
Ich will immer alles gestehen
ich halte mich mit nichts zurück
mein Krug wird solang zum Brunnen gehen
bis er zerbricht, zerreißt mein Glück.
Ach Thomas, lass dein nutzloses Spiel
es bringt dir doch gar keinen Segen
denn deine Geständnisse haben kein Ziel,
sie werden hier niemanden erregen.
Denn dazu sind sie zu weit weg
zu heftig nein, das wird kein Hit
Du versinkst in Tränen und Dreck
immer tiefer, nimmst niemand mit.
Lass das also, sag nicht aller Welt
was dich im Innersten beschäftigt.
Verschließ es fest und bleib im Zelt,
und schluchze nicht zu heftig!
Oh nein – ich muss doch gebären!
Darf es so alt, auf den letzten Metern
will den ganzen Kelch ausleeren
vielleicht erfreut es doch einen der Götter
oder zumindest Aphrodite!
Die Schaumgeborene aus der Gischt
sie hört mich sicher gern, jede Wette
bis ich sterbe, jeder Traum erlischt.
Oh Thomas, Thomas meine Güte!
Meinst du wirklich, dass Aphrodite,
die Schaumgeborene, so lustbegabt
sich an solchen Tränen labt?
Sie liebt den Wind, die Wildheit pur,
will keinen tränenreichen Schwur,
liebt sie doch Ares‘ wilde Stürme,
viel mehr die Hitze, als laue Wärme!
Bring sie lieber zum lauten Lachen,
als solche trägen Sachen zu machen.
Wildheit können Tränen nicht zähmen,
sie würde sich wegen dir nur schämen!
Aphrodite brauchst du nichts zu gestehen,
Aphrodite will dein Feuer sehen,
liebt Flaggen die im Sturmwind wehen,
Schwänze die nach oben stehen!!
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