Lyrik und Sound

Autor: admin (Seite 3 von 7)

Ein Star

[Verse 1]
Ich habe alle Wildheit verloren
Ich bin ein kalter, alter Mann
Vor viel zu langer Zeit geboren
Kommt es auf mich nicht mehr an!

[Verse 2]
Meine Haut ist faltig matt
All meine Haare kurz rasiert
Meine Glatze wirklich glatt
Nirgendwo noch hoch toupiert

[Pre-Chorus]
Nirgendwo mehr Turbulenzen
ein Sack ich werde langsam blöde,
die Muskeln schlaff, enger Grenzen
Wald und Heide verbrannt und öde.

[Chorus]
Man kann nicht ohne Tränen sagen:
Dass es das nun wirklich war.
Dennoch kann ich es noch wagen,
hoffen, träumen – ich bin Star!

[Final Chorus – big]
Dann lass ich’s nochmal krachen
Wie schön, wie wunderbar
Fangt nicht an zu lachen
Ein Star… ein grauer Star!

Zukunft

[Intro]
[spoken, langsam]
ich weiß ich weiß sie nicht – Zukunft
dieses Wort zwingt mich zu hoffen,
wir kennen genau, nicht mal die Herkunft
ich gebe es zu, alles ist offen.

[Verse 1]
Alles ist offen in dieser Welt,
selbst Undenkbares kann schief gehn.
keiner unterm Sternenzelt,
kann handbreit in die Zukunft sehn.

[Chorus]
wir können nur vermuten,
zu Hoffen führt zum Guten,
der Zukunft bester Werber,
ist nicht der Spielverderber,

[Verse 2]
der die Zukunft nach unten zieht,
dort wo das große Feuer glüht,
das wir nicht wissen, nicht vermuten
wir enden alle in den Gluten.

[Outro]

[instrumental, ausklingend]

Weltcafé – Stuttgart

[Verse 1]
Im großen Hof dem Viereck
da steht ein Weltenbaum
verheißt uns Kaffee, Glück
ein grünes Dach, den Traum
In Stuttgart Ruhe zu finden,
eingelegt in volle Straßen
sich an diesen Baum zu binden,
es fehlen nur die Hasen,

[Verse 2]
die Murmeltiere, Berge,
deshalb bezweifele ich die Ruhe!
Es gibt hier keine bösen Zwerge,
keine Riesen, Zauberschuhe.
es gibt Mercedes hier und Porsche,
ich hoffe noch für lange,
denn China, der wilde, forsche
starke Staat, der macht mir bange.

[Bridge]
in diesem kleinen Weltcafé,
dreht die Erde auf der Stelle
und draußen schneller, schneller als je,
schwimmen weg die Felle
die Stadt hat schon gekürzt
Kultur wälzt sich in Schmerzen
die Einnahmen sind abgestürzt
da wird es schwer zu scherzen

[Outro]
Da sitzt man nun im Weltcafé
betrachtet diesen Baum
ein Weltenbaum am Tränensee?
Wächst hier Zukunft noch in den Raum?

Pläne, Zufall, der Papst und ich

Leben das ist echt beschwerlich
manchmal bin ich da zu ehrlich,
manchmal lauf ich eig’ne Kreise
bin mir sicher, ich bin weise

und bin es am Ende trotzdem nicht,
Der Papst hingegen hell im Licht,
weiß stets was er nun machen soll,
erscheint so weise, würdevoll.

Der vertraut auf alte Mären,
die ihn fünffach hart beschweren
und trifft ihn dann ein Stoß
sagt er nicht mal: Ist was los?

Ich aber lebe leicht:
Einmal Leben reicht.
Nach mir kommen andere dran
keiner verschmort im ewigen Bann.

Mein Leben habe ich verbunden,
mit Einsicht, Fehlern, Versuchen.
hab unten stolz mein Heil gefunden,
Der Papst – muss weiter oben suchen.

Der muss auf Petrus warten,
bis Petrus ihm die Tür aufhält,
Ich kann rennen und starten,
er startet erst, nachdem er zerfällt.

Der Papst lebt mäßig, einfach,
weil er sein Leben gar nicht lebt,
zu leben, das ist nicht sein Fach
da er hoch gen Himmel strebt.

Ich aber will doch immer leben,
und spüre so die vielen Flöhe
die mir fest am Körper kleben
ich krieche, spring nicht in die Höhe.

Und bin hier unten hilflos,
Meine Hand ergreift kein Ziel,
Gott der Schatten dunkel, groß,
düster lädt mich nicht zum Spiel.

Mein Leben, dumpf, ist nicht erhaben,
wenn der Schatten es nicht heiligt
um mich fliegen schon die Raben
krächzen laut und haben es eilig.

Wie kann ich mich nun selbst erheben,
aus meinem engen Lager im Schlamm?
Wie fröhlich sein und leben, leben
wo ich nur stecken bleiben kann?

Ich liege hier – was soll ich,
machen, an welchem Strich
ziehen, hochziehen, stehen?
Ich kann nicht alle Wege gehen

nur Einen, Einen, nicht mal bewusst,
gehäkelt Häkchen Frust an Frust
grade noch davongekommen,
wieder eine Kurve genommen.

Aber alles ganz ohne Plan,
fahre ich sicher in der Bahn
bis sie springt, mein Körper fliegt,
plötzlich quer im Graben liegt.

Keinen Halt gibt es, alle Andern
sehe ich genauso wandern,
und nur die eine Lösung finden
die Augen, Ohren zuzubinden.

Den Mund fest zu zunageln,
dass keine Widerworte hageln,
mich nicht zerquetschen Schlangen,
die im Schlammgrund Menschen fangen.

Im Nebel muss man lauschen, wachen,
oft einen großen Haken machen,
ohne die Gefahren zu sehen,
Ohne das Chaos zu verstehen.

Selten geschieht es, doch es geschieht,
dass man sich gar nicht bemüht
und trotzdem gewinnt wie im Lotto.
Leider zu selten, dass man’s als Motto

dick über’s Leben schreiben kann.
Ohne Plan verliert man,
obwohl kein Plan so richtig greift,
das Leben von ihm abschweift.

Ohne Pläne fehlen Spuren,
die Richtung fehlt, man geht verloren.
flattert wild im Zickzack,
weggestoßen, wieder gepackt.

rückwärts gedreht, geschleudert,
Zufall will mich fangen, fassen,
bis ich durchgewühlt geläutert
nach Plänen greife – die nicht passen.

Pläne und Zufall – rosiges Leben,
von einem Sturz zum andern,
Leben ist es doch, erleben
Aussicht, Schluchten, wandern.

ohne Ziel, geradeaus.

Knutschflecken

Leben ist nie ungefährlich
was jeder weiß sind wir mal ehrlich
doch neu war mir, selbst Knutschflecken,
können uns zu Boden strecken.

Gerade jetzt in Frühlingszeiten,
wo doch alle gerne reiten!
Das Leben es ist unerklärlich,
so gemein und so beschwerlich.

Das Liebeszeichen von Jugend auf,
grade an dem, gehen manche drauf!
die Umstände so giftig, böse, krass,
verderben jeden süßen Spaß.

An Krankheiten will ich nicht denken,
die ungestüm Verliebte schenken,
Gott ist schon etwas sadistisch,
und wir alle zu optimistisch!

Hineingeschlagen, gepresst in Not!
Dann feiern wir den Liebestod!
Nur Humor kann uns noch retten,
sprengt für Augenblicke die Ketten

dieser tristen, grauen Welt,
die ein Teufel am Leben hält.
Feiern wir den Todeskuss
den ich von Dir erleiden muss!

Feiern wir das gefährliche Saugen,
und brechen dann geliebte Augen,
feiern wir auch unser hartes Geschick,
die meiste Zeit, bringt es ja Glück,

so oft wird es wilde Lust entfachen,
so oft wir beide kichern, lachen,
und dann ein kleines Missgeschick!
bricht uns plötzlich das Genick!

Die Augen glanzlos, lichtlos, leer,
Die Wangen weiß und eingesunken.
Die Brust hebt sich nie mehr.
Der Körper in den Kissen versunken.

Doch wir haben geliebt, gelebt!
Das kann uns kein Tod nehmen,
Geküsst und in den Himmel entschwebt!
Durchstoßen von Deinen Zähnen!

Experimentelle Lyrik

Experimentell, experimentelle Lyrik
ein feinmaschiger Blick,
in die Innereien der Worte.
Zuck da vor Harten nicht zurück!

Ficken, brüllen, Sau,
schlagen, prügeln, rau
aus Maschinengrau
reckt sich Farbe: Blau!

Blau und rot und Nieselregen,
keine stolzen Silben bewegen,
sich und alle Silben lachen schnell,
klatschen – ist das: Experimentell?

Oder rechts und links verwechseln,
runter holen oder rauf,
spielen geil mit seinem Knauf
aus Stahl Holzmöbel drechseln.

Worte nebeneinander setzen,
die Semantik? – Messer wetzen
die Semantik in den Müll!
Kann man, wenn man will.

Experimentell, protokollieren,
Zutaten abgewogen,
fiedeln, tirilieren
Silben aus Mündern gesogen.

silbernen Speichel raus gespuckt.
Sie sammelt wieder Tropfen – zuck,
jetzt unten nicht zusammen, guck
ihr in die Augen – Mund auf! Schluck!

Ihren süßen Saft gespuckt
Experimentell pervers

geschluckt!
Nur, nur ein Vers?

Bleib im Bett!!

Habe das depressive Gedicht nun in einen etwas leichteren Ton gefasst.
Dazu gibt es nun auch ein Gemini Notebook: https://gemini.google.com/share/0571cc6478d0
Das ist Geminis Männerphantasie! Nicht meine 😉

[Intro]
[Indie Folk, Gentle Acoustic, Warm]

[Verse 1]
[Soft Strumming, Cozy]
Dunkel Wolken, grau getüncht,
den ganzen Himmel rüber –
und längst schon wieder ohne Schnee.
Oh bleib im Bett, mein Lieber.

[Verse 2]
[Light, Inviting]
Oh bleib im Bett, was willst du tun?
Was willst du raus und frieren?
Hier ist es warm, ruft zum Ruhn,
hier kannst du träumen, oh…

[Bridge]
[Upbeat Indie Pop, Major Key]
Dort draußen sind die Wolken dicht,
zerdrücken Lust und Laune.
Dort fehlt dir Wachstum, fehlt das Licht,
doch hier im Bett da herrscht die Daune.

[Verse 3]
[Playful, Almost Cheerful]
Die Daune kocht dich und es dampft,
die packt dich, reißt dich hoch.
Werd jetzt nicht panisch und verkrampft,
und bleib in deinem kleinen Loch.

[Verse 4]
[Breezy, Carefree Melody]
Es ist besser als draußen die Kälte,
da draußen stehn schon Massen gerne.
Die Welt geht ohne dich nicht pleite,
dem Nebel draußen fehlen alle Sterne.

[Outro]
[Lullaby-Soft, Sweet, Ironic]
Träum, der Tag der geht vorüber.
Bleib dir treu und bleib dabei.
Bleib in deinem Bett, mein Lieber –
hier in diesem Bett, hier bist du frei.

[Fade Out on Gentle Guitar]

Zart gebacken

[Intro – Ritual Beginning]
[Deep frame drums, crackling fire sounds, distant chanting]

[Verse 1 – Invocation, Whispered]
Feuer brennst so schön
Dein Knistern will ich hören
Dich Feuer glühen sehen
Feuer oh Dich spüren

[Verse 2 – Building Intensity, Tribal Drums Enter]
Oh lass mich in dir schmoren
Bak mich zart so zart
Würz mich scharf, ich bin verloren
Geschlagen fest und hart

[Chorus 1 – Ritualistic Chant, Heavy Percussion]
Oh Feuer – ach ich zittere
Zwischen deinen Händen
Heiß brich mich auf erschüttere
Fessle mich mit strammen Binden

[Verse 3 – Trance State, Polyrhythmic Drums]
Ergeben will ich mich
Immer tiefer stürzen
Fallen tief für Dich
Schreien Feuer Schmerzen

[Bridge – Sacrifice/Death, Drums Intensify]
Feuer mich entzündet
Feuer mich verbrannt
Feuer heiß verbindet
Hält mir meine Hand

[Instrumental Break – Shamanic Journey]
[Primal drumming, throat singing, rattles, building to frenzy]

[Verse 4 – Rebirth Begins, Drums Shifting]
Oh ja vergangen
All die leeren Jahre
Knospen wachsen, springen
Sprengen meine Bahre

[Verse 5 – Rising Energy, Celebratory Drums]
Lebendig, atmen frei
Feuer alles verbrannt
Den Tod die Weinerei
Weggeräumt verbannt

[Final Chorus – Ecstatic Celebration, Full Tribal Ensemble]
Auferstanden, lachen, scherzen!
Sag der Trauer Lebewohl
Das Feuer tief im Herzen
Tut mir so gut, so wohl

[Outro – Victory Dance]
Auferstanden, lachen, scherzen!
Das Feuer tief im Herzen!

[Fade out with drums around fire, joyful ululation]

Ketten brechen!

[Verse 1 – Gritty, Building]
Saufen, fressen,
arbeiten, pennen
schlafen, verspannt,
ganz ausgebrannt
[Verse 2 – Dark]
nur noch träumen,
alles versäumen,
anstatt zu ruhn
versautes tun,
[Pre-Chorus – Intense]
ja aber wann denn?
Wie sehr ich brenn!
wie alles brennt.
zur Arbeit rennt
die Lust verpennt

Statt lebendig
Luft zu atmen
nicht mehr träumen,
nichts versäumen!
[Chorus – Full Power]
kein Träumen mehr!
gar nicht so schwer!
Arbeit – Teufel!
Ohne Zweifel
[Verse 3 – Heavy]
Ich brauche Zeit
für mich und heut
da will ich sie
jetzt heute! – Nie
[Verse 4 – Building Tension]
krieg ich sie sonst
alles umsonst
alles verdampft
viel zu verkrampft
[Bridge – Breakdown]
halten wir uns
an der Arbeit
fest und sterben
gleich viel zu früh.
[Verse 5 – Shift to Liberation]
Welch ein Segen
sich hin legen
lustvoll dampfen
sich verkrampfen
[Verse 6 – Rising Energy]
feiern – leben
alles – geben
zusammen ja
alle sind da!
[Chorus 2 – Maximum Power]
alle tanzen
durcheinander
wild heiß schäumen,
nicht nur träumen
[Verse 7 – Explosive]
explodieren
und sich fühlen
rock und zackig
mach mal nackig
[Verse 8 – Wild]
ausgezogen
aufgeflogen
einfach Feuer
und Abenteuer
[Verse 9 – Driving]
einfach heiß Dampf
tanz wild und stampf
mit den Beinen
ohne Leinen
[Verse 10 – Freedom Theme]
ohne Ketten,
sich erretten
alle retten
in die Betten!
[Bridge 2 – Epic Build]
Ketten sprengen
fliegen, rennen
springen, segeln
uns beflügeln.
[Verse 11 – Realization]
Ach ich träume
ich versäume
die Zeit im Haus!
ich muss jetzt raus!
[Outro – Triumphant Climax]
Raus, raus, hinaus
denn Fliederduft
durchflutet schon
belebt die Luft!

George Eliot = Mary Ann Evans

Sagt mir bitte was „gleich“ ist
Sicher denkt ihr gleich
Das ihr das schon wisst
Erklärt es mir sogleich

Gleich ist a und b
Sobald ich keinen Unterschied seh
ob ich a oder b verwende
wie ich sie drehe oder wende

Ich kann nicht unterscheiden
Ob’s das ist oder das andere
Gleich scheinen die beiden
wie ich sie auch verändere

Kommt immer dasselbe heraus
wenn ich a mit b vertausche
gleich bleibt alles nach dem Tausch
welchen Tönen ich auch lausche.

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