Der röhrende Hirsch
ist ziemlich unwirsch
Schon wieder wird er gemalt
aber keiner davon zahlt!

Hört ihn durchs Dickicht sprechen,
wie sehr er in der Klemme steckt,
wie jeder dieser Frechen,
Maler finstere Gedanken weckt.

Denn sie zerstören seine Träume!
Treten aus dunklem Forst und malen,
für Jägerzimmer, Speiseräume,
doch ohne höflich zu bezahlen.

Nicht mit Geld, noch Beeren, Zweigen
Die immer gleiche Leier
Ich muss mich nur ein wenig zeigen
Mein Geweih meine…

Dann steht auf der Wiese die Staffelei
Und ein Maler malt wie wild
Und karikiert, ne sauerei
nackt und bloß mein Ebenbild

Gerahmt in Berge Täler, Seen
doch nie mit meiner lieben Kuh
Ich röhre das die Felsen glühen
„komm Kuh, komm auf mich zu!“

Die scharfe Kuh ist nie zu sehen
Nur Dampf vor meinem Mund
Ich kann nicht in die Vollen gehen
so einsam sein ist ungesund.

Der Maler der die Kuh verjagt
zertrampelt mir auch ihre Fährte
Der, der niemals Danke sagt
er ist mein ständiger Gefährte

Dennoch es waren Menschenfinger
Die den Pinsel treffend führten
Der Abstand zu mir war geringer
Mit Händen die noch etwas spürten.

Heut muß ich nicht mehr schreien, rufen.
Den Prompt er hat ihn schnell getippt
Mein Hirschgeweih und meine Hufen
nur Bytes, die Wirklichkeit weggezippt

Inspiration: https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6hrender_Hirsch