Manchmal fühle ich mich verloren
doch weiß ich nicht warum
Ich wurde glücklich geboren
und kam auch bisher nicht um


Das sollte also alles passen
Dennoch manchmal fühle
Ich es trotzdem: Besser alles lassen,
verloren sein und ohne Ziele

durchzuhängen im haltlosen Netz
mich im Leben seltsam fremd fühlen
Meine Rolle verkaufe ich dann, versetz
sie gerne an die, die immer noch spielen


Doch meine Rolle kauft mir niemand ab
Keiner will verzweifelt sein
Dieses Gefühl stößt jeden hinab
Ich bin nicht fröhlich – nein

Doch ein Grund dazu fehlt auch
Ein triftiger Grund zu resignieren
Um mich weht ein eisiger Hauch
Ich kann ihn sehr gut spüren


Ich rieche Feuer, es gibt Rauch!
Doch andere lachen, hüpfen
vor Freude, voll den Bauch,
die aus dem Vollen schöpfen

Für mich scheint es noch zu wenig?
Was fehlt mir denn noch zu Glück?
Es geht mir besser als manchem König
Doch passe ich nicht, ein Stück


Das immer fest reingedrückt wird
Immer in Spannung ist meine Form
unpassend einfach, verwirrt
Ich träume zu weit von der Norm

Ich träume und es gibt keinen Weg
Die Wirklichkeit steckt fest im Schlamm
frisst sich immer fester: Das geht nicht!
Leg die Axt nie an deinen Stamm

zerschneide das Netz nicht, das dich hält
du fällst auch umsonst denn unten
bist du noch immer in der Welt
die wunderschön ist voll mit bunten


Ablenkungen, Spielzeugen, Spiegeln
die Dich behüten vor dem Schaudern
vor dem Nichts bedecken, versiegeln
Es ist gut Dein Verstand, dein Zaudern

Es ändert nichts wenn Du Dich änderst
Es geht gar nicht um die Richtung
Ach wie Du Dich selbst so räderst
Du entkommst nie der Verpflichtung


Dein eigenes Leben zu leben
Doch jedem wird es vorgegeben
Obwohl wir selber wählen, wählen
wir die Wege die uns quälen


Es gibt nur Wege
die ins Nichts führen