
Manchmal schwingen meine Gedanken
wie ein Pendel: Vor – zurück
vor – zurück Gedanken schwanken
was ist besser, wo keimt Glück?
Schlägt man ein den Weg nach rechts,
wird der Linke besser sein,
geht man rückwärts den von rechts,
fährt man links ins Unglück rein!
Wie man’s macht, ist immer schlechter,
als der allerbeste Zug,
immer wartet ein Gelächter,
grad auf den – den man schon schlug
Manchmal sind gar meine Gedanken,
einfach, zweifach, neunmal klug
Ideen die wie Efeu ranken,
steigen auf zum Höhenflug.
Worte die die Reime sprengen,
Metrik und den Rhythmus brechen
die mit Unter– Überlängen
laut von irgendetwas sprechen
Nennen tut man’s freie Verse
strenger, enger dann gebunden
Strophenformen gibts diverse
Viele hat man schon erfunden
Viele Muster, Berg und Tal
Wechsel zwischen stark und leicht.
Bestens wenn die Silbenzahl
sich in allen Strophen gleicht
Hin und her wird da gerechnet,
weil man Silben zählen muss
jeder Schwung ist wie berechnet
für den wirklich dicken Kuss.
Doch einen Kuss den muss man küssen
der ist nicht berechenbar
das sollte jeder, jede wissen:
Küssen – das ist wunderbar!
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