
Wann werde ich nur einmal weise
und ziehe ruhige kleine Kreise,
pflege meinen wilden Garten,
lass das Finanzamt nicht mehr warten?
lass diese Rechnungen nicht aus dem Blick,
komm kraftvoll aus dem Urlaub zurück?
Ach wann, wann wird das geschehen,
dass Beine Stelzen aufrecht stehen?
Die große Steine leicht umgehn,
ach über allem, allem stehn!
Mit Siebenmeilenstiefeln rennen,
keine Termine mehr verpennen.
Nichts in meinem Leben mehr wackelt,
nicht ahnungslos zur Arbeit gedackelt,
sondern fröhlich zu ihr geschwebt!
Man tief in seiner Arbeit lebt.
Wann werde ich so weise,
dass ich mich nicht zerbeiße,
nicht ständig über mich selber stürze,
mein Leben gestalte, toupiere, würze?
Wann werde ich so weise?
Ja und dann? Komme ich auf der Reise
an der nächsten Mauer an!
Die ich nur schwer durchschlagen kann.
Nein! Weise wäre es dann zu lachen
und den Weg drumrum zu machen.
Noch weiser noch weiter zu träumen, denken,
die Mauern in feinem Sand versenken!
Mit Sand aus stürmischen Gedichten
alle Probleme zu überschichten.
immer zu lachen und zu sagen:
wie herrlich ist es, in Versen zu klagen!
Inspiration: Selbstironie, Frage was weise ist.
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