Blumen seufzen Trockenheit,
Gräser verlieren saftiges Grün,
Vögel fliegen um Wasser weit,
Keiner kann sich der Hitze entziehen.

Bäche erwärmen sich, auch Flüsse,
Seen werden grüne Brühen,
Fische, die nicht weiter wissen,
schnappen Luft, die Algen blühen.

Ameisen huschen über Asphalt,
Hitze würde sie gern braten,
Spinne macht beim Netzbau halt,
ihr feines Netz will nicht geraten.

Selten hängt noch ein Insekt,
zappelt in den weiten Netzen,
Tischlein jetzt so mager gedeckt,
warst einst voll von Schätzen.

Weiter machen, weiter spinnen,
denk jetzt nicht und zieh den Faden,
gib nicht auf, du wirst gewinnen,
träum von dicken Fliegen, Maden.

Plötzlich hört sie kraftlos auf,
rollt sich erschöpft zusammen.
Heißer Atem zieht herauf,
zündelt – alles steht in Flammen.

Alles versengt die heiße Sonne,
Rinder brüllen, finden nichts,
trocken strahlt die Regentonne,
spiegelt die Hitze des Lichts.

Sommer, so wie Sommer immer,
heißer als der Letzte war,
heißer, immer etwas schlimmer,
bis er dann der Letzte war.