles bringt mich zum Verzweifeln,
auch über mich selbst muss ich klagen,
wie sich Versäumnisse anhäufen
und Fehler – nein! – Nicht fragen!

Es reicht mir schon, dass ich sie kenne,
die ganze Gedankenlosigkeit,
dass ich so schnell bin und wegrenne
und so gut vertrödle all meine Zeit.

Doch wenn ich so streng zu mir wäre,
wär ich’s zu and’ren gleich viermal,
deshalb nehme ich die Schwere,
trage sie kraftlos, diese Qual,

die mir mein träges Leben bereitet.
Weich bin ich eben, kein harter Stahl,
der nur mit Mühe austeilt und streitet,
der zurückweicht jedes Mal.

Du, Thomas, machst es dir zu einfach,
da deine Trägheit auch and’re betrifft,
gibts viele Stöße, viel Streit, viel Krach,
und alle werden angeschifft.

Sei lieber doch noch etwas strenger,
lass das grenzenlose Ruhn,
vielleicht wird’s für andere enger,
doch mehr hast du mit dir zu tun!

Red dich nicht mit schönen Versen heraus!
Es wird dir im Leben nichts nützen!
Schau früh nach Regenwolken aus,
Leben heißt leider auch – Schwitzen!!

Ach schnelle Peitschen, harter Streich,
Ach Skylla, ach Charybdis
zwischen zu hart und zu weich,
zu wählen – ein Verhängnis!

Es gibt einen Weg mitten hindurch!
Einen Weg nicht ohne Gefahr!
Auf wir müssen durchs Leben durch,
Macht dazu alle Segel klar!

Kämpf und streng Dich härter an,
Doch lass es, dieses Kritischsein
Tu das was man machen kann,
und sag auch manchmal nein.

Weich und fest in einem zusammen,
Knochen und Fett und Haut drum herum
Wasser gemeinsam mit Flammen,
ein gutes, menschliches Drumherum.

Das singen alle selig,
und wissen – das klappt nie,
Ein Glück – viel wächst dazwischen,
kommt lasst uns beides mischen!

Inspiration: Selbstzweifel (24.04.2026)

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