
Der Text wurde inspiriert durch
https://youtu.be/L0OydDmfwAo?si=5oHhR8ioiySDc_du
Songtext und Übersetzung in:
https://www.songtexte.com/songtext/mani-matter/hemmige-53c68f19.html
aktuell machen die Aktion der USA in Venezuela das obige Lied von Mani Matter wieder mal sehr aktuell.
Mein Text stammt aus dem Juli 2024. Er reflektiert allerdings nur über meine eigenen Hemmungen bzw. fehlende Hemmungen in meinen Gedichten. Besonders meinen „erotischen“ Gedichten 😉 auf die mein Gedicht eingeht.
Hemmungen – das ist wohl wahr!
Was wäre der Mensch ohne Hemmungen?
Das wäre Wahnsinn – na klar!
Doch sind’s auch oft Beklemmungen,
die schnüren uns den Hals fest zu.
Es gibt ja immer ein zu viel!
Doch habe ich noch Hemmungen? –
Sind gar zu viele mit im Spiel?
Zu viele bei mir? – Oder zu wenig?
Zu offen, vielleicht zu provokant?
Oder richtig? Nicht eintönig,
direkt, außer Rand und Band?
Oder? – Ich überschätze mich!
All meine Themen sind x-mal durch!
Und ich bin prüde, enttäusch‘ dich!
Ein kranker, alter, sabbernder Lurch,
spritzt! Und scheut das direkte Wort.
Die Verse keuchen festgeschnürt,
durch Reime holpernd, stolpernd fort.
Und niemand wird davon verführt!
Meine Hemmungen sind mir,
auch so oft völlig unbewusst.
Ich bin ein angezogenes Tier,
das sich ausziehn muss zur Lust!
Da geht mir wichtiger Schutz verloren.
Kein Tier sonst fühlt sich nackt.
Es sei denn, es wird wie ein Schaf geschoren,
das kuschelige Tier vom Schäfer gepackt!
Ich hab doch immer Hosen an,
wenn ich „ohne Hemmung“ schreibe,
so dass ich gar nichts machen kann,
selbst wenn ich dabei übertreibe!
Ganz nackt – wie sähe ich denn aus!
Da würde ich doch ziemlich frieren,
da schaut vielleicht sogar was raus.
Welche Hemmung – kann ich noch verlieren?
Deshalb bleibe ich angezogen!
Doch in den Gedichten? – Wird es da scharf?
Und wenn – ist es dann ungezogen?
Ich schreibe nur, was jeder darf.
Wirklich? Wirklich? Oh nein! Ich lüge!
Das stimmt auch, weil es die Wahrheit ist!
Ob ich noch über Hemmung verfüge?
Weißt du – weil du mein Richter bist!
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