Nebelig und am Morgen noch dunkel,
ich spüre die Kälte, wenn ich’s nur sehe!
Milchig alles statt Sternengefunkel –
ich will nur Ruhe! Alles macht Mühe!

Ich will im Bett wieder verschwinden,
im warmen Bett, wo alles so schön ist!
Will Sträuße dort aus Gedanken binden,
einfach schlafen – doch so ein Mist!

Die Gesellschaft drängt zum Handeln,
zum Aufstehen, um zur Arbeit zu gehen.
Doch weshalb sollte grad ich so handeln?
Ich will doch jetzt keinen Nebel sehen!

Ich forme meine Lippen zum Kuss,
ja, küssen würde ich jetzt gerne.
Doch leider, wenn man arbeiten muss,
rücken Küsse in die Ferne!

Kalt ist mir, es ist erschreckend,
was so ein dichter Nebel macht!
Trostlos in die Welt raus blickend,
gibt es niemanden der lacht!

Womit kann ich Euch nur trösten?
Erlösen wenn mein Kuss versagt?
Durch kleine, zarte Gesten?
Nicht dadurch, dass man drüber klagt!

Also mit gespieltem Schwung,
den mir sicher niemand glaubt?
Mit einer Morgenübung?
Die gleich alle Power raubt!

Morgenübungen machen Spaß!
Aber nur, wenn es die Richtigen sind!
Ach Anspielung! Lass sie! Lass!
Wo wir doch noch so müde sind!