Im Frühjahr hab ich noch gelacht,
den Gott des Frühlings besungen,
nun scheint die dunkle Nacht,
mein Hochgefühl, es ist verklungen.

Im Frühling war es mir noch heiß,
da glühten mir die Wangen,
da malte ich im bunten Kreis,
noch all die Träume – sie zersprangen!

Nun ist er da – der November,
die düstere Nacht ist da,
ohne Hoffnung auf Lösung und Wunder,
die Toten sehr, sehr nah!

Nun steigen sie aus den Gräbern,
wir selber, wir fallen hinein.
Der Krieg er dröhnt mit furchtbaren Liedern,
er türmt Gebein auf Gebein.

Der Wahnsinn er ist wiedergekehrt,
Geschütze krachen, Raketen fliegen,
die Erde brennt – ein Flammenherd,
voll Menschen, vielen, gequälten, müden.

Und alles nicht erdacht, real!
Der Schrecken ist gar nicht zu fassen,
Keine Worte für all die Qual!
Vernichtung, sterben, alles in Massen!

Im Frühling – keine Erinnerung,
war alles damals nur geträumt,
nun Wirklichkeit – Zertrümmerung,
die Träume längst zur Seite geräumt.

Halloween – wir brauchen das nicht,
wir müssen uns nicht mehr verkleiden!
Real und wirklich, es gibt kein Licht!
Nur Dunkel, Tod und noch mehr Leiden!