Lyrik und Sound

Monat: April 2026 (Seite 3 von 4)

Vampire

Über Vampire wurde viel geschrieben,
doch wo sind sie denn geblieben?
Außerhalb von Film und Papier –
wo findet man noch echte hier?

Habe wieder eine lange Nacht
im Bett alleine zugebracht,
einsam mit meinen Gedanken gespielt,
doch keinen Vampir bei mir gefühlt.

Schließlich mach ich das Fenster auf,
schau zum fahlen Mond hinauf.
Vielleicht gibt’s Vampire auf dem Mond,
damit sich die ganze Raumfahrt lohnt.

Ein Windstoß trug die Gardinen herein –
Vampire, Vampire könnten es sein!
Doch ist es ein Sturm, die Klimawende,
die menschengemachte Supersünde.

Da zischt es, raucht, und überall Nebel –
ganz sicher Vampire, Flegel!
Es sind Raketen, die explodieren,
dass viele Vampire ihre Gräber verlieren.

Zu krass wird für Vampire die Welt,
das hat ein Bundesamt festgestellt.
Bevor unser letzter Vampir zerfällt,
wird er nun schnell unter Schutz gestellt.

Doch nützt Papier Vampiren nicht,
durch die Wolken fällt schon Licht.
Bomben, Blitze, ein Knall
bringen den letzten Vampir zu Fall.

Keine Vampire gruseln uns mehr,
ihre Gräber sind verlassen und leer,
und unsre Probleme sind so groß –
da werden Vampire bedeutungslos.

Inspiration: Laberfach Vampire

Provokant

Ich bin provokant
und natürlich verkannt
unbekannt auf dieser Welt
obwohl KI Musik gefällt.

Gefällt – bald immer mehr.
Doch in der Masse ist es schwer
trotz leiser Selbstironie
erfolgreiche Lieder werden es nie.

Nur die Auflösung großer Werte
Und der Intellekt wird dekonstruiert
Ich Lehre nur was er mich lehrte
Am Besten ist’s man onaniert

Ich bin also provokant
warum wird das so selten erkannt?
Ich schreibe es doch bitter klar
Vom Sofa aus, der Party Bar.

Ich bin auch Teil der Lösung
trotzig meine Selbstentblößung
wenn ich mich nur ändern würde!
nähme ich jetzt diese Hürde

und wäre nicht nur provokant
ich hätte die leeren Sätze verbrannt
die Ich oft schreibe, bitter, klar
vom Sofa heraus, hinein in die Bar.

ein Leben wäre es mit Würde
unbelastet ohne Bürde
gelassen, ironisch könnte ich sterben
Doch ich lasse alles verderben.

Ich bleibe immer provokant,
es bleibt ewig unbekannt,
was Ich schreie, bitter klar
vom Sofa aus, hinein in die Bar.

Inspiration: Meine Traum berühmt zu werden selbst auf die Schippe genommen.

Gottes Sohn??? entdeckt!

Übersetzung meines Textes ins amerikanische Englisch:

Version zum Text unten:

Ein etwas ältere Version meines Textes:

Trump, der alte Krösus,
wäre wohl gerne Jesus;
möchte rein durch Handauflegen
alle Qual beiseitefegen.

Mit welchen Könnern sich Trump misst!
Meint er, dass er noch größer ist?
Man sieht aber, was KI kann,
da sie einen solchen Mann

so ikonisch rahmt und gießt,
dass fast was Heiliges rausfließt,
von gläubigen Anhängern umgeben,
über denen Kampfflieger schweben.

Nur eines fehlt noch: der Heiligenschein,
doch der kommt sicher auch noch rein!
Darauf müssen wir nicht verzichten,
Trumps KI wird das noch richten.

Ich hoffe, sie korrigiert den Adler auch
zur Taube – einen kleinen Hauch
Frieden könnte das Bild doch ertragen,
dann könnte man „gelungen“ sagen!

Obwohl ein wenig glänzt es schon
und vom Himmel fällt viel Licht:
Trump, der neue Gottessohn!
Glaub‘ ich aber nicht! 🙂

Inspiration: Trumps Jesus-Bild Skandal im Iran Krieg 2026 (13.April 2026)

Weise, einfach weise

Wann werde ich nur einmal weise
und ziehe ruhige kleine Kreise,
pflege meinen wilden Garten,
lass das Finanzamt nicht mehr warten?

lass diese Rechnungen nicht aus dem Blick,
komm kraftvoll aus dem Urlaub zurück?
Ach wann, wann wird das geschehen,
dass Beine Stelzen aufrecht stehen?

Die große Steine leicht umgehn,
ach über allem, allem stehn!
Mit Siebenmeilenstiefeln rennen,
keine Termine mehr verpennen.

Nichts in meinem Leben mehr wackelt,
nicht ahnungslos zur Arbeit gedackelt,
sondern fröhlich zu ihr geschwebt!
Man tief in seiner Arbeit lebt.

Wann werde ich so weise,
dass ich mich nicht zerbeiße,
nicht ständig über mich selber stürze,
mein Leben gestalte, toupiere, würze?

Wann werde ich so weise?
Ja und dann? Komme ich auf der Reise
an der nächsten Mauer an!
Die ich nur schwer durchschlagen kann.

Nein! Weise wäre es dann zu lachen
und den Weg drumrum zu machen.
Noch weiser noch weiter zu träumen, denken,
die Mauern in feinem Sand versenken!

Mit Sand aus stürmischen Gedichten
alle Probleme zu überschichten.
immer zu lachen und zu sagen:
wie herrlich ist es, in Versen zu klagen!

Inspiration: Selbstironie, Frage was weise ist.

Der röhrende Hirsch

Der röhrende Hirsch
ist ziemlich unwirsch
Schon wieder wird er gemalt
aber keiner davon zahlt!

Hört ihn durchs Dickicht sprechen,
wie sehr er in der Klemme steckt,
wie jeder dieser Frechen,
Maler finstere Gedanken weckt.

Denn sie zerstören seine Träume!
Treten aus dunklem Forst und malen,
für Jägerzimmer, Speiseräume,
doch ohne höflich zu bezahlen.

Nicht mit Geld, noch Beeren, Zweigen
Die immer gleiche Leier
Ich muss mich nur ein wenig zeigen
Mein Geweih meine…

Dann steht auf der Wiese die Staffelei
Und ein Maler malt wie wild
Und karikiert, ne sauerei
nackt und bloß mein Ebenbild

Gerahmt in Berge Täler, Seen
doch nie mit meiner lieben Kuh
Ich röhre das die Felsen glühen
„komm Kuh, komm auf mich zu!“

Die scharfe Kuh ist nie zu sehen
Nur Dampf vor meinem Mund
Ich kann nicht in die Vollen gehen
so einsam sein ist ungesund.

Der Maler der die Kuh verjagt
zertrampelt mir auch ihre Fährte
Der, der niemals Danke sagt
er ist mein ständiger Gefährte

Dennoch es waren Menschenfinger
Die den Pinsel treffend führten
Der Abstand zu mir war geringer
Mit Händen die noch etwas spürten.

Heut muß ich nicht mehr schreien, rufen.
Den Prompt er hat ihn schnell getippt
Mein Hirschgeweih und meine Hufen
nur Bytes, die Wirklichkeit weggezippt

Inspiration: https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6hrender_Hirsch

Frühlingskuss

Komm jetzt wieder Frühling,
gib mir wieder einen Kuss
zärtlich leg mich zu Dir hin,
schreibe, schreibe ohne Schluss!

Eins ans andre, höher, höher!
Jauchze, dichte von der Flur,
von Wald und Heide und vom Weiher,
von Sonnenstrahlen, Honig pur!

Doch Frühling ach, du brauchst mich nicht,
du hast ja selbst schon so viel Kraft,
die Sonne bist du, das pralle Licht,
das wirklich Leidenschaft erschafft.

Ich kommentiere nur, ein laues Lüftchen
an das man sich nur kurz erinnert,
ein kleiner Kahn, ein Schiffchen,
das auf dem Gartenteich schimmert.

Nie kann ich Dich erreichen,
versuche es aber immer wieder,
meine Fiedel gut zu streichen,
zärtlich, zarte, wilde Lieder

Alles Leben soll Dich besingen.
Blüten sollen springen
Lerchenchöre klingen,
jede Saite in uns schwingen!

So komm jetzt wilder Frühling,
durchström mich, starker Fluss,
zärtlich leg Dich zu mir hin,
schenk mir wieder einen Kuss.

Inspiration: Schönes Wetter und das Ende des April brachten mich auf diese Idee

Schwächen

So vieles bringt mich zum Verzweifeln,
auch über mich selbst muss ich klagen,
wie sich Versäumnisse anhäufen
und Fehler – nein! – Nicht fragen!

Es reicht mir schon, dass ich sie kenne,
die ganze Gedankenlosigkeit,
dass ich so schnell bin und wegrenne
und so gut vertrödle all meine Zeit.

Doch wenn ich so streng zu mir wäre,
wär ich’s zu and’ren gleich viermal,
deshalb nehme ich die Schwere,
trage sie kraftlos, diese Qual,

die mir mein träges Leben bereitet.
Weich bin ich eben, kein harter Stahl,
der nur mit Mühe austeilt und streitet,
der zurückweicht jedes Mal.

Du, Thomas, machst es dir zu einfach,
da deine Trägheit auch and’re betrifft,
gibts viele Stöße, viel Streit, viel Krach,
und alle werden angeschifft.

Sei lieber doch noch etwas strenger,
lass das grenzenlose Ruhn,
vielleicht wird’s für andere enger,
doch mehr hast du mit dir zu tun!

Red dich nicht mit schönen Versen heraus!
Es wird dir im Leben nichts nützen!
Schau früh nach Regenwolken aus,
Leben heißt leider auch – Schwitzen!!

Ach schnelle Peitschen, harter Streich,
Ach Skylla, ach Charybdis
zwischen zu hart und zu weich,
zu wählen – ein Verhängnis!

Es gibt einen Weg mitten hindurch!
Einen Weg nicht ohne Gefahr!
Auf wir müssen durchs Leben durch,
Macht dazu alle Segel klar!

Kämpf und streng Dich härter an,
Doch lass es, dieses Kritischsein
Tu das was man machen kann,
und sag auch manchmal nein.

Weich und fest in einem zusammen,
Knochen und Fett und Haut drum herum
Wasser gemeinsam mit Flammen,
ein gutes, menschliches Drumherum.

Das singen alle selig,
und wissen – das klappt nie,
Ein Glück – viel wächst dazwischen,
kommt lasst uns beides mischen!

Inspiration: Selbstzweifel (24.04.2026)

Variation zu Zhuangzis Schmetterlingstraum

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Zhuangzi und DeepSeek

Die Erzählung (Quelle DeepSeek):

Einst träumte Zhuang Zhou, er sei ein Schmetterling, ein fröhlicher Schmetterling, der selbstvergessen umherflog. Er wusste nichts von Zhuang Zhou. Plötzlich erwachte er – und war wieder wirklich Zhuang Zhou. Aber er wusste nicht, ob er Zhuang Zhou war, der geträumt hatte, ein Schmetterling zu sein, oder ob er ein Schmetterling war, der träumte, wirklich Zhuang Zhou zu sein.

nun mein Gedicht:

Nerven rattern
Ich denke
Enten schnattern
Ich sinke

In einen Traum
Ich lausch
da weht im Raum
der Rausch

Falle wieder weiter
glücklich heiter,
werde ich zum Schmetterling
ich kleines torkelndes Ding

Wühle mich fallend,
steigend
durch die Luft
folge Blütenduft,

Pastellene Blütenfarben,
führen mich am Zügel
Staubblättergarben
bestäuben meine Flügel

und ich verteile klebrige Pollen
die halten, nicht verwehen
trinke den wundervollen
Saft der Necktarseen

betrunken im Rausch
vergessen den Tausch
bin ich was ich träume,
umflattere die Bäume

finde ein paar Blüten,
Blüten meine Retter!
die meinen Schlaf behüten,
sinke in die Blätter,

der Blüten falle zurück
Ins Blütenglück
träume
Mensch zu sein

Aliens

Ufos sind geheimnisvoll
entführen sie, machen sie toll?
sind es außerirdische Wesen?
Oder Russen, oder Chinesen?
Weshalb jetzt, in der Ära Trump
Ist der im Weltall – so bekannt?

Wunder suchen wir oft Zeichen,
die uns von oben erreichen,
von einem Gott, einem Planeten,
wir fürchten es, wir beten,
es wäre ein Gang durchs Feuer,
oder ein echtes Abenteuer.

Ob Aliens befürchten, zittern,
das sie in neue Deals rein schlittern?
Die alten Schwüre nicht mehr gelten?
Droht jetzt auch noch ein Krieg der Welten?
Doch warum sind die Leute oft alt,
stellt man grad‘ Pensionäre kalt?

Die Aliens, die Aliens,
ihr Geheimnis ist immens,
voller dunkler, geheimer Ecken
in denen sie sich tief verstecken.
Am besten in der normalen Statistik:
Ein Rentner ist oft nicht mehr rüstig,

verirrt sich oder knickt mal ein,
fällt tief in einen Schacht hinein.
Oder besucht zu scharfe Plätze,
plötzlich ein paar helle Blitze,
strahlen und ihn reißt die Hitze,
mitten aus dem Leben heraus.
Oder sein Licht geht einfach aus

auf einer Lichtung, an einem Fluss,
ein Herzinfarkt – gibt einen Kuss.
Es kann so viele Wege geben,
an deren Ende, wir nicht mehr leben.
Und das ein Hausmeister Aliens traf,
glaubt weder ein Löwe noch ein Schaf

niemals stand in der heiligen Schrift,
dass man überhaupt je Aliens trifft.
Denn Aliens, Aliens – die sind so fern,
die sehen vielleicht unsren Stern
gerade als Noah geboren wurde.

Inspiration: https://www.morgenpost.de/politik/article411776607/tot-oder-vermisst-das-raetsel-um-die-verschwundenen-ufo-forscher.html?utm_source=firefox-newtab-de-de

Absolute Lyrik

Absolute Lyrik – Phrase!
Absolute Lyrik – Extase?
was darf ich von ihr erwarten?
Ganz weit oben muss ich starten.

Und wie tief falle ich dann runter?!
Vielleicht ist es besser gewöhnlich zu bleiben
nicht so ernst sondern absolut munter
am Besten wohl ein Trinklied zu schreiben

Ein Trinklied genau – mit Wein und Gesang!
und sicher auch mit Weibern
auf einem Schiff den Rhein entlang
mit vollen Fässern, vollen Leibern.

Da schunkeln wir und absolut
fühlen wir uns alle gut
Zechen, sinken immer schneller
absolut wahr! hinab in den Keller.

Den es auf Schiffen gar nicht gibt
Wir gehen also allesamt munter
dort wo sich die Loreley vergnügt
mit Schiff und Mäusen unter.

Und tauchen gleich wieder glücklich auf
voll Wein im Wasser erleichtert
Absolut wahr! Bis zu Gott hinauf
Der trinkt mit, vom Wein begeistert

Absolut wahr! hat er mitgerettet
Absolut lyrisch und konfus
durch Zufälle sinnvoll verkettet
ohne Schwips und Pferdefuß.

Inspiration: Humoristische Bemerkung zu einem Abschnitt über Absolute Lyrik in Grundstudium Literaturwissenschaft, 10 Bde., Bd.6, Aspekte der Lyrik: Mit einer Einführung in die Verslehre (24.04.2026)

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