Komm, lass uns in die Tiefe steigen,
wo Rechnungen, Tickets, Briefe brennen –
soll ich dir die Postfächer zeigen?
Die vielen Leute, die ständig rennen?

Weil die Angst sie ständig jagt,
sie keine Zeit verlieren wollen.
Sie lachen selbst – wenn man sie plagt.
Die nur noch tun – was sie tun sollen.

Ja – du musst hier schlau sein,
dich unter Geschäftigkeit verstecken.
Doch ich bin gierig öfter unrein,
denke an wenig, außer dem Stecken.

Nein – Thomas – sei nicht so töricht!
Du wirfst die Leute aus der Bahn!
Sobald der Krug im Brunnen bricht,
zerspringt dein Leben mit dem Wahn.

Sei treu und ehrlich und schrei
nicht – hier hilft dir keine Lust.
Du bist verdammt und vogelfrei,
drück dich nieder! Sag: Du musst!

Sag zur Freiheit nie – Du musst!
Sonst reißt sie dich auseinander,
zeigt dir ihre scharfen Krallen,
schlägt dich mehrfach hintereinander,
lässt dich von oben – herunterfallen.

So böse wird die Freiheit,
ahnt sie nur den Zwang,
verwirft alle Bescheidenheit,
steigert sich hoch in ihrem Drang,

Ihren Willen sich zu behaupten
mit kräftigen Stößen – heiligem Nein!
Will sich holen, was sie ihr raubten,
und abschmettern Stein um Stein.

Ja, die Freiheit, sie will singen,
obwohl man ihr den Mund zudrückt,
sie will beißen, toben, ringen,
bis ein Stoß von ihr dann glückt.

Die Freiheit, sie will stark sein,
sie springt mit einem Satz,
in alte Regeln, Dornen hinein
und schafft sich neuen Platz.

Und ich will wieder dort sein,
wo ich am Anfang stand und war,
ich bin nicht tot, ich bin nicht klein,
ich schreibe direkt und klar.