Lyrik und Sound

Autor: admin (Seite 5 von 7)

Leiser Widerstand

Mir fällt kein glückliches Lied mehr ein,
ich kann die Lust nicht mehr besingen.
Die Wirklichkeit greift immer herein,
kann jeden Witz erwürgen, verschlingen.

Doch würde ich gerne weiter hinaus,
dem ganzen Wahn der Welt entkommen,
und bleibe doch eine kleine Maus,
mein Widerstand verschwommen.

Ich habe nur ganz kleine Pläne,
muss mir mein Leben mühsam töpfern,
und zeige nur sehr kurze Zähne,
will mich nicht fürs Ganze opfern.

Ja, da ist schon Eigenwille,
ich gebe mich längst nicht geschlagen.
Da kocht es tief in der Stille,
doch dreht’s mir auch den Magen.

Ich schwitze dann, friere fatal,
bin lustlos ohne Sicherheit,
giftig auch und doch auch schal,
ohne Biss und Schneid.

Aus Trotz muss ich wohl tanzen,
zurück erobern meinen Traum,
mich zwischen Lust verschanzen,
doch Chancen habe ich kaum.

Ich kann nur strichweise flöten,
die Wirklichkeit packt doch zu sehr.
Die Wirklichkeit steckt voller Kröten,
die Wirklichkeit ist hinter mir her.

Tanz am See

Ich habe Urlaub und ich seh
kein YouTube, keine Nachrichten mehr
Ich tanz und mit mir hüpft der See
Mein Kahn er lacht, er freut sich sehr.

Wie ihn die Wellen schnittig tragen!
Am Ufer vorbei durch Licht und Schatten,
Wo Blättchen sich nun ins Freie wagen,
frühlingsgrün die jungen, glatten.

Im Urlaub bin ich und es fällt
die Hölle hinter mir ein
die Welt wird auf den Kopf gestellt
Ich schlüpf ins Leben rein.

Ich greif ins kühle Wasser, fein!
Aus der Ferne grüßt ein Schwan,
schaut in sein Spiegelbild hinein,
zieht galant eine weite Bahn.

Ich tanz‘, ich habe Urlaub
drehe jetzt mein Ding
Mein Ding an das ich glaub
sei es auch klein, gering.

Und auf anderen Booten lachen,
Kinder, Alte und die Welt,
Bezaubernde Blumen erwachen,
genießen, Sonnenregen fällt.

Alles blüht, auch ich im Urlaub
Ich zück‘ der Freiheit Freifahrschein
Zu Pflichten hin, stell ich mich taub.
Ich tanze nur und spüre Sein.

Der Tod

Der Tod – er ist das Tor zum Leben,
zu mir meiner begrenzten Zeit, .
Er fragt mich, wonach will ich streben?
und was gibt Halt und Sicherheit?

Der Tod – der Anfang des Denkens,
er reißt aus der gewohnten Bahn.
In welche Richtung soll ich lenken?
Ja worauf kommt es mir denn an?

Den Tod – bedenk ich jede Zeit,
damit er mich nicht zu früh findet.
Mich nicht überrascht, meine Endlichkeit,
trotz aller Grenzen ins Leben mündet.

Der Tod – der gibt mir tiefe Ruhe.
Ich kann hier nichts verlieren.
Verrückt darf ich sein – bis zur Truhe!
und darf mich selbst verführen.

und darf mich öffnen, muss nicht zuschlagen,
ja nichts gibt’s , was mich zum Quälen zwingt,
Ich lasse mich nicht plagen!
Nicht pressen, bis mein Leib zerspringt.

Wir sind hier frei! – Entscheiden!
Nein alle fallen, stürzen, sinken!
Verdammt, verdammt dazu zu leiden,
bis wir den letzten Becher trinken.

Trump und trüber

Es geht Trump und drüber,
drunter geht nichts mehr
Alle Sicherheit – vorüber
Versprechungen alle leer.

Alles Öl wird ausgetrunken
Wahnsinn geht uns alle an
Die Zukunft im Chaos versunken
Wo man sie nie mehr finden kann.

Nur die Dichtung wehrt sich
Und dichtet doch nie ab
Trotz Zeichen, Strich für Strich
rutschen wir ins Verderben hinab

Alles keine Träume
Wie ich sie immer habe
Wenn ich mein Pferdchen zäume
heiße Ritte wage

Alles Mist und Wirklichkeit
Ich kann mich nicht entziehen
Oft geht mir alles viel zu weit
Und ich kann doch nicht fliehen.

Trump und immer trüber
Färbt sich der Himmel ein
Gute Zeiten lange vorüber
waren eh nur immer Schein.

Dicke Tropfen

Leute ich hab Schnupfen
Ich bin so lahm und kalt
Zur Erde fallen dicke Tropfen
Ich spüre deutlich – ich bin alt

Leute klar ganz ungefährlich
Damit komm ich nicht in Kur
Doch erschlagen bin ich ehrlich
von meinen Kräften fehlt jede Spur

Ihr dürft auch drüber lachen
Ich fühle mich deshalb nicht noch kränker
Ich kann auch nichts dagegen machen
Steh drüber als Dichter und Denker

Mir zaubert selbst ein lustiges Lied
Kein Lächeln mehr auf die Lippen
Ich bin zusammengepresst, so müd
und drohe manchmal umzukippen.

Klagen bringt zwar auch nicht viel
doch lachen ist mir ganz unmöglich
Ich spür die Welt – sie ist kein Spiel
und In ihr leben – kaum erträglich.

Alles wegen meinem Schnupfen
genau und logisch abgeleitet
Philo und die dicken Tropfen
ein Pärchen das mich treu begleitet.

Inspitation: Ich war krank und hatte Schnupfen später kamen noch Halsschmerzen und eine Bronchitis dazu

Vorbild Trump?

Warum ist mir gar nichts mehr peinlich?
Weil ich auf den Weltgrund blicke
und so viele Trumps drin sehe!
Unheimlich viele – und mich schnell bücke

damit ich mich hinter ihnen verstecke,
mir sage, dass mir noch viel fehlt
Ich noch eine weite Strecke
dehnen darf, was schamlos in mir schwelt.

Doch ich bin gar nicht so groß,
dass ich mich bücken, kleinmachen müsste.
Trumps stellen sich so leidenschaftlich bloß
und schwellen dann noch ihre Brüste

Nein ich bin klein und kleine Sünden
sinds nur, die ich gestehen kann
Ich muß mich zu nichts überwinden
trete locker zum Beichtvater ran:

Thomas, Thomas was schreibst du da?
Trump, Trump darf nie ein Vorbild sein
Wir sind nicht zum Betrügen da
etwas moralisch darfs schon sein

Etwas Moral wenn auch nicht zu viel
sonst verdirbt es allen den Spaß
Doch kein Verderben brutales Spiel
keine Gewalt, keine Bosheit, kein Hass.

Doch wer kann so feinfühlig sein
Auf dem harten Weg nach oben?
Führer sind sehr oft nur gemein
Meinen alle Regeln sind aufgehoben

sie wären nur sich selbst verpflichtet
Ihrer Gier und Lust und ihrem Geld
Ihrer Machtgier, andere entrechtet
Was für eine verrückte Welt!

Doch da stecke ich selbst mit drin
mit der Hoffnung: Ich bin nur klein
Auch für mich macht Eigennutz Sinn
Nur der dicke Priester sagt Nein!

Um im Wirtshaus dann zu schlemmen
Die schlimmsten sind die höchsten Priester
Die uns mit Moral überschwemmen
Ertränken – auch Moral ist düster!

Inspiration: Wie wirkt sich Trump auf die allgemeine Scham aus?

Vampire

Über Vampire wurde viel geschrieben,
doch wo sind sie denn geblieben?
Außerhalb von Film und Papier –
wo findet man noch echte hier?

Habe wieder eine lange Nacht
im Bett alleine zugebracht,
einsam mit meinen Gedanken gespielt,
doch keinen Vampir bei mir gefühlt.

Schließlich mach ich das Fenster auf,
schau zum fahlen Mond hinauf.
Vielleicht gibt’s Vampire auf dem Mond,
damit sich die ganze Raumfahrt lohnt.

Ein Windstoß trug die Gardinen herein –
Vampire, Vampire könnten es sein!
Doch ist es ein Sturm, die Klimawende,
die menschengemachte Supersünde.

Da zischt es, raucht, und überall Nebel –
ganz sicher Vampire, Flegel!
Es sind Raketen, die explodieren,
dass viele Vampire ihre Gräber verlieren.

Zu krass wird für Vampire die Welt,
das hat ein Bundesamt festgestellt.
Bevor unser letzter Vampir zerfällt,
wird er nun schnell unter Schutz gestellt.

Doch nützt Papier Vampiren nicht,
durch die Wolken fällt schon Licht.
Bomben, Blitze, ein Knall
bringen den letzten Vampir zu Fall.

Keine Vampire gruseln uns mehr,
ihre Gräber sind verlassen und leer,
und unsre Probleme sind so groß –
da werden Vampire bedeutungslos.

Inspiration: Laberfach Vampire

Provokant

Ich bin provokant
und natürlich verkannt
unbekannt auf dieser Welt
obwohl KI Musik gefällt.

Gefällt – bald immer mehr.
Doch in der Masse ist es schwer
trotz leiser Selbstironie
erfolgreiche Lieder werden es nie.

Nur die Auflösung großer Werte
Und der Intellekt wird dekonstruiert
Ich Lehre nur was er mich lehrte
Am Besten ist’s man onaniert

Ich bin also provokant
warum wird das so selten erkannt?
Ich schreibe es doch bitter klar
Vom Sofa aus, der Party Bar.

Ich bin auch Teil der Lösung
trotzig meine Selbstentblößung
wenn ich mich nur ändern würde!
nähme ich jetzt diese Hürde

und wäre nicht nur provokant
ich hätte die leeren Sätze verbrannt
die Ich oft schreibe, bitter, klar
vom Sofa heraus, hinein in die Bar.

ein Leben wäre es mit Würde
unbelastet ohne Bürde
gelassen, ironisch könnte ich sterben
Doch ich lasse alles verderben.

Ich bleibe immer provokant,
es bleibt ewig unbekannt,
was Ich schreie, bitter klar
vom Sofa aus, hinein in die Bar.

Inspiration: Meine Traum berühmt zu werden selbst auf die Schippe genommen.

Gottes Sohn??? entdeckt!

Übersetzung meines Textes ins amerikanische Englisch:

Version zum Text unten:

Ein etwas ältere Version meines Textes:

Trump, der alte Krösus,
wäre wohl gerne Jesus;
möchte rein durch Handauflegen
alle Qual beiseitefegen.

Mit welchen Könnern sich Trump misst!
Meint er, dass er noch größer ist?
Man sieht aber, was KI kann,
da sie einen solchen Mann

so ikonisch rahmt und gießt,
dass fast was Heiliges rausfließt,
von gläubigen Anhängern umgeben,
über denen Kampfflieger schweben.

Nur eines fehlt noch: der Heiligenschein,
doch der kommt sicher auch noch rein!
Darauf müssen wir nicht verzichten,
Trumps KI wird das noch richten.

Ich hoffe, sie korrigiert den Adler auch
zur Taube – einen kleinen Hauch
Frieden könnte das Bild doch ertragen,
dann könnte man „gelungen“ sagen!

Obwohl ein wenig glänzt es schon
und vom Himmel fällt viel Licht:
Trump, der neue Gottessohn!
Glaub‘ ich aber nicht! 🙂

Inspiration: Trumps Jesus-Bild Skandal im Iran Krieg 2026 (13.April 2026)

Weise, einfach weise

Wann werde ich nur einmal weise
und ziehe ruhige kleine Kreise,
pflege meinen wilden Garten,
lass das Finanzamt nicht mehr warten?

lass diese Rechnungen nicht aus dem Blick,
komm kraftvoll aus dem Urlaub zurück?
Ach wann, wann wird das geschehen,
dass Beine Stelzen aufrecht stehen?

Die große Steine leicht umgehn,
ach über allem, allem stehn!
Mit Siebenmeilenstiefeln rennen,
keine Termine mehr verpennen.

Nichts in meinem Leben mehr wackelt,
nicht ahnungslos zur Arbeit gedackelt,
sondern fröhlich zu ihr geschwebt!
Man tief in seiner Arbeit lebt.

Wann werde ich so weise,
dass ich mich nicht zerbeiße,
nicht ständig über mich selber stürze,
mein Leben gestalte, toupiere, würze?

Wann werde ich so weise?
Ja und dann? Komme ich auf der Reise
an der nächsten Mauer an!
Die ich nur schwer durchschlagen kann.

Nein! Weise wäre es dann zu lachen
und den Weg drumrum zu machen.
Noch weiser noch weiter zu träumen, denken,
die Mauern in feinem Sand versenken!

Mit Sand aus stürmischen Gedichten
alle Probleme zu überschichten.
immer zu lachen und zu sagen:
wie herrlich ist es, in Versen zu klagen!

Inspiration: Selbstironie, Frage was weise ist.

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