Die Gläubigen sind alle verrückt
Ihre Hirne liegen verkohlt in den Flammen
Des Gottes, der sie so entzückt
Sie sind verrückt! Alle zusammen!

Doch kann ich dem Glauben entkommen?
Ich glaube doch auch als Atheist
Vielleicht bin ich selbst benommen
Betrunken, vom Wahn geküsst

Gewiss – doch geh ich meinen Weg
Muss niemand töten, weil Gott es so will
Geh zwar wacklig auf krummem Steg
Umgehe aber sicher uralten Müll

Die Halden nutzlos strenger Regeln
Die trennen, zerschneiden, nicht vereinen
Ich hab den Drang, mich selbst zu zügeln
Steh gern auf meinen eigenen Beinen

Ja, manchmal bin ich ganz verkommen
So gierig, kein vernünftiges Tier
Ich hab das Heil hier nie gewonnen
Bin öfter auch ganz einsam hier

Doch hab ich noch Verstand
Ein Fünkchen Hoffnung kann noch keimen
Mein Wahnsinn hält mich ab vom Rand
Ich kann mich stoppen, mich verneinen