
Noch ist es Nacht, Fünfe, doch der Nebel
leuchtet draußen trüb im Schein der Laternen.
Ich sehe ihn also, den Knebel
meiner Fröhlichkeit. Von den Sternen
aber sieht man nichts mehr. Kühl
friert es mich schon vom Sehen.
Über den Rücken läuft ein Eisgefühl.
Dieser Herbst wird nicht mehr gehen
und dem Sommer wieder Platz machen.
Ich mag es nicht zu frieren.
Das erinnert mich ans kalte Grab. Lachen
kann ich frierend nicht. Verlieren,
fallende Blätter, keine Kraft, Frost und Eis –
Ende, Erstarrung – alles grausame Worte.
Natürlich, auch zu heiß
ist es nichts, aber kalte Orte
sind trotzdem etwas schlimmer.
Da gibt es eben überhaupt nichts mehr,
nur der Tod und ein grimmer
Schneesturm fegt alles aus. So leer,
gefühllos wird alles. Ich zittere tief drin.
Nebel, dunstig beleuchtet, blubbert
in den Tälern feucht vor sich hin,
dringt in mich, kühlt mich aus, knabbert
von meinen Knochen das kalte Fleisch.
Im unangenehm feuchtkalten Grab
zittern meine Kiefer. Das Geräusch
klappernder Zähne, die nicht aufhören, gab
einen Eindruck davon, was es heißt,
in der kalten Erde eines Friedhofs zu ruhen.
Wenn es dir vor Kälte die Haut zerreißt
in den Särgen, diesen engen Truhen,
knackt – kommt alles noch auf uns zu!
Warten wir’s ab und kuscheln wir jetzt
schnell in unsere wärmsten Decken.
Wir werden ja nichts spüren davon.
Machen wir uns keine Hoffnung!
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