Lyrik und Sound

Monat: September 2026 (Seite 2 von 19)

Wunderschöne Tage

[Verse 1]
Wunderschöne Tage!
Die Sonne spielt so schön mit den Schatten,
die Schatten der Blätter, sie tanzen.
Hoch und blau, der ganze Himmel!

[Verse 2]
Ich möchte jubeln, doch mein Denken
fängt meinen Jubel blitzschnell ein.
Die Klimaängste, sie verrenken
mir mein hüpfendes Gebein.

[Chorus]
Doch Sorgen lösen nichts, sie zerfressen!
Werfen wir uns – Kommt! In die Hitze hinein!
Lass uns das Leben nicht vergessen!
Saug das Licht ganz gierig ein.

[Verse 3]
Retten wir uns den Humor
heraus aus dem Krieg, dem ganzen Leid.
Verschließen wir nicht vor der Freude die Tür.
Streiten wir für eine bessere Zeit!

[Bridge]
Eine Zeit, in der man sich freuen darf,
man schämt sich doch jetzt schon fürs Lachen.
Peperonizeit, heiß und scharf,
ohne Geschütze, ohne ihr Krachen.

[Chorus]
Doch Sorgen lösen nichts, sie zerfressen!
Werfen wir uns – Kommt! In die Hitze hinein!
Lass uns das Leben nicht vergessen!
Saug das Licht ganz gierig ein.

Darmspiegelung

[Verse 1]
Es geht um meine Darmspiegelung,
ein ungewöhnlich heikles Thema.
Da gibt’s Tabus mit fester Verriegelung,
und selten auch wird sie zum Drama.

[Verse 2]
Der Darm – er hat ein trauriges Image.
Wir sind zwar um ihn herum gebaut,
doch kriegt er bei Tinder nie ein Match
und kaum, dass einer mal nach ihm schaut.

[Verse 3]
Man dichtet ganz selten auf den Darm.
Sie klingen so schlecht, die Pupse.
Er hat ganz ehrlich wenig Charme.
Die Lieder betreffen Schwänze und Möpse,

[Verse 4]
doch nicht diesen langen Schlauch.
Verdient hätte er es sicher,
doch ist er abstoßend und auch
zu feucht, zu dunkel seine Gemächer.

[Verse 5]
Selbst wenn er sich selbst mal, wie heute,
durchs Auge der Ärztin betrachtet,
erzählt er nicht alles in epischer Breite,
werden die Regeln des Anstands beachtet.

[Bridge]
Vom oberen Eingang bis zur Mündung
aber ist er ein Wunder: Funktionell gebaut,
kein plumpes Rohrwerk, voller Empfindung,
ein wirkliches Wunder, wohin man schaut.

[Verse 6]
Und der wird also bald untersucht,
mit kleinen Kameras erkundet.
Und dorthin verschwindet das ausgesucht
fette Fleisch, das uns so mundet.

[Verse 7]
Auch das Gemüse, der bunte Salat,
die Nüsse und die Pastinaken,
das Süße, Saure…, aller Art,
was wir erst schlemmen, danach kacken.

[Verse 8]
Was in den Mund geht, wird gepriesen,
tausende Speisen werden besungen.
Sobald die Bissen tiefer fließen,
ist die Lyra schnell verklungen.

[Verse 9]
Das heißt: Im Darm ist erst mal Dreck.
Am Tag zuvor wird ausgeputzt,
der ganze Schlick muss raus und weg!
Und dazu wird viel Wasser benutzt.

[Verse 10]
Das will erst mal getrunken sein,
am Abend zuvor und dann am Morgen.
Zwei Liter je stürz‘ ich hinein,
wär’s Bier – dann hätt‘ ich keine Sorgen.

[Verse 11]
Doch ist’s kein Bier! Ein Salzgemisch! –
Eine Mischung aus zwei Pulvern, fein
in Wasser gelöst, steht’s auf dem Tisch,
und alles, alles muss jetzt rein!

[Verse 12]
Der Geschmack, er geht, nur halb so schlimm!
Und dazu – normales Wasser, viel Tee.
Schluck für Schluck, Prost, nimm jetzt, nimm!
Trink dich nun voll, denk – ’s wär Kaffee.

[Verse 13]
Im Klo – dort schließ‘ ich aber ab,
das müsst ihr einfach selbst erleben.
Man spült so einiges hinab,
zum Himmel wird’s euch nicht erheben.

[Verse 14]
Mulmig ist die Fahrt mit der Bahn.
Man dichtet am besten, lenkt sich ab,
denkt konzentriert, dann kommt man an.
In die Umkleide jetzt! Die Hose herab!

[Verse 15]
Ich lass‘ mir immer die Spritze geben,
beim Stich, da träum‘ ich ’nen guten Kuss,
und wenn dann meine Lippen beben,
schlafe ich ein und es ist Schluss.

[Verse 16]
Man bekommt dann gar nichts mit,
ich träum‘ auch nicht, ich bin sediert.
Das würde sonst sicher auch kein Hit,
mit dem man jemand imponiert.

[Verse 17]
Nach dem Spiegeln, Anziehen, Schlafen,
oder auch Schreiben, einerlei,
und will mein Schicksal mich jetzt nicht strafen,
gibt mich der Arzt mit Glückwunsch frei.

[Chorus]
Das Arztgespräch – die Spannung steigt.
Ich hoff‘ nicht hart und überraschend.
Doch kein Polyp hat sich gezeigt,
ein Freispruch allumfassend!

[Outro]
Ein Glück! – Ich kann nun glücklich gehen,
tanzen, übers Trottoir schweben.
Erst mal gleich nach Essen sehen
und ohne große Sorgen leben!

I‘ am new to mattermost

[Intro – Medieval Instruments, Lute and Flute]

[Verse 1 – Minstrel Style, Storytelling]
Nun kann ich nicht mehr sagen:
Da komme ich nicht rein.
Nein! – Nun ballern alle Fragen
mir ungehindert zum Fenster rein.

[Verse 2 – Lament]
Die Rollläden auch noch hoch und offen!
Und ich so faul, fast nackt im Bett!
Das macht mich echt betroffen –
und dabei war früher alles nett.

[Chorus – Tavern Song Energy]
Aber klar, ich gebe mich geschlagen!
Wir sind ja hier in einem Betrieb,
da haben die Chefs auch was zu sagen,
und die haben uns alle lieb!

[Outro – Resigned Bard, Ironic]
Die wollen für mich auch nur das Beste,
ja für uns alle, gemeinsam hier
– was das dann heißt – wenn ich das wüsste!
Ich raues, graues, grummeldes Tier.

[End – Lute Fade, Weary Sigh]

Ich und Umwelt

Wenn man denkt es geht schon wieder,
drückt uns längst was anderes nieder.
Schon Buddha wollte dieser Regel entkommen
und ist doch immer mitgeschwommen.

Auch er ist dem Weltlauf nie entschlüpft.
Er dachte nur, er hätte ihn durchbrochen.
und ist dabei nur anders gehüpft.
Er hatte niemals diese Welt durchstochen.

In jede Richtung, wohin wir auch rennen,
können wir uns nicht von uns selber trennen.
Wir bleiben immer beschränkt und klein,
die Umwelt drückt uns ins Leben hinein.

Und das ist immer viel zu eng,
bei so viel Umwelt, Gedränge
umfasst die Umwelt sehr streng,
sie knebeln uns die Wirkungsstränge.

Ein Anteil davon will verharren
Ein anderer schiebt den Karren
Die Lage verschiebt sich und ein Stück
teils nach vorne und teils zurück.

Die Umwelt legt die Wirkung fest
stets schiebt sie uns externe Dynamik
lässt keinen Spielraum, sie presst,
erzeugt in uns, im Einzelnen Panik.

Der Panik kann man nicht entgehen
nur im besten Fall verstehen.
Die Menschen, alles ist sehr klein
und unsere Umwelt – bestimmt unser Sein.

Alles wird von allem gedrückt,
durch diese Dynamik leben wir
am Ende werden alle zerdrückt.
Doch ohne sie, wär niemand hier!

Und manchmal, wenn etwas glückt,
dann wird so viel Gutes gepflückt
Das Gefühl, dass alles paßt und stimmt
das dann jede Panik nimmt.

Zur Entspannung

Entspannung – ja, das liebe ich,
einfach an nichts denken müssen.
Keine Sorgen quälen mich,
wild sein auch und feurig küssen.

Vergessen wir also die Probleme,
die können uns nur fertigmachen!
Es gibt ja noch das Schöne –
und den Humor: Lasst uns lachen!

Vor allem über uns selbst
und dass wir das Ziel von allem wären,
dass es schlimm wäre, wenn man fällt,
dass wir zu viel wollen, begehren.

Ein Luftballon wird einmal platzen!
Doch lasst ihn dennoch einmal steigen!
Beim Essen darf man auch mal schmatzen,
wir müssen nicht immer anständig bleiben.

Alles einfach unproblematisch,
man verendet ja irgendwann doch.
Doch heute, ganz ekstatisch,
leben wir ja noch!

Frühlingstanz mit ChatGPT

Von ChatGPT stammen die ungeraden Strophen und ich schrieb die Geraden.

Der Frühling schleicht auf leisen Sohlen,
hat Blüten in den Wind gestreut.
Die letzten Frostgedanken holen
sich ab, was längst dem Licht geweiht.

Mild ist schon die Mittagszeit
und die Forsythien erwachen.
Der Hase hüpft jetzt doppelt weit,
bringt Eier und ganz süße Sachen.

Die Bienen summen ihr fröhliches Lied,
es duftet nach versprochenem Glück.
Ein zarter Hauch, der leise zieht,
bringt uns den Frühling Stück für Stück.

Er bringt uns Liebe, dieser Hauch,
wie ein Sturm, er bläst, verführt
mich und dich, alle anderen auch,
was er für tobende Feuer schürt!

Die Knospen platzen, kaum gesehn,
der Himmel malt in Blau und Gold.
Und Herzen wollen weitergehn,
vergessen, was der Frost uns zollt.

Doch wer kann sich noch enger schnüren,
damit er jetzt nichts fühlen kann?
Leicht kann man jetzt alle verführen
Alte, Junge, Frau und Mann!

Denn Frühling bläst in jede Brust,
ein süßes, taumelndes Verlangen.
Er macht aus Zweifeln wieder Lust,
will kalte Seelen finden, fangen.

Niemand soll mehr Zeit verlieren,
schon spielt der Frühling überall.
Sie alle wissen nun und spüren:
nun tönt die Welt, nun schwingt das All!

Niedergeschlagen

Ich bin nun alt und verrückt,
die Pläne wurden alle zerpflückt,
und ziemlich viel ist mir missglückt,
ich wurde zermahlen, zerdrückt!

Ich stand nie in der ersten Reihe,
bekam auch nie eine höhere Weihe,
und fühle mich schwach, befreie
mich nie – und niemals schreie,

ich dagegen – zeige Zähne.
Nein – ich habe meine Migräne,
bleibe schlaflos wach und gähne,
den Tag entlang ohne Pläne.

Mein Leben – unsichere Striche,
Wege, Pfade, Schliche,
und eine Unzahl Stiche.
Ich gehe nicht, ich krieche.

Gedanken habe ich auch öfter scharf,
die man gar nicht haben darf,
und Gesetzen unterwarf
ich mich nie – bewarf

die Welt mit wirren Gedichten.
Aufgetürmt in vielen Schichten
dienen sie dazu, alles zu richten,
ohne etwas tief zu belichten.

Am Ende weine ich herbe Tränen,
Erinnerungen halten, fassen, lähmen,
manche davon sind zum Schämen.
Will mich einmauern, mich grämen.

Und die Welt? – Oh, komm doch, schau! –
Siehst du Farben? Alles grau!
Nichts ist glatt, nein, alles ist rau.
Hier gibt es kein Wasser, keinen Tau!

Du kannst mir nichts davon erzählen.
Ich finde keine Orangen zum Schälen,
kann ständig nur das Gleiche wählen.
Und wie viele Menschen Menschen quälen!

Trotzdem sagen sie: „Es ist gut!“
Und sie sagen: „Verlier nicht den Mut,
trockne nicht aus! – Die Sonnenglut
verdampft es nicht – bißchen Blut!“

Alles Quatsch und ganz fatal,
das verstärkt nur noch die Qual.
Ich will Liebe – nicht Härte, nicht Stahl,
ich will Leben – nur einmal!

Klage eines alten Hundes

Ach die Geschichte ist ein Sumpf
voller schwarz geronnenem Blut
Gewalt ist ihr As, die Bosheit Trumpf
viele verreckten, sie ist niemandem gut!

Doch was geschehen ist geschah,
oder ob es perfide gefälscht war?
Geschichte geht unter die Haut, so nah
und wir wählen Helden, klar

Wir stehen immer auf einer Seite,
und ich will ja gar nicht zynisch sein!
Sie ufert auch aus, strömt in die Breite
Alles zu viel! Gewiss Ja! Und richtig ein Nein!

Mit wenigen, Blitzen müssen wir uns begnügen,
auch wenn uns doch alles interessiert,
Ich bin begrenzt, ich muss mich fügen,
bevor man sich in jeder Richtung verliert

unsere Kraft versagt uns einmal die Kraft,
kann das Leid nicht mehr ertragen,
mit der der Mensch seine Welt umschafft
umdreht unseren Magen.

Schön, viel schöner ist die Liebe!
Ach Thomas – denk an die Eifersucht!
Der Honig den ich gern anfliege,
Selbst Liebe trägt oft böse Frucht!!

Alles ist grausam ein Kampf!
Man reibt sich selbst beim Lieben wund
jede Hoffnung, Zuversicht verdampft!
wie kynisch bin ich alter Hund!

Kommt tanz Thomas hab Mitgefühl!
Tanz mit ins Leben, reim es auf Wonne,
Jedes Leben ist doch nur ein Spiel,
es glitzert, verdampft schnell in der Sonne.

Es hat kein tiefes großes Ziel,
ganz weit über sich hinaus.
es lebt und denkt und hat Gefühl
es stirbt und es ist – aus!

Wieder wälzt sich dann die Geschichte,
über ein kostbares Leben hinweg,
und keine Lieder, keine Gedichte,
bläst diese Verzweiflung jemals weg.

Das wir zu klein sind, zu viel wissen,
führt uns in tiefe Verzweiflung hinein,
Wir werden bald die Erde küssen,
werden dann nur noch Geschichte sein!

Die Kreuzzüge (nur ein Fragment)

Jeder Kreuzzug führt nach Jerusalem
Nein – du wirst es sehr bald sehen
In jedem Kreuzzug ist der edle Ritter
Nur eine Minderheit und sie sind bitter

Es ist nicht nur heiliges Land betroffen
Ein Kreuzzug ist ein Gräuel und offen
Vernichtung an viele Orte zu tragen
Viele ganz Unschuldige zu erschlagen

Nachdem der Papst den Ersten ausrief
Ging gleich am Rhein schon sehr viel schief
Am Rhein? Ja dort in vielen Städten
Lebten Juden, „die bösen und fetten

Andersgläubigen“ und der Weg war lange
Nach Jerusalem, „Tötet die Schlange!
Hier schon!“ – War das Motto des Trupps
Voller Hass auf Juden ergoss sich der Mob

Hinein in reiche und ärmere Orte
Es waren furchtbare Taten und Worte
Viele Juden lebten dort schon lange Zeit
Waren auch durchaus angesehene Leut

Doch der Schutz durch die Räte, Bischöfe versagt
Man hat es vor dem Mob nicht gewagt
Den bedrängten Juden beizustehen
Lies die Abschlachtung geschehen

Massen von Menschen erschlagen oder fliehen
Ein Mob Franzosen und Deutsche
Bauern, Bürger, Arme dazu
Da brannten die jüdischen Viertel im Nu

Geplant vom Adel der Kirche wars nicht
Der Mob war Volk, voll Wahn, „auf nach Jerusalem!“
Doch auch auf dem Weg dorthin, geschehen
Gräuel an Gräuel, Gewalt, Gewalt
Der große Zug macht überall Halt

Die Sonne scheint

Die Sonne scheint
Ihr Licht es gießt
uns schöne Farben in die Augen
und dieser Sonnensaft er fließt
in all unsre Zellen, sie wollen saugen

Und unsre Muskeln entfalten sich
die Augen lachen auf und jubeln
sehen die Welt und sehen dich
und alle andern die Strahlen beflügeln
mit dir mit Licht fröhlich fliegen

Sonne ach du liebe Zeit
wieder flieg ich viel zu weit
ich gestehe meine große Sünde
dass ich zu leicht, zu viel empfinde
ein Aufschwung immer ohne Kontrolle

Aber was soll es! Das Licht ist Licht
ist Licht und etwas andres eben nicht

Ich kann das Licht nicht kleiner machen
es gehört zu den wirklich großen Sachen

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