Auf, jetzt los zur Arbeit,
früh wirst du nun herausgepresst,
um sieben ist die Zeit,
wo man dich kommen lässt.

Steh also auf um halb sechse
und heb dann hoch den Arsch,
sieh nicht immer nur das Schlechte,
das ist nur ein wenig harsch.

Gut, du bist vierundsechzig,
doch wurdest du bisher verschont.
Später mit vierundachtzig
bist du es dann gewohnt.

Schön, dass du noch lachst,
aber du lachst ja fast immer,
egal, was du auch machst,
das wird ja immer schlimmer.

Doch als du heute dort bist,
da bist du mutterseelenallein.
Auf dem Schreibtisch steht eine Kist,
schau da mal hinein.

Ein Laptop, eine Beschreibung,
Kleinigkeiten, unten ’ne Maus,
Kabel, Elektronenleitung,
so sieht deren Inhalt aus.

Nun darfst du erst die Räume suchen,
wo man die krassen Themen bespricht,
die musst du später selber buchen,
doch heute musst du es nicht.

Ich schau mir diese Räume an,
steig hoch und runter die Treppen,
ich pirsch mich an die Räume ran,
leicht – muss noch nichts schleppen.

Nun musst‘ ich die Räume prüfen,
ob man was drin besprechen kann,
was findet in den Tiefen
der Probleme, die man ersann.

Allerdings, ich bin allein,
alleingelassen, merk es dir.
Kann dann dein Auftrag wichtig sein?
Doch denk ich’s, nichts mehr hier.

Ich versuche die Prüfung zu machen,
suche Kabel, Stecker, Schalter,
alleingelassen, lass das Lachen!
Du Mathefan, du kranker Alter!

Ich gebe irgendwann auf,
am nächsten Tag da soll wer kommen.
Ich träume mich zum Himmel hinauf,
die Engel dort sind sehr verkommen.

Quatsch, ich rufe wild herum,
doch keiner weiß einen Rat,
sie drücken sich in den Ecken herum
wie ich selbst, der Waldschrat.

Nachmittags die alte Arbeit,
die ich ja auch noch habe,
doch so allein wächst die Zeit,
die Verse, Strophen, meine Klage.

Es ist ja erst der erste Tag!
Ein kleiner Teil noch blank und eben,
komm stetig nun, was kommen mag,
Pegasus wird mich erheben.