[Intro – slow, minor key, solo piano]

[Verse 1]
Ich möchte Philosoph sein
bärtig alt und sehr gescheit
Und falle ständig selber rein
Leute es tut mir sehr, sehr leid

[Verse 2]
Von mir könnt ihr nichts erwarten
Mein Niveau rutscht zu tief.
Musste so oft wieder starten
und alles davon – ging schief

[Verse 3]
Ich habe also kein Rezept
und weiß auch einfach weiter so
weiter bis dann alles verreckt
alles brennt und lichterloh

[Verse 4]
In Flammen aufgeht geht nicht
man kann die Welt nicht laufen lassen
wohin sie irrt, doch ohne Licht
werden wir den Ausweg verpassen

[Verse 5]
Die Welt quillt auf in Fragen
auf die niemand eine Antwort weiß
Stets schlimmer geht es meinem Magen
sobald ich denke denk ich im Kreis

[Verse 6]
Finde keinen Anfang dort
Bin leer und finde kein Ende
Jede Hoffnung ist längst fort
Es gibt fast sicher keine Wende

[Verse 7]
Und könnte ich die Ruder drehen
missachtete ich so viele Dinge
Würde verzweifeln, zu weit gehen
nur sehen das ich Chaos bringe

[Verse 8]
Doch weshalb dann noch klagen
Wenn ich es schlimmer machen würde
Doch auch das kann ich nicht sagen
Vielleicht überspringe ich ja die Hürde

[Verse 9]
Zufällig gelingt auch mir mal was
Und viele tausend Blumen blühen
ein jeder kriegt doch etwas Spaß
Und etwas Ruhe in all seinen Mühen

[Bridge – accordion enters, tempo begins to build]
Ein Trinklied will ich immer schreiben
Doch wird mir der Wein gleich zu sauer
Und muss im Fass dann stehen bleiben
und gärt noch schlimmer und rauer.

Ein Trinklied kann mir noch gelingen
Ein Trinklied das unsren Schmerz betäubt
nur eines Musen läßt mich singen
Ein wildes das die Zecher freut.

Das sie einander die Hände reichen
das sie in ihrem Suff nichts mehr tun
nur noch Schnarchen diese Leichen
der Menschheit dienen und ruhn.

[Outro – sudden tempo shift, upbeat drunken waltz, full band, shouted/jubilant vocals]
Doch lasst uns keine Zeit mehr verschwenden
Fangt nun zu trinken tanzen an
Krabbelt hoch an glatten Wänden
Bleibt trotz allem lustig im Wahn.

© kamellenregen.art