Experimentell, experimentelle Lyrik
ein feinmaschiger Blick,
in die Innereien der Worte.
Zuck da vor Harten nicht zurück!
Ficken, brüllen, Sau,
schlagen, prügeln, rau
aus Maschinengrau
reckt sich Farbe: Blau!
Blau und rot und Nieselregen,
keine stolzen Silben bewegen,
sich und alle Silben lachen schnell,
klatschen – ist das: Experimentell?
Oder rechts und links verwechseln,
runter holen oder rauf,
spielen geil mit seinem Knauf
aus Stahl Holzmöbel drechseln.
Worte nebeneinander setzen,
die Semantik? – Messer wetzen
die Semantik in den Müll!
Kann man, wenn man will.
Experimentell, protokollieren,
Zutaten abgewogen,
fiedeln, tirilieren
Silben aus Mündern gesogen.
silbernen Speichel raus gespuckt.
Sie sammelt wieder Tropfen – zuck,
jetzt unten nicht zusammen, guck
ihr in die Augen – Mund auf! Schluck!
Ihren süßen Saft gespuckt
Experimentell pervers
geschluckt!
Nur, nur ein Vers?
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