Lyrik und Sound

Autor: admin (Seite 4 von 7)

Elende Tage

[Intro]

[Verse 1]
In diesen elenden Tagen,
in denen uns die Nacht umgibt,
in denen uns Dämonen jagen,
alles auseinanderfliegt!

[Verse 2]
In diesen grausamen Zeiten!
Wo keine Hoffnung mehr verführt,
wo alle sich zerstreiten,
nichts zu einer Lösung führt!

[Pre-Chorus]
In diesen furchtbaren Zeiten,
lebt auf und lebt verkehrt!
Verachtet Widrigkeiten!
Den Frust – hinausgekehrt!

[Chorus]
Die Erde geht doch längst nicht unter,
wenn wir am Boden liegen,
der Boden liegt noch tiefer drunter,
lasst uns starten, fliegen!

Wir wollen das Leben erobern,
die Welt, wir wollen sie küssen,
zusammen Liebe fischen!

[Verse 3]
Diesen ganzen Frust vergessen,
dieses Leben einfach feiern,
heißes Feuer aus uns pressen,
hinaus in wilde Tropen steuern!

[Bridge]
Segeln in die Weite,
segeln in den Sonnenschein,
mitten durch Hagel durchs Heute,
mitten in Freiheit hinein.

[Chorus]
Die Erde geht doch längst nicht unter,
wenn wir am Boden liegen,
der Boden liegt noch tiefer drunter,
lasst uns starten, fliegen!

Wir wollen das Leben erobern,
die Welt, wir wollen sie küssen,
zusammen Liebe fischen!

[Outro]

Stell Dir vor …



[Verse 1]
Stell dir vor, es gäb viel Arbeit,
doch du rennst da gar nicht hin.
Stell dir vor, du sparst viel Zeit!
Sehr ökonomisch, Zeitgewinn.

[Chorus]
Stell dir vor, stell dir vor,
viel Zeit zum Lachen,
Leben leicht und nicht so schwer.
Stell dir vor, verrückte Sachen.

[Verse 2]
Stell dir vor, mit offenen Augen,
Kohle ist schwarz und nicht dein Glück.
Stell dir vor, die Kohlen taugen
nur noch als Museumsstück!

[Chorus]
Stell dir vor, stell dir vor,
viel Zeit zum Lachen,
Leben leicht und nicht so schwer.
Stell dir vor, verrückte Sachen.

[Verse 3]
Stell dir vor, du würdest leben!
Dass du oft mit Freunden isst.
Stell dir vor, dass man aufs Streben,
Hierarchien, alle pisst.

[Bridge]
Stell dir vor, nur grüne Wiesen,
auf denen du dich lange streckst.
Stell dir vor, der Zwang zerrissen!
Frei und ganz, mit einem Sprung.

[Chorus]
Stell dir vor, stell dir vor,
viel Zeit zum Lachen,
Leben leicht und nicht so schwer.
Stell dir vor, verrückte Sachen.

[Outro]
Stell dir vor – all das all,
dieses ganze große Glück.
Stells dir vor – vor dem Fall.
Dem Fall zur Hölle, zu uns zurück!

Inspiriert durch „Imagine“ von John Lennon

Italien


Oh Italien Bella!!
Ich schlecke Stracciatella,
ich esse Spaghetti,
ich werfe Konfetti,
ich bin verliebt in Verdi,
verschossen in Gianna Nannini.


Tanze zu Vivaldi
durch den Aldi!
Werfe mich deinen Ravioli zu Füßen
und bade in deinem Prosecco!


Warum saufe ich dieses gotische Bier,
am Rand der Welt, in Stuttgart hier?
Und lasse den feinen italienischen Wein
nicht in mich hinein?


Oh strömen soll er, mich beleben,
mich in den blauen Himmel heben,
mich verführen und verzehren.
Glas um Glas will ich nun leeren,


Füllt sie! Leert mir meine schweren
Gedanken und wickelt sie um
italienische Pizzen herum!

Stromrechnung


Stromrechnung, Stromrechnung
Hops da explodiert,
beim Anbieter der Preis.
Ich bin konsterniert,
ehrlich, mir wird heiß!


Explodiert da mehr als doppelt,
ich explodiere mit,
fühle mich total veräppelt,
das ist ein starker Hit!


Da schlägt es einen vom Stuhl,
da hüpft man auf den Tisch,
da bleibt man nicht mehr cool,
kehrt nichts mehr weg mit einem Wisch


Da sagt man nicht mehr: Ist ok!
Nein, da geht es durch die Decke!
Was für ein Mist, oh weh!
Wenn ich in die Zukunft blicke,
mache ich die Augen zu!

Weiter!


Denken ach ist überwinden,
immer wieder Wege finden.
Ist weiter gehen, niemals stoppen,
lass dich einfach nicht mehr foppen!
Lass dir den Kopf nicht mehr verdreh’n!
Du musst nicht immer weiter geh’n!
Weg musst du hier! Bleib hier nicht steh’n!

Hör jetzt nicht auf zu atmen.
Nein tanz auf neue Rhythmen
und sei nicht mehr so leise!
Schrei auf, auf wilde Weise!
Lass dir nicht den Kopf verdrehen,
du musst jetzt immer weiter gehen,
bleib jedenfalls nicht stehen!

Weiter dreht sich alles im Kreis,
niemand kommt an, wie jeder weiß.
Niemand wird sich offenbaren.
Keiner wird zur Hölle fahren
und auf keinen kommt es an.
Du kommst an keine Ziele ran.
Geht jetzt weiter, wer weiter gehen kann.

Irgendwann dann geht’s nicht mehr.
Alle Räder drehen leer!
Weiter willst du und wirst nicht weiter kommen!
Träume? Alle sind sie längst zerronnen.
Mit denen man in die Luft stach!
Alle Felder liegen längst schon brach,
nur das Weiter! Rennt dir nach.

Haltet Euch fest!

Ich weiß, ich sollte mich schämen
doch will ich mich nicht grämen.
Ich will als Narr nur tanzen,
auf der Spitze des Ganzen.

Ich spüre – das All – fliegt auseinander
was machen wir da miteinander?
Wir halten uns ganz feste
und hoffen auf das Beste

Geschwindigkeit


Ich bin verdammt! Geschwindigkeit
sie jagt und ist auch schon vorbei.
Sie dauert eine Ewigkeit.
Sie gibt mich nicht mehr frei.


Ein Lärm, ein Schock, ein Unfall,
im Koma eingefroren
Ein Schlag, ein kurzer Knall.
Mein Gedächtnis verloren.

Ein langsames Ertrinken,
eintauchen in die Ewigkeit.
Nur tröpfchenweise denken
und irgendwann – verschwindet die Zeit.


Das Ende – aber nie erlebt,
da das Erleben früh erlischt.
Ganz starr und fest am Ende kleben,
dem man nicht mehr entwischt.


Kalt als Leichnam aufgetischt,
am Ende dieser seltsamen Welt,
aus der man kein Erlebnis mehr fischt,
sich selbst auflöst, zerfällt.


Jetzt leb ich, ja noch leb ich! Ja!
Doch alles geht oft furchtbar schnell!
Ich rase und dann packt es mich da
zerrt und zieht mir ab mein Fell.


Rasen, Rasen, noch gefangen,
schreddert mich die Zeit ganz fein!
Termin, Termine! Giftige Schlangen,
beißen, drücken, schnüren mich ein.


Was soll das alles? Streck Dich aus!
Deinen Zehen geht es gut.
Streck sie im Bett zur Sonne raus
Schau in ihr Licht, spring in die Flut!


Pfeift auf die Geschwindigkeit
Träge seid mir, seid mir schlau
Langsam, langsam lasst Euch Zeit
Schaut zärtlich zur Sonne ins Blau.

Hinein in See und Wellen

Weiß sind sie die Wolken
nur wenn sie harmlos sind
die sind weich und welken
Lösen sich leicht auf im Wind

Die stürmischen die toben
die brechen Mast und Baum
voll Regen peitschen sie von oben
lassen Träumen keinen Raum

Doch träumen will ich immer wieder
Gefährlich auch und hart
Peitschen sollen wilde Lieder
Johlen auf der großen Fahrt

Das Meer oh ja die wilde See
aufgespannt von den Tropen
Hin zu den Polen Eis und Schnee
Dort singen Sirenen, toben Zyklopen


Das Meer, das schon so viele ertränkte
Dort wo wilde Träume blühen
Schiff um Schiff versenkte
dort wächst nun Liebe bunt und grün

Kein heißes Leben mehr zerschmettern
zur Hölle mit den Degen
Wir wollen zärtliche Lieder schmettern
Und uns in die Sonne legen

Die Stürme toben trotzdem weiter
ertränken weiter viele
Doch Piraten Wellenreiter
Piratinnen lieben wildere Spiele

Feurige Szenen zwischen Meer und Sturm
Lieben Hitze und Kälte, zuckende Böen
Tiamats Grollen, der uralte Wurm
überschwemmt die Welt die höchsten Höhen

Piraten durchschneiden Wellenkämme
Ihre Schiffe schwanken doch sinken sie nicht
Sie segeln hinaus aus jeder Enge
und golden glänzt ihr Ruf im Licht

Chaos Welt

Ich hab der Welt hier nichts zu sagen
Ich schlag mich nur mit ihr herum
Es lohnt hier nicht sehr viel zu wagen
Auch grade Wege biegt sie krumm.

Viele vermuten dahinter Gott
Damit sie nicht bricht hält der sie zusammen
Der schmiert sie dauernd hält sie flott
Und der Teufel kämpft gegen die Flammen

Nein ich seh das Göttliche nicht
Hier geht viel schief und wenig gut
Viel Dunkelheit spärliches Licht
Und wenn es flutet ist es gleich Glut

Nein hier ist nichts tief geplant
Sehr selten geht es ordentlich zu
Es ist zu kalt zu heiß, miteinander verzahnt
schwingt hier nichts, alles stürzt ohne Ruh

Die Welt sie läuft hier wild und leer
Verliert sich in der Zeit der Leere
Moleküle schießen hin und her
Rennen sich ständig selbst in die Quere

Und auch wir und unsere Wünsche
kollidieren und zerspringen
Wir spielen mit Masken nutzen Tünche
Während wir nachdenklich Lieder singen

Schleudergang

Welt, du rast im Schleudergang,
spülst uns Sicherheiten weg,
schabst uns rau die Trommel entlang,
verschleuderst Wahn und Dreck.

Sauber, sicher wird es niemals!
Ein Wirbel drückt uns auf ein Riff,
fest in der Schlaufe eines Schals,
würgen wir in seinem Griff.

Der Frühlingsrock zerfetzt, zerknittert
Goethes Gedichte säuseln nur Schitt
Die Welt in Schlamm geschlittert
durchgedreht rotiert alles mit

Kalt so kalt, der Frühling lässt
Noch ewig auf sich warten.
Bomben trommeln, schlagen fest,
fegen Orte aus den Karten.

Bullen, Bären sind geflohen,
Schläge, Schrecken, Hitze, Leid.
Flammen saugen, Menschen verrohen
Zerbissen Zungen – Totes schreit!

Die Wirklichkeit zerstört, zermahlt,
schwarz und kahl, verbrannte Bäume,
versperrte Türen, teurer bezahlt
wird jeder unserer schönen Träume.

Schrei auf zu deinem gnädigen Gott!
Statt Regen regnet es Raketen.
Seht! Euer Herr treibt mit euch Spott,
will Euch zusammen prügeln, kneten.

Euer Gott schuf eine harte Welt,
er liebt es, lässt es gerne krachen.
Wenn Mensch um Mensch zur Erde fällt,
wird er sich einfach neue machen.

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