Ich bin verdammt! Geschwindigkeit
sie jagt und ist auch schon vorbei.
Sie dauert eine Ewigkeit.
Sie gibt mich nicht mehr frei.


Ein Lärm, ein Schock, ein Unfall,
im Koma eingefroren
Ein Schlag, ein kurzer Knall.
Mein Gedächtnis verloren.

Ein langsames Ertrinken,
eintauchen in die Ewigkeit.
Nur tröpfchenweise denken
und irgendwann – verschwindet die Zeit.


Das Ende – aber nie erlebt,
da das Erleben früh erlischt.
Ganz starr und fest am Ende kleben,
dem man nicht mehr entwischt.


Kalt als Leichnam aufgetischt,
am Ende dieser seltsamen Welt,
aus der man kein Erlebnis mehr fischt,
sich selbst auflöst, zerfällt.


Jetzt leb ich, ja noch leb ich! Ja!
Doch alles geht oft furchtbar schnell!
Ich rase und dann packt es mich da
zerrt und zieht mir ab mein Fell.


Rasen, Rasen, noch gefangen,
schreddert mich die Zeit ganz fein!
Termin, Termine! Giftige Schlangen,
beißen, drücken, schnüren mich ein.


Was soll das alles? Streck Dich aus!
Deinen Zehen geht es gut.
Streck sie im Bett zur Sonne raus
Schau in ihr Licht, spring in die Flut!


Pfeift auf die Geschwindigkeit
Träge seid mir, seid mir schlau
Langsam, langsam lasst Euch Zeit
Schaut zärtlich zur Sonne ins Blau.