Ich möchte nicht mehr arbeiten,
weil es mir nur den Magen verdirbt,
nutzlos sind gestempelte Zeiten,
und teuer – da man eh bald stirbt!

Ich zumindest – aber auch du!
Selbst hundert Jahre sind doch wenig.
Schau auf dich selbst, sei einfach du
und du siehst – du bist ein König!

Geschlechtergerecht: Eine Königin!
Und was muss! Eine Königin machen?
Sie gibt sich fohen Festen hin,
dem Flirten, Reden und dem Lachen!

Gewiss sie hat noch Angestellte,
Die aber auch nicht arbeiten wollen.
Nicht nur sie ist die Auserwählte,
nicht nur sie – will spielen, tollen!

Doch wie sollte das denn gehen,
wenn plötzlich alle Könige sind?
Die würden sich alle im Wege stehen!
Diesen Gedanken zerzaust der Wind.

Das quält sich schon
durch die gesamte Geschichte!
Diese Welt ist nur aus Ton
und macht alles zunichte!

Alle können nicht oben sein,
ja die Mehrzahl – die muss unten schuften!
Nur Wenige atmen frei – ganz einsam, allein,
dürfen reichlich nach Faulheit duften.

Doch kommt jetzt die Wende? – Durch KI?
Denn Roboter können doch bald alles!
Die Bosse schreien zwar – Niemals! Nie!
Doch im Traum – im Fall des Falles …

Alles käme durcheinander!
Wofür soll man dann noch Leute bezahlen?
Die liegen dann kuschlig beieinander,
wo aber bleiben – die harten Qualen?

Denn Geld bekommt man doch nicht für Lust!
Selbst Prostituierte bejahen das.
Geld bekommt der, der schuften muss!
Geld bekommt man nicht für Spaß!

Doch wenn nun Roboter – alles produzieren?
Wie kommt der Boss dann an sein Geld?
Er würde sein Geld an den Spaß verlieren!
Denn auch sein Arbeitswert zerfällt.

Er kann sein Gehalt nicht mehr begründen.
Kann nicht mehr behaupten: Ich bin was wert!
Er würde bald keinen mehr finden,
der seine Taschen für ihn leert!

Keiner baut dann mehr Roboter,
die würden alles selber tun!
Uns bliebe dann nur noch ein Lotter-
leben und viel Zeit um auszuruhn!

Wie kann man eine Wirtschaft gestalten,
die alles ohne Menschen schafft?
Die so ist wie alle Naturgewalten,
alles ohne Geld – durch Energie und Kraft.

Die aus dem Strom der Sonne fliest,
alles umwältzt, stampft und erschafft,
während der Mensch – nebenbei – nur genießt?
Doch was macht dann der Mensch mit seiner Kraft?

Wenn ihn die Geldnot nicht mehr treibt?
Ach – Geld gibt’s erst seit fünftausend Jahren!
Der weiß schon, wie er die Zeit vertreibt.
Der wird mit Ideen sicher nicht sparen.

Der tanzt oder flirtet oder schreibt,
der genießt die Sonne und denkt,
oder was er sonst noch so treibt …
wohin er seinen Karren lenkt …

Nutzloser wird sein Leben nicht,
denn Arbeit ist nur – Zeit verschwendet!
Das merkt man – wenn vieles zusammenbricht,
oder das Leben – sehr bald endet.